Schöne Hundefotos

Jeder Hundebesitzer hat gerne schöne Fotos von seinem Hund. Doch häufig ist es gar nicht so einfach, das perfekte Bild zu bekommen. Vor allem Aufnahmen in Bewegung verwackeln schnell. Wir haben mit einer Expertin für Hundefotografie gesprochen. Sie gibt Tipps, wie man Hunde richtig in Szene setzt.



Ob süße Welpenbilder, Portraits oder spektakuläre Momentaufnahmen – gerne erinnern wir uns mit Bildern an gemeinsame Momente mit unseren Hunden zurück. Petra Tischner widmet sich der Hundefotografie schon seit vielen Jahren und setzt Hunde sogar für Bücher, Zeitschriften, Kalender oder Plakate in Szene. Uns hat sie ein paar Tipps verraten.



Die richtige Ausrüstung für schöne Hundefotos


Hundeportrait

„Um wirklich gute Fotos machen zu können, ist eine digitale Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven ratsam“, empfiehlt die Expertin Petra Tischner. Dabei ist die Auswahl an Kameras und Objektiven mit unterschiedlichsten Funktionen groß. Doch es muss nicht gleich das teuerste Modell sein. Hier lässt man sich am besten durch Fachkräfte beraten, welche Modelle für die eigenen Zwecke sinnvoll sind. Ist die passende Kamera ausgesucht, sollten sich fotointeressierte Hundebesitzer zunächst genau mit deren Funktionen auseinandersetzen. „Für die Laien empfehle ich ein Fotoseminar zu besuchen. Das bringt Interessierte sehr schnell auf einen passablen Wissensstand“, sagt die Hundefotografin Frau Tischner.



Geduld und das richtige Equipment


„Geduld, Geduld und noch einmal Geduld“ ist nötig, um das perfekte Hundefoto zu bekommen. Außerdem ist eine gute Vorbereitung ratsam, „indem man sich den Ort des Geschehens vorher aussucht, den Lichteinfall berücksichtigt und die Tageszeit beachtet“, weiß unsere Expertin. Zudem empfiehlt sie, für ein „Hundeshooting“ ein oder zwei Helfer dabei zu haben, damit diese den Hund mit Spielzeug aufmerksam machen können. Besonders eignen sich dafür Quietschtiere, die für interessierte Hundeblicke sorgen.

Ist das Shooting mit dem Hund beendet, können die Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet werden. Auch hier gibt es verschiedene Programme. „Eine aufwendigere Bearbeitung eines Fotos lohnt sich meiner Ansicht nach nicht wirklich, besser ist es, gut zu fotografieren und schlechte Fotos rigoros zu löschen“, sagt Petra Tischner.



Verschiedene Rassen – unterschiedlicher Anspruch


Hundebilder

Neben dem Gehorsam des Hundes, das das Hundeshooting erschweren oder erleichtern kann, spielt die Größe und die Fellfarbe des Hundes eine Rolle. Die Hundefotografin weiß: „Sehr kleine Hunde sind manchmal etwas schwieriger zu fotografieren, da man sich immer auf die Ebene des Hundes begeben, in diesem Fall also auf den Bauch legen muss. Der Kameraschwenk ist dadurch sehr stark beeinträchtigt und man neigt dazu, die Kamera schief zu halten.“



Ebenfalls eine große Herausforderung ist es, schwarze oder schwarz-weiße Hunde zu fotografieren. Bei schwarzen Hunden hilft es, etwas abzublenden. Bei Hunden mit mehreren Fellfarben ist die Belichtung schwieriger, „je nachdem, ob man auf das weiße oder das schwarze Fell fokussiert“. Das erfordert ein wenig Übung.



Expertentipps: Hunde richtig fotografieren


Hunde fotografieren

Die Hundefotografin Petra Tischner empfiehlt „immer auf Höhe des Hundes zu fotografieren, niemals von oben herab“. Dazu setzt man sich am besten auf den Boden. Bei Portraits lässt man Hunde am besten etwas seitlich schauen, da Frontalfotos nicht sehr schön wirken. Auch hier eignet sich ein Helfer, der mit Spielzeug den Blick des Hundes lenkt.



Außerdem gibt die Expertin den Tipp „Zappelphilippe“ an die Leine zu nehmen und diese nachträglich in der Bildbearbeitung weg zu retuschieren. Schließlich besitzen vor allem Welpen und junge Hunde noch nicht die Geduld und entsprechende Kommandos, um schöne Portraits fotografieren zu können.



Als letzten Tipp sagt die Hundefotografin Frau Tischner: „Ich empfehle immer, sich die Zeit zu nehmen und auf den vielen Webseiten von Hundefotografen Fotos anzuschauen. Das bringt Ideen und Möglichkeiten!“.



ZUSAMMENFASSUNG: So setzt Ihr Euren Hund in Szene:

  • Für wirklich gute Fotos benötigt Ihr eine digitale Spiegelreflexkamera – lasst Euch über die richtige Ausrüstung beraten
  • Für Foto-Anfänger kann ein Fotoseminar sinnvoll sein
  • Eine gute Vorbereitung ist wichtig: Checkt die Shootinglocation, den Lichteinfall und packt verschiedene Spielzeuge ein
  • Ein Helfer beim Shooting kann für den richtigen Blick des Hundes sorgen – hier gut geeignet: Quietschspielzeug
  • Fotografiert immer auf Höhe des Hundes
  • Größe und Fellfarbe des Hundes haben Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad: Hier macht Übung den Meister

Mit der richtigen Ausstattung, einem Helfer, der den Blick und die Position des Hundes lenken kann, dem richtigen Hintergrund, passendem Licht und viel Übung können also auch Hobbyfotografen ihren Hund perfekt in Szene setzen. Wir wünschen viel Spaß dabei.




Damit Ihr Hund auf den Fotos strahlt ...