Hunde in der Osterzeit

Bunte Eier, Schokohasen oder Plätzchen – rund um die Ostertage ist die Versuchung von Herrchen und Frauchen wieder besonders hoch, seinem Vierbeiner etwas scheinbar Gutes zukommen zu lassen. Doch einige Naschereien können für den Hund sogar ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Sollte beim Plätzchen backen mal ein Ei übrig bleiben, darf es in gekochter Form an den Hund verfüttert werden. Hühnereier enthalten wichtige Nährstoffe, vor allem essentielle Aminosäuren. Das bunt eingefärbte Osterei stellt demnach keine Gefahr dar – ganz im Gegenteil. Die Eiweißbausteine sorgen dafür, dass der Stoffwechsel des Hundes reibungslos funktioniert und Körperzellen sowie Muskelgewebe nachgebildet werden. In hochwertigem Hundefutter ist daher häufig eine Ergänzung mit Ei zu finden. Zudem sind sie gut verdaulich und weisen ein günstiges Aminosäurenverhältnis auf. Ganz im Gegensatz zu rohen Eiern. Die haben im Napf nichts verloren. Denn die im Eiklar enthaltenen Bestandteile Avidin und Trypsininhibitoren können die Verdauung beeinträchtigen und so zu Mangelerscheinungen führen.



Schokolade kann tödlich sein


So gern man seinem Hund auch Gutes tun möchte, Osterleckereien sind für Hunde meist pures Gift. Besonders heikel ist Schokolade. Hunde reagieren empfindlich auf den Kakao-Bestandteil Theobromin, der bereits in kleinen Mengen zu Problemen führen kann. Dieser sorgt für eine Erhöhung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz, Verengung der Blutgefäße insbesondere im Gehirn, verringerte Reizschwelle des Nervensystems und führt dadurch zu Unruhe, Zittern bis hin zu Krampfanfällen. Daneben tritt häufig Erbrechen auf; auch Durchfall kommt vor. Für einen 10 Kilo schweren Hund können schon 200 Gramm Zartbitterschokolade tödlich sein.

Auch wenn der Hund bisher keine Reaktionen gezeigt hat, wird dringend von einer Schokoladenfütterung abgeraten. Bereits kleine Mengen können laut aktuellen Studien zu chronischen Schäden wie zum Beispiel Herzerkrankungen führen.



Zucker ist für Hunde schädlich


Auch Plätzchen sollten nicht als Leckerli dienen: Der hohe Zuckeranteil ist nichts für einen Hundemagen. Wer seinem Hund dennoch etwas Gutes an Ostern zukommen lassen möchte, sollte es einmal mit individuell angepasstem Futter probieren. Um Fehlversorgungen und die damit verbundenen Risiken zu vermeiden, sollte der individuelle Nährstoffbedarf des Hundes berücksichtigt werden. Nur so wird Ernährung zur Gesundheitsprophylaxe.