Hoopers Agility Hund

Agility macht vielen Hunden Spaß, doch nicht alle Hunde dürfen ausgiebig rennen und springen. Gerade für große und schwere Hunderassen sowie für Senioren, stellt Agility oft eine zu hohe Belastung für die Gelenke dar. Abhilfe schafft Hoopers Agility, eine Hundesportart, die in den USA erfunden wurde. Was genau Hoopers Agility ist und für welche Hunde sich der Sport eignet, haben wir eine Expertin gefragt.

Was ist Hoopers Agility?

Die Trainerin der Hundesportgruppe „Flotte Pfoten Lengede“ Angelika Schröder verrät uns: „Hoopers Agility heißt vollständig ‚NADAC Hoopers Agility‘, wobei NADAC das ‚North American Dog Agility Council‘ ist. Dieser Verband hat unterschiedliche Varianten dieser Sportart für Hunde jeder Rasse und jeden Alters beschrieben, es werden Turniere nach festgelegten Reglements durchgeführt. Gemeinsam ist allen Varianten, dass Hoops anstelle von Hürden verwendet werden. Das können tatsächlich entweder vollständige Reifen sein (Hula Hoops), die zwischen zwei Hürdenauslegern befestigt werden, oder ein Rahmen, auf den ein halber "Hoop" als Torbogen aufgesetzt wird“.

Die Hunde müssen die Hindernisse durchlaufen, anstatt zu überspringen. „In Amerika werden reine Hoopers-Parcours (ausschließlich Hoops) unterschieden von Hoopers-Weavers (Tunnel, Hoops und Slaloms) und von Hoopers Touch N Go (Kontaktzonengeräte, Tunnel und Hoops)“, sagt Angelika Schröder.

Dabei wird im NADAC Regelwerk genau festgelegt, wie die verschiedenen Hoopers-Parcours für die jeweiligen Schwierigkeitsgrade aufgebaut sind. Dabei geht es in erster Linie nicht um die physische und läuferische Stärke, sondern um die gute Zusammenarbeit und Kommunikation von Mensch und Hund.

Hoopers Agility Parcour

Warum Hoopers Agility?

Hundetrainerin Frau Schröder sieht den Vorteil der Sportart zum einen darin, dass auch Hundeführer, die körperlich eingeschränkt sind, ihre Hunde körperlich auslasten können. Zum anderen ist „NADAC Weavers & Touch N Go eine Sportart, die an die körperliche Befindlichkeit von Agility-Senioren anknüpft, die in erster Linie den Bedürfnissen der alten, erfahrenen Agility-Hunde entspricht, aber auf die Einschränkungen Rücksicht nimmt, denen die Hunde auf Grund von Altersfolgeerscheinungen ausgesetzt sind“.

Denn gerade ältere Hunde leiden oftmals an Gelenkproblemen, Spondylose oder Arthrose. Deshalb werden die Agility-Parcours angepasst. Dabei werden Hürden durch auf dem Boden stehende Hula-Hoop-Reifen ersetzt. „Die positiven Effekte aus dem Agility wie Lauftraining, Schulung des Koordinationsvermögens, körperliche und geistige Auslastung und die gemeinsame sportliche Betätigung mit ihrem Halter bleiben dagegen erhalten. Beim zügigen Lauf auf ebener Erde trainieren die Hunde auch weiter ihre Beweglichkeit. Muskeln werden eingesetzt, bewegt und bleiben erhalten, die sonst durch Schonung oder Nichtbenutzung in kurzer Zeit abgebaut würden.“

Voraussetzungen für das Training

Der Hundetrainer Herr Stünkel berichtet aus seinem Dummy Training, dass der Trainingsaufbau je Um mit dem Hoopers Agility Training beginnen zu können, sollte zunächst geprüft werden, inwieweit der Mensch oder Hund körperlich eingeschränkt ist und welche Trainingsziele man sich stecken kann, sagt unsere Expertin der Hundesportgruppe „Flotte Pfoten Lengede“. „Danach erfolgt die Entscheidung entweder für NADAC Hoopers Agility (Distanz-Arbeit) oder NADAC Weavers Touch N Go (für Hunde, die entweder nicht mehr oder prinzipiell nicht springen dürfen).“

Neben den körperlichen Voraussetzungen, müssen auch der Platz und die Agility Geräte vorhanden sein. Die Trainerin Angelika Schröder weiß: „NADAC Hoopers Agility braucht besonders am Anfang weniger teure Geräte. NADAC Weavers Touch N Go setzt den Besitz eines Agility Parcours voraus“.

Agility Training

Fazit: Hoopers Agility als gesunde Beschäftigung für ältere Hunde

Es gibt viele Möglichkeiten Hunde zu beschäftigen. Doch gerade bei großwüchsigen Rassen und Hunden im Seniorenalter ist darauf zu achten, die Hunde bei der Bewegung möglichst zu schonen. Frau Schröder kennt die Vorteile von Hoopers Agility: „Die kontrollierte, körperliche Beschäftigung lastet die Hunde aus, der Stoffwechsel wird angeregt. Der Erhalt des selbstständigen Arbeitens der Hunde ist ein weiteres Trainingsziel“. Außerdem betont sie, dass das Selbstbewusstsein, die körperliche Gesundheit und der Intellekt der Hunde immens unterstützt und gefördert werden.