Schleppleinentraining für Hunde

Der Einsatz einer Schleppleine kann für verschiedenste Situationen im Hundetraining sinnvoll sein. Im Folgenden erfahren Sie, was die Vorteile vom Schleppleinentraining sind, wie man es aufbaut und was vor dem Gebrauch der Schleppleine zu beachten ist.

Vorteile des Schleppleinentrainings

Vor allem bei jungen Hunden ist Schleppleinentraining ratsam. Denn sie erkunden die Welt, zeigen Jagdverhalten und reagieren nicht immer auf die Kommandos des Besitzers. Durch den gezielten Einsatz der Schleppleine kann:

1. unkontrolliertes Weglaufen und Stöbern verhindert werden
2. Jagdverhalten abgebrochen werden
3. das Ignorieren von Kommandos verhindert werden

Durch die Kontrolle des Hundes mit der Schleppleine können Hundebesitzer also vermeiden, dass unerwünschtes Verhalten entsteht bzw. dieses wieder eindämmen und abtrainieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kommandos auch auf weitere Distanz sicher geübt werden können.

Vor dem Schleppleinentraining: Was ist zu beachten?

Schleppleinentraining Hund

Schleppleinen gibt es in verschiedenen Längen und Materialien. Der Durchmesser und das Material der Leine sollten an die Größe und Kraft des Hundes angepasst sein. Bei kleinen Hunden reicht ein Durchmesser von ca. 6 mm. Bei großen Hunden sollte die Leine einen Durchmesser von mindestens 10-12 mm betragen und einen robusten Karabiner besitzen.

In jedem Fall ist eine Schleppleine nur an einem gut sitzenden Brustgeschirr zu befestigen, um Verletzungen am Halswirbel des Hundes zu vermeiden. Für die Besitzer ist es ratsam Handschuhe zu nutzen, da man sich sonst schnell Verbrennungen zuziehen kann. Während des Trainings sollten Hundebesitzer stets auf ihren Hund konzentriert sein, da dieser schnell anrucken oder sich an einem Baum oder Busch verheddern kann.

Aufbau des Schleppleinentrainings

Ziel des Schleppleinentrainings ist es, dass der Hund während des gemeinsamen Spaziergangs auf seinen Besitzer achtet, sich nicht zu weit von ihm entfernt und gegebene Kommandos ausführt. Ist der Hund unaufmerksam und zieht nach vorne, dreht sich der Hundebesitzer wortlos in die entgegengesetzte Richtung. Die Schleppleine verhindert, dass sich der Hund weiter entfernt und sich stets an seinem Besitzer orientieren muss.

Läuft der Hund auf der Höhe des Besitzers, wird er durch Worte oder Futterbelohnungen bestätigt. Zieht er wieder nach vorne, folgt ein Richtungswechsel. Bei konsequentem Training wird der Hund lernen, dass es sich lohnt, sich am Besitzer zu orientieren.

Sollte der Hund Jagdverhalten, wie Fixieren, Anschleichen oder Hetzen zeigen, muss dieses so schnell wie möglich durch den Besitzer unterbunden werden. Als Alternative für Jagen oder Buddeln nach Beute, kann dem Hund ein Spiel mit einem Spielzeug angeboten werden. Bei erfolgreichem Training, kann die Länge der Leine langsam gekürzt werden, sodass der Hund lernt, immer näher beim Besitzer zu bleiben.

Konsequenz beim Schleppleinentraining

Schleppleinentraining und Anti-Jagdtraining

Beginnt man das Schleppleinentraining ist es wichtig, dass dieses konsequent umgesetzt wird. Dafür sollte der Hund mindestens einen Monat bei jedem Spaziergang an der Schleppleine geführt werden, damit er gar nicht erst wieder die Chance bekommt, sich zu weit zu entfernen oder Kommandos zu ignorieren. Hat man erste Erfolge erzielt, sollte die Schleppleine zunächst nur fallen gelassen, dann für einige Minuten abgemacht werden. Fällt der Hund in alte Verhaltensmuster zurück, geht man im Training wieder einige Schritte zurück.

Ziel ist es jedoch, langfristig dem Hund mehr Freiheit geben zu können, auch wenn dafür einige Monate konsequentes Schleppleinentraining nötig ist.

Artikel des Monats August bei futalis

Im August bietet futalis gleich zwei Schleppleinenmodelle zum Sonderpreis an. Die Biothane Schleppleine aus robustem Biothane Material ist leicht abwaschbar und äußerst strapazierfähig. Auch die Niggeloh Feldleine ist reißfest und bietet eine verstellbare Handschlaufe. Wir wünschen viel Spaß beim Training.