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Präbiotika und Probiotika für eine gesunde Darmflora bei Hunden

Ist die Darmgesundheit aus dem Gleichgewicht geraten, äußert sich dies bei Hunden häufig in Durchfall, verändertem Kotaufkommen und vermehrten Darmgasen. Prä- und Probiotika helfen dabei, Verdauungsprobleme dieser Art zu verhindern und haben einen positiven Einfluss auf die Darmflora des Hundes.

Funktionen der Darmflora

Die Gesamtheit der im Darm vorkommenden Mikroorganismen bildet die so genannte Darmflora. Dort ist eine Vielzahl nützlicher Bakterien angesiedelt. Auch Pilze und verwandte Organismen zählen dazu. Diese Mikroorganismen leisten einen wichtigen Beitrag für die Verdauung des Hundes. Im Dickdarm bauen sie Stoffe ab, die von den körpereigenen Enzymen nicht aufgespalten werden können. Zudem schützt die Darmflora den Körper vor krank machenden Keimen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Darüber hinaus bildet sie Vitamin B12 und Folsäure, die für die Ernährung benötigt werden.

Prä- und Probiotika für Hunde

Präbiotika und Probiotika für Hunde

Um die Darmflora des Hundes zu unterstützen, greifen einige Hundehalter auf Prä- und Probiotika zurück. Probiotika können als Ergänzungsfuttermittel über die Hundenahrung zugeführt werden. Dabei handelt es sich in der Regel um „lebende Kulturen“ von Laktobazillen und Enterobakterien. Ihnen wird ein positiver Einfluss auf das Darmmilieu nachgesagt, der tatsächliche Erfolg ist in der Hundeernährung jedoch noch umstritten.

Präbiotika zeichnet eine andere Funktionsweise aus. Sie enthalten bestimmte Kohlenhydrate oder Faserstoffe, die zwar vom Hund selbst nicht verdaut werden können, jedoch bakteriell fermentiert werden, also den im Darm bereits vorhandenen Bakterien als Nahrung dienen. Bewährte Präbiotika sind beispielsweise das Inulin aus der Chicoréewurzel und Pektine, die in Möhren, Äpfeln und Zuckerrüben enthalten sind. Äpfel und Zuckerrüben sollten in der Hundeernährung aufgrund ihres hohen Zuckergehalts lediglich als „Trester“ beziehungsweise „Schnitzel“ Verwendung finden, denen der Zucker bereits entzogen wurde.

Schädigende Einflüsse auf die Darmflora des Hundes

Das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora ist an die Nahrung des Hundes angepasst. Eine plötzliche Futterumstellung kann dieses Gleichgewicht stören und dafür sorgen, dass sich krank machende Bakterien und Pilze vermehren. Es entsteht also eine bakterielle Überbevölkerung, beziehungsweise eine so genannte Dysbiose. Eine häufige Ursache ist die Verfütterung von laktosehaltigen Milchprodukten oder einer großen Menge anderer Kohlenhydrate wie zum Beispiel Stärke. Diese führen zu einer verstärkten Bildung von Milchsäure im Darm und somit einen Abfall des pH-Wertes. Ein säuerlicher Durchfall ist die Folge.

Auch zu viel schwer verdauliches Eiweiß beziehungsweise ein zu hoher Eiweißgehalt im Hundefutter haben einen negativen Einfluss auf die Darmflora. Beides fördert proteinspaltende Bakterien im Darm, welche Giftstoffe bilden und gasförmiges Ammoniak im Darm freisetzen. Bestehende Erkrankungen können die Darmgesundheit ebenfalls beeinträchtigen. So gelangen beispielsweise bei einer Pankreasinsuffizienz vermehrt unverdaute Futterbestandteile in den Darm und sorgen dort für eine Verschiebung des Gleichgewichts der Darmflora. Auch Futtermittelunverträglichkeiten und ein geschwächtes Immunsystem können die Darmflora beeinträchtigen.

Symptome einer Dysbiose

Zu den gängigsten Symptomen einer Dysbiose zählen Verdauungsstörungen in Form von säuerlichem oder übelriechendem Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Durch die veränderte Darmflora kann es zu einem Mangel an Nährstoffen, Spurenelementen und Vitaminen kommen. Dies kann das Immunsystem beeinträchtigen und sich in Hautveränderungen oder Gewichtsverlust äußern.

Unterstützende Maßnahmen

Leidet ein Hund bereits an Verdauungsproblemen als Folge einer gestörten Darmflora, hilft eine spezielle Diät aus proteinreduziertem und hochverdaulichem Futter. Eine Zufütterung der Vitamine A, E und B12 ist empfehlenswert und sollte in zwei- bis dreifacher Menge im Vergleich zum normalen Bedarf erfolgen. Auch Prä- und Probiotika können zur Genesung beitragen, in einigen Fällen hilft allerdings lediglich eine Antibiotika-Therapie.

Damit es gar nicht erst zu einer Schädigung der Darmflora kommt, sollten Futterumstellungen langsam erfolgen. Mindestens vier Tage sollte eine Umstellung andauern. Dabei wird an jedem Tag eine geringere Menge des alten Futters mit einer ansteigenden Menge des neuen Futters gemischt verfüttert. Somit hat die Darmflora genügend Zeit, sich an die Zusammensetzung des neuen Futters zu gewöhnen.

Rohstoffe, auf die der Hund empfindlich oder allergisch reagiert, sollten ebenso wie Milchprodukte gemieden werden. Kohlenhydrate werden zwar vom Körper benötigt, dürfen allerdings nur in einer begrenzten Menge im Hundefutter enthalten sein. Als Energiequelle sind gut verträgliche Rohstoffe wie Süßkartoffeln oder Reis zu bevorzugen. Die Proteinmenge sollte auf den individuellen Bedarf des Hundes abgestimmt sein. Gut verträgliche Eiweißlieferanten sind Geflügel- oder Schweinefleisch und Eier. Vorbeugend können Probiotika zugefüttert werden. Effektiver wirken jedoch Präbiotika, die die besondere Hunde-Darmflora unterstützen. Beliebt ist eine Vermischung des Futters mit rohen, geraspelten Möhren. Ungeraspelt können die Faserstoffe im Darmtrakt nur schwer freigesetzt werden.

Zu beachten ist hierbei jedoch, dass jegliche zusätzliche Futtergabe eine Nährstoffverschiebung in der Gesamtration bewirkt. Idealerweise sollten Möhren deshalb bereits im Futter enthalten sein. Der erhöhte Faseranteil regt zugleich die Verdauungsbewegung des Darmes an und wirkt sich damit positiv auf die Verdauung des Hundes aus.

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