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Belgischer Schäferhund - Krankheiten

"Belgischer Schäferhund" ist eine Sammelbezeichnung für die Rassen "Malinois", "Tervueren", "Groenendael" und "Laekenois". Ihre Vorfahren wurden im 18. Jahrhundert für das Hüten von Schafen auf engen Feldwegen oder Äckern genutzt/gezüchtet. Später wurde der Belgische Schäferhund vermehrt ein Gebrauchs- und Sporthund für die Wasser-, Feld- oder Fährtenarbeit und den Ringsport.
Heute werden Malinois und Lakenois aufgrund ihrer Intelligenz und Lernbereitschaft gerne als Diensthunde geführt. Man findet sie auch als Rettungs-, Schutz-, oder Sporthunde. Den Groenendael sieht man oft als Sporthund, im Agility oder Turnierhundesport. Ebenso der Tervueren, der auch als Behindertenbegleithund und Blindenhund Verwendung findet.

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Prädispositionen für ernährungsrelevante Krankheiten

Obwohl Belgische Schäferhunde bevorzugt für sportliche Aktivitäten und als Gebrauchshunde eingesetzt werden, weisen sie ein vermehrtes Risiko für verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates auf. Um die Hunde lange gesund und aktiv zu halten, sollten daher auch einige Aspekte bei der Ernährung beachtet werden.

Spondylose (Wirbelsäulenzubildungen)

Beim Belgischen Schäferhund zeigt sich gelegentlich das Krankheitsbild der Spondylose, welches durch eine Zubildung von Knochengewebe an der Wirbelsäule und dem Abbau von elastischem Gewebe wie Bändern gekennzeichnet ist. Hierbei kann die gesamte Wirbelsäule oder nur ein Teil betroffen sein (Levine et al. 2006). Die Ursachen für die Entstehung dieser Krankheit liegen einerseits in genetischen Vorbelastungen und andererseits in Umwelt bedingten Faktoren. So begünstigen sehr starke Belastungen - welche oft bei Belgischen Schäferhunden vorkommen, die als Diensthunde geführt werden - und Übergewicht ebenfalls das Entstehen von Spondylosen. Betroffene Hunde zeigen Schmerzen in der Wirbelsäule, Lähmungserscheinungen und Gangbildveränderungen, bis hin zur Versteifung der Wirbelsäule.

Bei diesem Krankheitsbild ist die Ernährung zwar nicht der entscheidende Faktor, das Futter kann allerdings unterstützen. So kann durch eine optimierte Energiezufuhr Übergewicht vermieden werden oder bereits bestehendes Übergewicht durch ein spezielles Diätfuttermittel angegangen werden.Zudem sollte man auf die Kotkonsistenz achten, um Schmerzen beim Kotabsatz zu vermeiden.


Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogengelenksdysplasie (ED)

Grundsätzlich zeigt sich bei einer Hüftgelenksdysplasie beim Belgischen Schäferhund, dass Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne nicht passgenau ineinander greifen. Die Veränderungen des Hüftgelenks können hierbei ein- oder beidseitig auftreten und sich in verschiedenen Schweregraden zeigen.
Sind die Hunde erkrankt, zeigen sich oft Symptome wie vermehrtes Ruhebedürfnis (vor allem bei jungen Tieren), Lahmheit oder Schmerzen im Hüftgelenk.

Wenn junge Belgische Schäferhunde oft nach dem Aufstehen lahmen, sich aber mit der Zeit "einlaufen", Schmerzen im Ellenbogengelenk, Kraftverluste auf der Vorderhand oder Probleme vor allem bei schnellen Wendungen oder Sprüngen zeigen, besteht ein Verdacht der Ellenbogendysplasie. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, die in unterschiedlichen Formen beim Schäferhund auftreten kann, zum Beispiel als Osteochondrosis dissecans, kurz OCD. Mögliche andere Formen sind ein gebrochener Processus coronideus oder ein isolierter Processus anconeus. Bei allen Ausprägungen zeigt sich das Problem, dass der Knorpel in der Wachstumsphase nicht richtig verknöchert, sich möglicherweise ablöst und als "Gelenkmaus" im Gelenk verbleibt. Dies verursacht Schmerzen und Entzündungen, sowie Arthrosen als Spätfolge.

Das erhöhte Risiko des Belgischen Schäferhundes für diese Erkrankungen beruht einerseits auf erblichen Komponenten, und kann andererseits durch Umwelteinflüsse beeinflusst werden (Bockstahler et al. 2007). So hat sich gezeigt, dass Futterzusätze mit einem hohen Gehalt an Vitamin D, Vitamin C und Calcium die Ausprägung von HD beim Belgischen Schäferhund verstärken können. Auch Übergewicht, beispielsweise durch ein zu hohes Futterangebot oder zu energiereiches Futter verursacht, sowie zu viel Belastung im Junghundealter sind Faktoren, die eine Rolle bei der Entwicklung von Hüft- und Ellenbogengelenksdysplasie des Schäferhundes spielen.

Um die Entstehung der Erkrankung beim Belgischen Schäferhund zu vermeiden oder Symptome zu lindern, ist ein Futter mit optimal abgestimmtem Energiegehalt empfehlenswert. So wird einerseits ein gesundes Junghundewachstum garantiert als auch später Übergewicht vermieden. Zusätzlich sollte die Ernährung des Belgischen Schäferhundes mit erhöhtem Risiko für HD weder einen Nährstoffmangel, noch einen Nährstoffüberschuss aufweisen, insbesondere ist hierbei auf den Calcium- und Phosphorgehalt im Futter zu achten (Anderson 2011).

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Quellen:

J Am Vet Med Assoc. 2006 Jan 1;228(1):96-100.
Evaluation of the association between spondylosis deformans and clinical signs of intervertebral disk disease in dogs: 172 cases (1999-2000).
Levine GJ, Levine JM, Walker MA, Pool RR, Fosgate GT.

Am J Vet Res. 2007 Mar;68(3):271-6.
Influence of borderline hip dysplasia on joint kinematics of clinically sound Belgian Shepherd dogs.
Bockstahler BA, Henninger W, Müller M, Mayrhofer E, Peham C, Podbregar I.
Source

J Small Anim Pract. 2011 Apr;52(4):182-9. doi: 10.1111/j.1748-5827.2011.01049.x.
Treatment of hip dysplasia.
Anderson A.