Auswirkungen von Nikotin auf Hunde

Rauchen ist schädlich – nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Hunde. Trotzdem ist das Rauchen weiterhin stark verbreitet: Im Jahr 2012 rauchten in Deutschland über 18 Millionen Menschen über 14 Jahren, das ist fast jeder Vierte. Um Nichtraucher zu schützen sind in den letzten Jahren viele Gesetze erlassen worden, die beispielsweise das Rauchen in Gaststätten oder öffentlichen Gebäuden regulieren. Ein wenig beachteter Faktor sind jedoch Haustiere, so auch Hunde, die genauso unter dem Nikotinkonsum ihrer Halter leiden, wie andere Mitmenschen.



Nikotin ist Gift für Hunde


Nikotin ist für Hunde eine gefährliche Substanz: Schon 5 bis 25 Gramm getrockneten Tabaks (je nach Körpergewicht) können für einen Hund tödliche Auswirkungen haben. Eine einzige Zigarette enthält bereits 1 Gramm des toxischen Stoffes. Besonders Welpen und Jungtiere sind gefährdet. In diesem Alter sind die Hunde noch besonders neugierig und kauen bzw. fressen oft alles, was sie finden können.

Eine große Gefahr geht auch von Aschenbechern aus, die unachtsam platziert für den Hund eine tödliche Gefahr bieten. Auch das Trinken aus einer Pfütze, in der Zigarettenreste schwimmen, kann bereits zu Vergiftungen führen.

Symptome einer Nikotinvergiftung können sein:

• Erregung
• Muskelzittern
• Erbrechen
• Speicheln
• erhöhte Atem- und Herzfrequenz
• Krämpfe
• Bewegungsstörungen
• Kreislaufkollaps

Wenn beobachtet wurde, dass der Hund Zigaretten(-stummel) verschluckt hat, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Langzeitbelastung durch das Nikotin


Nicht immer müssen die Auswirkungen einer Nikotinvergiftung offensichtlich sein. Gerade Langzeitbelastungen durch Zigarettenrauch können gesundheitliche Auswirkungen haben. Genau wie beim Menschen, können sich Krankheiten wie Asthma, Bronchitis und Krebs auch noch nach Jahren ausbilden.

Da die Nase von Hunden weitaus leistungsfähiger als die des Menschen ist, nehmen sie den Geruch des Zigarettenqualms auch stärker wahr und fühlen sich dadurch unwohl. Daher sollte beim „Nichtraucherschutz“ auch auf Hunde Rücksicht genommen werden – denn sie sind für die Folgen der Nikotinbelastung noch anfälliger als der Mensch!