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futalis Ernährungskonzept

Hund trinkt viel - Was steckt dahinter?

Dass Hunde täglich frisches Wasser brauchen, um regelmäßig ihren Durst zu stillen, ist nichts Neues. Dabei kann es aber auffallen, dass der Hund eine größere Menge Flüssigkeit zu sich nimmt, als er es sonst tut. In diesem Text lesen Sie, welche Ursachen es haben kann, wenn Ihr Hund plötzlich mehr trinkt.


Nicht immer ein Grund zur Sorge

Trinkt der Hund mal mehr als sonst, muss dies nicht zwingend immer Grund zur Sorge geben. An einem warmen Tag oder nach einer gesteigerten körperlichen Aktivität, ist es völlig normal, dass ein Hund erhöhten Durst hat. Zudem ist die Trinkmenge auch abhängig von der Fütterungsform. Bei der Nassfütterung sowie auch beim Barfen ist der darin befindliche Wassergehalt naturgemäß bereits sehr hoch, sodass ein Hund verhältnismäßig weniger Wasser zusätzlich trinken wird, als er es nach der Aufnahme von Trockenfutter macht.

Hund trinkt viel

Lange Zeit meist unbemerkt - Wann zum Tierarzt?

Oftmals fällt der erhöhte Durst dem Hundebesitzer lange Zeit nicht auf. Erst bei den sichtbaren Folgen der vermehrten Wasseraufnahme hat er in der Regel die Vermutung, dass etwas mit dem Hund nicht stimmt. Zum Beispiel muss der Hund übermäßig oft und lange urinieren, drängelt immer öfter rauszugehen oder ist plötzlich nicht mehr stubenrein. Bemerkt man eine Zunahme der Trinkmenge bei seinem Hund, sollte mit dem Tier unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, da auch ernsthafte Erkrankungen hinter dem starken Durst stecken können. Um die Ursachenfindung zu erleichtern, ist es empfehlenswert, die vom Hund täglich aufgenommene Trinkmenge zu messen. Dieser Wert kann dem Tierarzt schon Rückschlüsse liefern, ob der Hund tatsächlich stark erhöhte Wassermengen zu sich nimmt und welche Erkrankungen für dieses Verhalten in Frage kommen können. Dennoch werden auch weitere Untersuchungen wie Blut-, Harn-, Röntgen- oder gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen unerlässlich sein, um eine Diagnose stellen zu können.


Auch ernstzunehmende Erkrankungen als Ursache

Die Reihe an möglichen Erkrankungen, die hinter dem erhöhten Durst stecken, ist lang. Zum einen ist es für diabeteskranke Hunde typisch, dass sie eine gesteigerte Wasseraufnahme zeigen. Aber auch eine Gebärmutterentzündung der Hündin, die einen absoluten medizinischen Notfall darstellt, kann sich auf diese Weise äußern. Bei dieser auch als Pyometra bezeichneten Erkrankung treten die Symptome in der Regel einige Wochen nach der letzten Läufigkeit auf.

Eine weitere Ursache für ein gesteigertes Durstgefühl stellt eine Blasenentzündung dar. Diese sollte in jedem Fall durch einen Tierarzt medizinisch behandelt werden, um ein Aufsteigen der Bakterien in die Nieren zu verhindern. Nach der erfolgreichen Behandlung einer Blasenentzündung verschwinden in der Regel auch die Symptome, inklusive der erhöhten Trinkmenge, innerhalb einer Woche.

Die wichtigste Ursache für eine vermehrte Wasseraufnahme sind allerdings Nierenerkrankungen. Diese können von bakteriellen Nierenentzündungen, wie sie beispielsweise durch Leptospiren hervorgerufen werden, ausgelöst werden.

Belgischer Schäferhund im Bett

Für eine chronische Nierenerkrankung lässt sich jedoch in der Regel keine Ursache mehr ermitteln. Sind die Nieren krank, sind sie nicht mehr in der Lage, den Harn zu konzentrieren, dadurch scheidet das Tier vermehrt Wasser aus. Als Folge trinken betroffene Hunde auffallend viel und haben einen gesteigerten Harndrang. Auffallend ist auch, dass der Urin dabei sehr hell bis komplett klar erscheint.

Da sowohl Nierenerkrankungen als auch alle weiteren genannten Krankheiten sehr ernste und zum Teil lebensbedrohliche Zustände darstellen, ist es generell sehr wichtig, den Hund ausreichend zu beobachten, um rechtzeitig festzustellen, wenn sich an seinem Verhalten etwas ändert.


Erkrankungen, die Durst verursachen



Diätetische Therapie bei nierenbedingt erhöhter Wasseraufnahme

Liegt der Grund der gesteigerten Wasseraufnahme in einer Erkrankung der Nieren, sollten auch diätetische Maßnahmen ergriffen werden, um den Hund bestmöglich zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, das Futter optimal an die nun veränderten Ansprüche des Hundes anzupassen.

Die Nieren sind ein Entgiftungsorgan. Sind sie in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt, können sie die Stoffwechselprodukte nicht optimal ausscheiden. Dies äußert sich unter anderem dadurch, dass sie nicht mehr in der Lage sind, den Urin zu konzentrieren. Um die Nieren zu entlasten, ist es daher wichtig, die entstehenden Abbauprodukte möglichst gering zu halten. Dies erreicht man, indem die Zufuhr an Proteinen und damit der Fleischanteil in der Ration reduziert werden. Das schließt auch mit ein, dass möglichst keine Rinderhautknochen oder Ochsenziemer verfüttert werden sollten, da sie sehr proteinreich sind und außerdem durch den sehr hohen Bindegewebsanteil nur schwer verdaut werden können.

Es empfiehlt sich zudem, fermentierbare Fasern der Ration hinzuzufügen. Durch den dadurch veränderten pH-Wert wird auch die Aufnahme gefährlicher Proteinabbauprodukte reduziert. Außerdem sollten im Futter auch nur geringe Mengen Natrium sowie Phosphor enthalten sein, da deren Ausscheidung bei nierenkranken Hunden gestört ist. Es ist zudem notwendig, die Zufuhr an Vitaminen zu erhöhen und bedarfsgerecht zu gestalten, da durch den vermehrten Harndrang auch die wasserlöslichen Vitamine aus dem Körper geschwemmt werden.


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