Schokolade ist für Hunde Gift

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit! Doch viele Leckereien, die der Mensch in der Adventszeit genießt, sind für Hunde hochgradig gefährlich. Christstollen, Nussecken und Schoko-Nikoläuse gehören nicht auf den Speiseplan des Vierbeiners – nicht einmal in kleinen Mengen. Denn Schokolade, Nüsse und Rosinen enthalten Giftstoffe, die für den Hund lebensbedrohlich sein können.

Laut einer weltweiten Studie aus dem Jahr 2009 sind es zu 95 bis 98 Prozent Hunde- oder Katzenhalter, die den Tierarzt wegen Vergiftungserscheinungen konsultieren. Gehäuft treten Toxikosen im Dezember auf, was die Wissenschaftler mit der Weihnachtszeit in Verbindung bringen¹. Denn Leckereien aus Schokolade, Nüssen oder Rosinen gehören in den Industrieländern traditionell zum Weihnachtsfest dazu und auch viele Vierbeiner bekommen hin und wieder ein Stück vom Schoko-Nikolaus ab. Für den Hund sollten solche Genüsse jedoch tabu sein. Andernfalls setzt man seine Gesundheit aufs Spiel. Da sich manche Hunde in unbeobachteten Momenten gerne mal selbst vom Weihnachtsteller bedienen oder den Adventskalender plündern, sollten Schokolade und Co. immer außer Reichweite des Hundes aufbewahrt werden, am besten hinter verschlossenen Schranktüren.

Warum ist Schokolade giftig für Hunde?

Schokolade enthält die organisch-chemische Verbindung Theobromin. Das für Menschen ungefährliche Alkaloid wirkt sich negativ auf das zentrale Nervensystem des Tieres aus und kann im schlimmsten Fall zu schweren Herz- Kreislaufproblemen sowie zu inneren Blutungen führen. Die tödliche Dosis Theobromin liegt zwischen 100 und 300 mg/kg Körpergewicht. Wie viel des giftigen Wirkstoffes in einer Tafel Schokolade enthalten ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Theobromingehalt von der Schokoladensorte abhängt. Als Faustregel kann man sagen: Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten und desto gefährlicher ist der Konsum für den Hund. Während in weißer Schokolade durchschnittlich nur 0,009 mg/g vorkommen, kann Bitterschokolade bis zu 16 mg/g und Kakaopulver sogar bis zu 26 mg/g enthalten. Durch den Verzehr einer 100g-Tafel Bitterschokolade wären kleinere Hunderassen sowie Welpen und Junghunde aller Rassen lebensbedrohlich gefährdet, bei einem Chihuahua reicht bereits die Hälfte. Unter Umständen können auch wesentlich geringere Mengen Theobromin zum Tod oder zu erheblichen Vergiftungserscheinungen führen. Mögliche Symptome einer Schokoladenvergiftung sind Hyperaktivität, Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Durchfall und Fieber.

Was soll ich tun, wenn mein Hund Schokolade gefressen hat?

Wenn der Hund eine größere Menge Schokolade gefressen hat, sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Je nachdem wie lange der Schokoladenverzehr zurück liegt und wie akut der Tierarzt die Lage einschätzt, wird er dem Hund ein Emetikum, also ein „Brechmittel“ oder Aktivkohle verabreichen, um die Resorption der Schokolade zu reduzieren. Sollten bereits Vergiftungserscheinungen aufgetreten sein, greift der Tierarzt für gewöhnlich zusätzlich auf eine Infusion und kreislaufstabilisierende Medikamente zurück.

Beschränkt sich der Schokoladenkonsum auf wenige Stückchen, sollte man nicht gleich in Panik geraten, sondern den Vierbeiner zunächst beobachten. In der Regel verläuft ein einmaliger, geringer Verzehr für die meisten Hunde unproblematisch. Trotzdem sollte Schokolade niemals bewusst und schon gar nicht regelmäßig gefüttert werden, denn langfristig können auch kleine Mengen Theobromin zu chronischen Beschwerden wie zum Beispiel Herzerkrankungen führen.

Dürfen Hunde Nüsse und Rosinen fressen?

Lebensbedrohliche Vergiftungen können nicht nur durch Schokolade verursacht werden. Auch die im Weihnachtsgebäck reichlich vorhandenen Rosinen und Nüsse sind für Hunde hochgradig gefährlich. Die Fütterung von Rosinen oder Weintrauben kann zu Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lethargie, Durchfall, Bauchschmerzen bis hin zu Nierenversagen führen. Nüsse können ebenfalls die Gesundheit des Hundes beeinträchtigen. So schädigt beispielsweise die Macadamianuss Magen und Darm des Hundes und führt zu Muskel- und Nervenproblemen. Zusätzlich ist der hohe Phosphorgehalt der Hülsenfrüchte problematisch. Frische Walnüsse sollten besonders gemieden werden, weil diese von einem Schimmelpilz befallen sein können, der für den Hund tödliche Toxine bilden kann. Deshalb gehören neben Schokolade auch keine Nüsse und Rosinen auf den Speiseplan eines Caniden.

Damit euer Vierbeiner in der Adventszeit nicht unbeteiligt zusehen muss, wie die Familie genüsslich Rosinenstollen und Schoko-Nussplätzchen verzehrt, könnt ihr ihn mit maßgeschneidertem Futter von futalis verwöhnen. Das individuell angepasste und optimierte Hundefutter bringt den Hund nicht nur fit und gesund durch die Vorweihnachtszeit, sondern durch das gesamte Jahr.

Euer Team von futalis



[1]: Kovalkovičová, Šutiaková, Pistl, Šutiak (2009). ”Some food toxic for pets”. Interdiscip Toxicol. 2(3): 169–176.