Mythen bei der Hundeernährung

Hundeernährung ist ein wichtiges, viel diskutiertes Thema. Rund um die richtige Fütterung kursieren deshalb auch allerhand Mythen. Sollen Hunde regelmäßig fasten und reicht im Futternapf nur Fleisch aus? Um bei Hundenahrung den Überblick zu behalten, klären wir die fünf geläufigsten Irrtümer.



1. Mythos: Ein Hund braucht nur Fleisch zum Fressen


Diese Aussage ist falsch. Zwar sollte ein gewisser Anteil der Ration aus Fleisch bestehen, doch gehören zu einer ausgewogenen Ernährung weitere Komponenten wie Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe. Ein Stück Fleisch kann den Bedarf an diesen Nährstoffen nicht ausreichend decken. Durch eine einseitige Ernährung können schwerwiegende Mangelerscheinungen entstehen. Auch ein überhöhter Anteil an Protein stellt eine Belastung für den Stoffwechsel des Hundes dar und sollte vermieden werden.



2. Mythos: Hunde müssen sich nicht die Zähne putzen


Das ist nur teilweise richtig. Zahnbeläge sind ernst zu nehmen, da diese zu Zahnsteinbildung und Zahnfleischentzündungen führen können. Die Folgen bei ausbleibender Behandlung können Schmerzen, die Verweigerung der Nahrungsaufnahme oder Zahnausfall sein. Durch die Streuung von Bakterien aus der Maulhöhle in die Blutbahn können sogar Organe geschädigt werden. Das effektivste Mittel, dem entgegenzuwirken, ist das tägliche Zähneputzen. Allerdings braucht nicht jeder Hund die tägliche Zahnpflege: Probleme haben insbesondere kurzschnäuzige Rassen wie Mops oder Yorkshire Terrier. Bei ihnen haben die Zähne im Kiefer wenig Platz. Spezielle Kauartikel oder funktionale Inhaltsstoffe, wie Eukalyptusöl und Zinksulfate helfen, Zahnbeläge zu mindern.

3. Mythos: Hunde vertragen kein Getreide


Getreide besteht größtenteils aus Kohlenhydraten in Form von Stärke, welche der Hund in aufgeschlossener Form gut verwerten kann. Ein gewisser Anteil gehört darüber hinaus zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Einige Hunde reagieren jedoch auf gewisse Getreidesorten, häufig Weizen und Mais, mit Allergien. Zumeist sind jedoch Proteine die allergieauslösenden Komponenten einer Ration. Hunde, die Probleme mit der Verträglichkeit haben, können zum Beispiel auf Reis oder Kartoffeln als Kohlenhydratquelle ausweichen.

4. Mythos: Pro Woche sollte ein Fastentag eingelegt werden


Die Fastenregelung hat keine gesundheitliche Bedeutung. Optimal ist es, jeden Tag alle benötigten Nährstoffe entsprechend der Bedarfswerte des Hundes zu füttern. Auch der Magen-Darm-Trakt profitiert von einer kontinuierlichen Nahrungszufuhr. Bei einer länger ausbleibenden Fütterung können die Zellen des Darms sogar Schaden nehmen.

5. Mythos: Ein einzelnes Futter ist nicht ausreichend


Ein Hund braucht keine Abwechslung in der Ernährung. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel, das den Nährstoffbedarf des Hundes optimal abdeckt, reicht aus. Große Schwankungen in der Zusammensetzung können hingegen zu Verdauungsproblemen führen. Denn die Darmflora benötigt eine gewisse Zeit, sich auf neue Nahrung einzustellen. Daher sollten Hundebesitzer beim Wechsel der Futtersorte immer eine Umgewöhnungszeit einplanen.