Blutspende Hund

Am 14. Juni feiert der internationale Weltblutspendetag seinen zehnten Geburtstag. Der Aktionstag soll das gesellschaftliche Bewusstsein für die Wichtigkeit von Blutspenden erhöhen. Auch in der Tiermedizin sind Blutprodukte unverzichtbar. Spenden Hundehalter das Blut ihres Tieres, retten sie anderen damit vielleicht das Leben. Die Blutgruppe spielt hierbei eine wichtige Rolle.



Blutgruppen des Hundes

Die Blutgruppen des Hundes definieren sich wie beim Menschen über Antigene auf den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten. Nach dem internationalen Standard unterscheidet die Tiermedizin acht Hauptblutgruppen. Sie werden mit der Abkürzung DEA (dog erythrocyte antigen) und einer Nummer bezeichnet, also zum Beispiel DEA 1.1, 1.2 und 1.3.

Zwar kommen auch beim Hund Antikörper gegen jeweils andere Blutgruppen vor, doch führen diese bei einem Erstkontakt mit fremdem Blut meist nicht zu einer klinisch relevanten Reaktion, wie dies beim Menschen bekannt ist. Dennoch achten Tierärzte auf die Blutgruppenübereinstimmung bei einer Bluttransfusion. Bei einem erneuten Kontakt zu der fremden Blutgruppe kann es durch eine Antikörperreaktion zu einer Verklumpung der Erythrozyten kommen, was lebensbedrohliche Auswirkungen haben kann.

Eine Bluttransfusion oder die Gabe von Blutprodukten, wie Plasma, kann bei Hunden aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. Sei es durch einen Unfall mit schweren Verletzungen, bei Operationen oder Gerinnungsstörungen. Tierärzte und Patienten sind somit auf Blutspenden von anderen Hunden angewiesen.

Die Blutspende von Hunden


Damit Hunde spenden können, sollten sie:
• zwischen zwei und zehn Jahren alt sein
• mehr als 25 kg wiegen
• gesund sein
• regelmäßig geimpft und entwurmt werden
• keine Medikamente einnehmen
• normalgewichtig sein
• bisher keine Blutkonserven erhalten haben
• frei von im Blut nachweisbaren Reisekrankheiten sein
• noch keinen Zeckenbefall vorweisen.

Unter diesen Voraussetzungen können Tierärzte Hunden alle zwei bis drei Wochen 500 ml (20 ml/kg KGW) Blut abnehmen. Die Blutkonserven halten sich kühl gelagert circa drei Wochen.

Blutspendedienste


Hundebesitzer haben mehrere Möglichkeiten mit einer Blutspende zu helfen. Zum einen bieten Tierkliniken (z.B. die Tierklinik Ahlen) und in manchen Fällen auch Tierärzte einen Blutspendedienst an. Hier nehmen Ärzte und Pfleger dem Tier vor Ort Blut ab. Zum anderen können sich Halter in diesen Einrichtungen oder bei Tierschutzvereinen im Internet als Spender registrieren lassen. Dazu hinterlegen sie ihre Kontaktdaten, sodass sie im Notfall erreichbar sind. Eine große Blutspendedatenbank betreibt der Tierschutzverein Weissepfoten e.V. unter www.weissepfoten.de.