Hund vor dem Training aufwärmen

Die meisten Sportler wärmen sich vor einem Training auf, um für eine stärkere Durchblutung der Muskulatur zu sorgen und Verletzungen vorzubeugen. Doch wie ist das bei Hunden? Sollten sie sich auch aufwärmen? Wir klären diese Frage und verraten wie ein Aufwärmtraining aussieht.

Warum Aufwärmen bei Hunden wichtig ist

Zwar können Hunde auch Leistungen im Training oder Hundesport erbringen, wenn sie nicht aufgewärmt sind, dennoch sind ein gezieltes Auf- und Abwärmen sinnvoll, da:

Hund beim Hundesport • das Risiko für Verletzungen verringert wird
• das Herz-Kreislaufsystem aktiviert wird
• die Durchblutung der Muskulatur verbessert wird
• die Elastizität der Muskulatur sowie die Körperkern- und Muskeltemperatur erhöht wird
• Muskeln schneller kontrahieren und entspannen können
• Bänder und Sehnen elastischer werden

Für diese Hunde ist Aufwärmen wichtig

Prinzipiell ist es ratsam, jedem Hund vor dem Training die Möglichkeit zu geben sich aufzuwärmen. Egal ob es sich dabei um Hütearbeit, Agility, Dogfrisbee oder andere Hundesportarten handelt. Dabei gilt: Je niedriger die Außentemperatur und je älter der Hund, umso wichtiger ist das Aufwärmen.

So sollten Sie Ihren Hund aufwärmen

Ein Aufwärmtraining besteht aus drei Phasen und sollte insgesamt nicht länger als 20-25 Minuten dauern.

Phase 1: Allgemeines Aufwärmen

Das allgemeine Aufwärmen dient dazu, die Körpertemperatur des Hundes zu erhöhen und den Stoffwechsel anzuregen. Zunächst werden die großen Muskelgruppen aufgewärmt. Als Übung dient das Laufen an der Leine in verschiedenen Geschwindigkeiten (Schritt und Trab im Wechsel). Im nächsten Schritt sollte der Hund verschiedene Bewegungen des Alltags ausführen: sitzen, sich hinlegen, wieder aufstehen, sich strecken etc.

Hund dehnt sich Phase 2: Dehnungsübungen

Bei den Dehnungsübungen werden die Muskeln und Gelenke, Sehnen und Bänder auf die körperliche Belastung vorbereitet. Diese sollte der Hund selbst aktiv durchführen. Dazu kann man dem Hund verschiedene Tricks beibringen, zum Beispiel im Slalom zwischen den Beinen des Besitzers laufen, sich verbeugen, „Fünf geben“ oder sich auf die Hinterbeine stellen und sich mit den Vorderpfoten am Hundeführer abstützen.

Phase 3: Spezifisches Aufwärmen

Beim spezifischen Aufwärmen werden konkret die Muskeln aufgewärmt und gedehnt, die bei der jeweiligen Sportart beansprucht werden. Beim Agility kann der Hund zum Beispiel Sprünge in verschiedenen Höhen durchführen. Wichtig ist, dass sich der Hund bei den Übungen nicht auspowert, da diese nur auf die folgende Belastung vorbereiten sollen. Zwischen dem Aufwärmen und dem Training sollten keine längeren Wartezeiten entstehen (max. 5-10 Minuten).

Nach dem Training: Cool down

Nach einem intensiven Training ist es ratsam den Hund nicht sofort hinzulegen, sondern noch etwas zu bewegen. Das „Cool down“ sollte etwa 3-10 Minuten dauern und dient dazu, das Herz-Kreislaufsystem zu beruhigen sowie die Muskulatur zu lockern, wodurch Stoffwechselprodukte besser abtransportiert werden können. Dazu können Hundeführer mit ihrem Hund im Trab und dann im Schritt laufen bis sich die Atmung des Hundes normalisiert hat.