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Deutscher Boxer Krankheiten

Der Vorfahr des Deutschen Boxers, der Bullenbeißer, wurde im Mittelalter an deutschen Fürstenhöfen zur Jagd auf wehrhaftes Wild, wie Bären und Wildschweine, gezüchtet und eingesetzt. Durch einkreuzen des Bulldogs im 19. Jhd. entstand der Deutsche Boxer in seinem heutigen Erscheinungsbild. Nachdem er nicht mehr für die Jagd eingesetzt wurde, nutzte man ihn als Diensthund.
Heutzutage hat der Boxer vielfältige Aufgaben, ob als Familien- und Begleithund, als Wach- oder Sporthund, aber auch wieder für die Jagd als Fährtensucher. Er eignet sich auch besonders gut als Rettungshund. Das Wesen des Deutschen Boxers kann man mit selbstbewusst, ausgeglichen und ruhig beschreiben.

Deutscher Boxer Futter für rassespezifische Krankheiten

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Prädispositionen für ernährungsrelevante Erkrankungen

Boxerkardiomyopathie (Dilatative Kardiomyopathie)

Ca. 3,4 % der Deutschen Boxer sind von dieser Erkrankung betroffen. Es handelt sich hierbei um eine schnell fortschreitende Erkrankung des Herzmuskels, wobei es zu einer Vergrößerung der Herzkammern und einer verminderten Kontraktionskraft des Herzens kommt. Die Ursachen sind vielfältig. Es spielen sowohl genetische Komponenten, als auch nutritive (futterbedingte), endokrine, toxische oder entzündliche Faktoren eine Rolle (Palermo et al. 2011). Im Verlauf der Krankheit treten ventrikuläre Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen), Synkopen (Ohnmacht) und im schlimmsten Fall ein plötzlicher Herztod auf.

Für betroffene Boxer sollte ein Diätfuttermittel zur Unterstützung der Herzfunktion eingesetzt werden, welches zusätzlich Taurin und L-Carnitin beinhaltet. Allerdings kann die Diätetik allein eine tierärztliche Behandlung dieser Erkrankung in keinem Fall ersetzen, sondern dient der therapiebegleitenden Unterstützung.


Osteochondrosis dissecans (OCD)

Diese Erkrankung betrifft meistens das Schultergelenk. Unter OCD versteht man eine Entwicklungsstörung des Skeletts, vor allem bei großen und schnellwachsenden Hunden, wie dem Deutschen Boxer. Im Speziellen ist der Gelenkknorpel von einer Wachstumsstörung betroffen. Dabei löst sich ein Teil des Knorpels mitsamt darunterliegendem Knochengewebe ab. Dies behindert dann den gesamten Bewegungsablauf. Die ersten Anzeichen werden beim Boxer vorwiegend im Alter zwischen 5 und 12 Monaten sichtbar. Der Besitzer kann zunächst ein unsauberes Gangbild bis hin zu schweren Lahmheiten beobachten. Das Gelenk ist durch Entzündungen vermehrt gefüllt und der Hund hat mehr oder weniger starke Schmerzen.

Die Ursachen für diese Erkrankung sind multifaktoriell. Nachgewiesen wurden erbliche und futterbedingte Komponenten, sowie hormonelle Imbalancen. Auch Traumata können eine OCD beim Deutschen Boxer auslösen.

Gerade während des Wachstums muss daher beim Boxer besonders auf die Kalzium-, Energie- und Vitaminzufuhr im Futter geachtet werden, da sich der Bedarf ständig verändert. Sowohl Über-, also auch Unterversorgung können in dieser sensiblen Phase zu schwerwiegenden Problemen, wie der OCD führen. Durch die Anpassung des Futters an jede einzelne Lebensphase kann der OCD des Boxers effektiv vorgebeugt werden (Richardson und Zentek 2011).


Gastrointestinale Störungen

Studien haben gezeigt, dass Deutsche Boxer relativ häufig von gastrointestinalen Problemen wie zum Beispiel der inflammatory bowel disease (IBD), einer chronischen Darmentzündung ähnlich des Morbus Crohn beim Menschen, betroffen sind (Kathrani et al. 2011). Als Ursache werden genetische Prädispositionen, spezielle Erreger (Bakterien, Viren) und immunologische Ursachen diskutiert. Betroffene Boxer zeigen wiederkehrende Durchfälle und/oder Erbrechen und dadurch bedingt ein abnehmendes Körpergewicht.

Boxer mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt müssen ein genau auf die Bedürfnisse angepasstes Futter erhalten. Sinnvoll ist ein leichtverdauliches Futter auf Basis singulärer Protein- und Kohlenhydratquellen in Kombination mit präbiotisch wirksamen Inhaltsstoffen, um die Darmgesundheit des Deutschen Boxers zu unterstützen und Symptome zu lindern (Hickman 1998).



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Quellen:

J Vet Cardiol. 2011 Mar;13(1):45-55.
Cardiomyopathy in Boxer dogs: a retrospective study of the clinical presentation, diagnostic findings and survival.
Palermo V, Stafford Johnson MJ, Sala E, Brambilla PG, Martin MW.

Vet Clin North Am Small Anim Pract. 1998 Jan;28(1):115-35.
Nutrition and osteochondrosis.
Richardson DC, Zentek J.

Vet Rec. 2011 Dec 10;169(24):635. Epub 2011 Sep 6.
Canine breeds at high risk of developing inflammatory bowel disease in the south-eastern UK.
Kathrani A, Werling D, Allenspach K.

Clin Tech Small Anim Pract. 1998 Nov;13(4):211-6.
Interventional nutrition for gastrointestinal disease.
Hickman MA.