Mit Hund lebt es sich glücklicher

Ein kleines Lächeln im Gesicht, ausgeglichen, ruhig und entspannt: Glaubt man Studien, müssten alle Hundebesitzer so durchs Leben gehen. Denn: Hunde machen glücklich! Wer eine Beziehung zu einem Haustier aufbaut, profitiert von der Stabilität im Alltag und durch die emotionale Bindung zu einem anderen Lebewesen. Hierbei stehen Hunde dem Menschen näher als jedes andere Tier.

Das Leben mit einem Hund macht uns nicht nur gelassener, sondern auch gesünder. Die Anwesenheit von Hunden lehrt Kindern Verantwortungsbewusstsein und fördert die kindliche Kommunikation. Der Umgang mit Haustieren wird sogar als therapeutischer Ansatz gewertet, um Selbstbewusstsein, Körpergefühl und Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Experimente mit Schulklassen zeigten, dass Kinder, deren Familie einen Hund besitzen, über ein gesteigertes Lernvermögen verfügen. Allein die bloße Anwesenheit eines Hundes kann ein Kind motivieren und auch disziplinieren.

Ein Hund hilft beim Lernen


Der Bremer Forschungskreis „Heimtiere in der Gesellschaft“ untersuchte die Aussagen von 200 Müttern bezüglich des Lernverhaltens ihrer Kinder. Dafür wurden jeweils Familien mit und ohne Hund ausgewählt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Der Hund „erhöht die Lust am Lernen und an Leistung, er hilft mit, Teamfähigkeit ebenso zu entwickeln wie Kommunikationsfähigkeit. Er fördert Verantwortungsbewusstsein, Arbeitsdisziplin und Problemlösefähigkeit, vermittelt aber auch seelische Ausgeglichenheit und Wohlbefinden.“ Auch hilfsbedürftigen Kindern tut der Umgang mit Haustieren gut. Therapien bei essgestörten Kindern verzeichnen Erfolge und berichten von einer Steigerung des Selbstwertgefühls.

Keine Beziehung zwischen Mensch und Tier ist enger, als die zu einem Hund. Auch einsamen oder alten Menschen schenkt er Trost und Geborgenheit. Ein Hund hilft Gespräche zu anderen Haltern zu knüpfen. Im günstigen Falle vermittelt das Tier das Gefühl, gebraucht zu werden und schafft sinnvolle Beschäftigungen.

Gesund durch Hund


Die tägliche Pflege und Fütterung strukturiert den Alltag und treibt an. Gleichzeitig sorgt der liebevolle Umgang für Gelassenheit. Das Streicheln beispielsweise senkt die Atemfrequenz und beruhigt. Der tägliche Spaziergang mit dem Hund stärkt das Immunsystem. Das Herz-Kreislauf-System und die Durchblutung werden ebenso gefördert. Bei Patienten mit Blutdruck- und Gelenkproblemen werden Hunde bereits therapiebegleitend eingesetzt. Auch eine aktuelle Studie (Lentino et al. 2012) zeigt, dass Hundebesitzer ein geringeres Risiko für Diabetes, Bluthochdruck oder Depressionen aufweisen. Ein Hund verändert nicht nur unseren Alltag, sondern auch uns selbst zum Positiven. Es heißt nicht umsonst: Wie der Hund, so das Herrchen. Unser treuer Begleiter kann zu einem Spiegel unserer Seele und Gefühlswelt werden. Hunde reagieren sensibel auf Stimmungsschwankungen. Ihr ausgezeichneter Geruchssinn lässt sie beispielsweise unsere Ängste erkennen. Jeder Hundebesitzer kennt das gute Gefühl, die Freude des Hundes zu erfahren, wenn man ihm nicht nur einer guter Halter, sondern ein Freund geworden ist.