Frühstück Hund

Ein gesundes Frühstück schafft die Grundlage für einen gelungenen Start in den Tag. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, morgens eine Kleinigkeit zu frühstücken, um Gehirn und Muskeln nach der nächtlichen Schlafphase mit Glukose zu versorgen. Untersuchungen konnten zeigen, dass sich regelmäßiges Frühstücken positiv auf Schul- und Lernleistungen auswirkt sowie das Erinnerungsvermögen, die Aufmerksamkeit und Kreativität der Heranwachsenden steigert.

Doch welche Rolle spielt das Frühstück für den Hund?

Holly C. Miller und Charlotte Bender haben die Wirkung des Frühstücks auf die Suchleistung des Hundes experimentell untersucht (mehr zum Thema Nasenarbeit). Dafür beobachteten die Wissenschaftlerinnen die Suchgenauigkeit von Hunden, die dreißig oder neunzig Minuten vor der Übung die Hälfte ihrer täglichen Futterration gefrühstückt hatten. Deren Werte verglichen sie mit der Suchleistung von Hunden, die mit leerem Magen zur Futtersuche antraten. Während das Futter bereits in Riechweite auslag, mussten die Hunde erst noch zehn Minuten die Befehle „Sitz!“ oder „Bleib!“ ausführen, bevor sie mir der eigentlichen Nasenarbeit beginnen durften. Hierbei spricht man von Verhaltenshemmung oder Selbstkontrolle.

Die aktuelle Studie konnte zeigen, dass Hunde, die sich vor dem Test gestärkt hatten, besser abschnitten als vom Hunger getriebene Hunde ohne Frühstück. Der signifikante Unterschied der Suchleistung von Hunden mit und ohne Frühstück konnte allerdings nur in der Versuchsgruppe festgestellt werden, die dreißig Minuten nach der Nahrungsaufnahme getestet wurde, nicht bei der neunzig Minuten-Gruppe.

Wie deuten die Wissenschaftlerinnen das Ergebnis?

Der Frühstückseffekt in einem Satz: Hunde suchen präziser, wenn sie nicht hungrig sind.
Das Frühstück versorgt den Hund mit Nährstoffen und Energie und erhöht dadurch seine Suchleistung. Bei einem hungrigen Hund lässt die Konzentrationsfähigkeit wesentlich schneller nach. In der zehnminütigen Wartephase vor Beginn des Testes mussten die Hunde Befehle wie „Sitz!“ oder „Bleib!“ ausführen. Was für den Menschen wie simples Zeitabsitzen aussieht, bedeutet für den Hund kognitive Anstrengung. Gerade die hungrigen Hunde haben dadurch einen Großteil ihrer Energiereserven bereits vor dem eigentlichen Test verbraucht und schnitten somit deutlich schlechter ab als ihre frisch gestärkten Artgenossen. Deren Gehirn profitierte noch von der kürzlich zugeführten Energie. Lag das Frühstück bereits anderthalb Stunden zurück, unterschieden sich die Suchleistungen der Hunde nicht voneinander.

Welche Erkenntnis kann ein Hundehalter aus dieser Studie entnehmen?

Erwachsene Hunde erhalten häufig nur eine Hauptmahlzeit pro Tag. Lange Abstände zwischen den Fütterungen können zu Hungergefühl und somit zu Konzentrations- und Leistungsschwächen führen – nicht nur bei der Sucharbeit. Der Frühstückseffekt zeigt, dass es sinnvoll ist, die futalis-Tagesration auf mindestens zwei Portionen zu verteilen. Somit ist eine ausgeglichene Energieversorgung über den ganzen Tag hinweg gewährleistet. Gerade für große und mittelgroße Hunderassen sind mehrere kleine Futterrationen bekömmlicher als eine große Mahlzeit pro Tag.

Euer Team von futalis



Zum Nachlesen: Frühstücksstudie