Persönliche Beratung: 0341 39 29 879-0 (Mo - Fr von 8 -18 Uhr) Futter deutschlandweit kostenloser Versand
Header 1



futalis Ernährungskonzept

Wie werden Harnsteine behandelt? Therapie und Prophylaxe

Die Behandlung der Harnsteine erfolgt medikamentös, chirurgisch oder über die Ernährung. Die Ernährung kann dabei eine behandelnde und auch vorbeugende Rolle einnehmen. Zunächst muss jedoch bestimmt werden, um welche Art von Harnsteinen es sich handelt. Nur so können die richtigen Maßnahmen gewählt und angepasst werden, um die Steine zu entfernen und neuen Steinen vorzubeugen.


Behandlung von Harnsteinen durch chirurgische Maßnahmen

Chirurgische Maßnahmen können z. B. das Ausspülen oder die Operation der Harnsteine sein. Durch Legen eines Katheters in die Blase werden kleine Steine ausgespült. Können die Steine nicht ausgespült werden, so müssen sie durch eine Operation entfernt werden. Bestimmte Medikamente sind in der Lage manche Harnsteine durch Veränderung des pH-Werts des Urins in der Blase aufzulösen.


Behandlung von Harnsteinen über die Ernährung

Flüssigkeitszufuhr bei Harnsteinen erhöhen

Die Behandlung von Harnsteinen über die Ernährung des Hundes folgt nach drei Prinzipien:

» Die Zufuhr der harnsteinbildenden Substanzen verringern.

» Die Konzentration der steinbildenden Substanzen im Harn reduzieren.

» Die Stoffe im Harn besser löslich machen.

Der erste Schritt hierzu ist immer die Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr. Da der Hund nicht zwangsläufig mehr trinkt, wenn man ihm mehr Wasser anbietet, ist es am einfachsten, das Futter zu wässern. Nassfutter hat den Vorteil, dass es bereits einen sehr hohen Anteil an Flüssigkeit aufweist, aber auch trockenem Futter kann man im Verhältnis von drei Teilen Wasser zu einem Teil Hundefutter die richtige Menge Wasser hinzufügen. Eine Erhöhung des Natriumgehaltes der Nahrung kann ebenso zu einer erhöhten Wasseraufnahme führen.


Die Arten von Harnstein und die Anpassung der Ernährung

Je nach Art der Harnsteine sind folgende Anpassungen durchzuführen:

Struvit

Die chemische Bezeichnung von Struvit ist Ammoniummagnesiumphosphat. Der Name zeigt, dass Ammonium, Magnesium und Phosphor enthalten sind, die Steine bestehen also aus diesen Stoffen. Daher ist die Versorgung mit Magnesium und Phosphor zu verringern. Ammonium ist ein Stoffwechselprodukt aus dem Proteinstoffwechsel. Aus diesem Grund sollte ebenso die Eiweißversorgung verringert und auf den tatsächlichen Bedarf des Hundes angepasst werden. In einigen Futtermitteln ist der Gehalt an Mineralstoffen unnötig hoch und leistet der Kristallbildung auf diese Weise Vorschub. Eine Anpassung des Futters an die individuellen Bedürfnisse des Hundes kann der Entstehung der Steine vorbeugen. Der pH-Wert des Urins sollte zusätzlich im sauren Bereich liegen.

Kalziumoxalat

Auch Calciumoxalat genannt, ist ein Salz der Oxalsäure. Hier muss die Versorgung mit Kalzium und Vitamin D auf den tatsächlichen Bedarf des Tieres verringert werden. Weiter sind oxalsäurereiche Futtermittel wie Gemüse zu vermeiden. Aber auch bindegewebsreiche Eiweißquellen wie Schlachtabfälle sollten umgangen werden, weil deren Verstoffwechselung ebenso Oxalate hervorbringt. Daher ist es wichtig, den genauen Eiweißbedarf des Hundes festzustellen und auf qualitativ hochwertige Proteinquellen umzustellen. Durch die Verringerung der Kalzium- und Oxalsäurezufuhr kann der Steinbildung entgegengewirkt werden. Der pH-Wert sollte in einem neutralen bis leicht alkalischen Bereich liegen.

Cystinsteine

Da Cystinsteine vor allem auf Grund genetischer Disposition der jeweiligen Rasse auftreten und immer eine Operation erfordern, ist eine Behandlung über die Ernährung schwierig. Es ist zu empfehlen, den Eiweißgehalt des Hundefutters auf den tatsächlichen Bedarf zu reduzieren. Weiterhin sollten bestimmte cystinreiche Eiweißquellen (z. B. Eier) ausgeschlossen werden. Der pH-Wert sollte im neutralen Bereich liegen.

Urat

Urate sind Salze der Harnsäure und entstehen aus Reaktionen der Harnsäure mit anderen Stoffen. Im Fall von Uratsteinen ist übermäßig viel Harnsäure vorhanden. Sie ist das Stoffwechselprodukt des Purinstoffwechsels. Uratsteine kommen vor allem bei Dalmatinern vor. Eine purinarme Diät kann das Auftreten und die erneute Bildung von Uratsteinen vermindern. Aus diesem Grund sollte die Aufnahme von purinreichen Proteinquellen verringert werden. Futtermittel wie Innereien und Fische wie Sardinen und Sardellen sind als Proteinquellen zu meiden. Stattdessen ist die Zufuhr von Proteinen über Ei- und Milchprodukte zu empfehlen. Der Harn sollte einen leicht alkalischen pH-Wert aufweisen.

Silikat

Silikate sind die Salze der Kieselsäure. Diese Steine kommen nur selten vor. Ihnen kann durch Vermeidung kieselsäurehaltiger Futtermittel wie Gemüse, Sojaschalen und Reisfuttermehl vorgebeugt werden.

Die Ernährung nimmt bei Harnsteinen eine wichtige Rolle ein. Mit einem angepassten Hundefutter, welches weniger harnsteinbildende Stoffe enthält, kann bestimmten Harnsteinen vorgebeugt werden.


↓ Ursachen und Symptome bei Harnsteinen


Zum Futterkonfigurator ↓