Wasserbedarf Hund

Nicht nur wir Menschen sollten jeden Tag ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen, ein ausgewachsener Hund benötigt 40 bis 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Was viele Hundebesitzer unterschätzen: Für Hunde ist die Wasserversorgung nicht nur ein enorm wichtiger Bestandteil in der Ernährung. Wasser gilt als der wichtigste Nährstoff.

Wasser erfüllt wichtige Funktionen im Körper des Hundes

Denn Wasser hat viele Funktionen: Es ist unentbehrlich für die Lösung der Futterbestandteile im Verdauungstrakt. Es ist zuständig für den Transport der Nährstoffe aus dem Darm über die Blutbahn zu den Geweben. Außerdem ist es verantwortlich für den Zellstoffwechsel und für die Ausscheidung von harnpflichtigen Stoffen über die Nieren. Und zu guter Letzt regelt es noch die Körpertemperatur.


Der Wasserbedarf ist abhängig von verschiedenen Faktoren

Wie viel Wasser ein Hund braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Bedarf ergibt sich aus der Differenz des Wasserverlustes einerseits und der neu aufgenommenen Flüssigkeit andererseits. Wasser wird über Urin, Kot, Atmung, Schweiß und gegebenenfalls Milch, wenn eine Hündin säugt, ausgeschieden.



Der Bedarf an Wasser wird zum Teil durch das Verbrennen von Nährstoffen im Stoffwechsel, sowie durchs Futter gedeckt. Der Rest muss durch Trinkwasser aufgenommen werden. Wie viel benötigt wird, hängt zum Beispiel neben Jahreszeit und Aktivitätsgrad auch vom Feuchtigkeitsgehalt des Futters ab. So muss der Hund bei der Fütterung von Trockenfutter den größten Teil seines Bedarfs an Wasser über Trinkwasser zu sich nehmen - bei Feuchtfutter wird dreiviertel des Bedarfs an Flüssigkeit automatisch abgedeckt. Ist das Futter besonders salzig, trinken die Hunde mehr.



Sauberes Wasser sollte jederzeit verfügbar sein

Hund am Wasser - unterwegs trinken

Jeder Hund sollte stets Wasser zur freien Verfügung haben. Die meisten trinken ein bis zwei Stunden nach dem Fressen, um das durch die Verdauung verlorene Wasser zu ersetzen. In dieser Zeit muss frisches Trinkwasser bereitstehen, ansonsten bedient sich das Tier anderer Wasserquellen. Viele Tümpel, Pfützen und Teiche beherbergen zahlreiche Erreger. Gerade Gartenteiche sind oft wahre Brutstätten für Bakterien. Auf längeren Spaziergängen bietet es sich an, sauberes Wasser von Zuhause mitzunehmen. Dafür eignet sich entweder eine Flasche und ein Wassernapf, oder spezielle Lösungen aus dem Fachhandel.

Im Wassernapf sollte das Wasser übrigens Raumtemperatur besitzen. Ist es zu kalt, wird der Magen gereizt und kann zu Erbrechen oder Durchfall führen. Ist bekannt, dass die örtliche Leitungswasserqualität unzureichend ist, sollte man zu stillem Mineralwasser greifen.

Generell gilt: Wassernäpfe müssen regelmäßig gesäubert werden, da sich in der Feuchtigkeit gerne Keime und Krankheitserreger ansammeln. Nach dem Säubern mit Spülmittel oder Essigessenz muss der Napf gründlich mit klarem Wasser ausgespült werden, damit sich Rückstände und Gerüche verflüchtigen.

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