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Magendrehung - Erste Hilfe und Vorbeugung

Im Fall einer Magendrehung Hilfe leisten

Bemerkt der Hundebesitzer Symptome einer Magendrehung, ist eine sofortige Reaktion unabdingbar. Treten plötzlich starke Unruhe oder Würgen auf und bläht sich der Bauch des Hundes auf, sollte sofort ein Tierarzt konsultiert werden. Für solche Notfälle ist es ratsam, die Telefonnummer des Tierarztes im Handy griffbereit zu haben. Dieser sollte bereits vor dem Weg in die Praxis telefonisch kontaktiert werden, damit weitere Untersuchungen und eine eventuelle Operation vorbereitet werden können. Da einige Tierärzte für solche Operationen nicht eingerichtet sind, sollte der Weg zur nächsten Tierklinik bekannt sein, um sich auch dort telefonisch anzumelden. Vor Ort wird der Tierarzt zunächst die Diagnose Magendrehung sichern, hierzu ist zum Teil eine Röntgenaufnahme notwendig. Anschließend wird das Ziel sein, den Magen zu entgasen. Dies kann durch einen kleinen Schlauch erfolgen, der über das Maul in den Magen vorgeschoben wird, oder der Magen wird von außen über die Bauchwand mit einer Kanüle punktiert. Dreht sich der Magen hierauf nicht zurück, wird er in einer Operation wieder in die korrekte Position verbracht und dort fixiert. Häufig führt die bestehende Magendrehung auch zu Kreislaufproblemen, Magenwandschäden oder Herzversagen. Daher benötigt der Hund zusätzliche therapeutische Maßnahmen, wie Infusionen und Herzmedikamente.

Generell gilt: Je eher eine Magendrehung erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose.


Einer Magendrehung vorbeugen

Prinzipiell ist es ratsam, die tägliche Ration auf mindestens drei kleinere Mahlzeiten zu verteilen. Darauf sollte besonders bei genetisch vorbelasteten Rassen geachtet werden. Hatte ein Hund bereits eine Magendrehung, kann die Tagesration sogar auf sechs Mahlzeiten aufgeteilt werden. Zudem empfiehlt es sich, das Trockenfutter vor der Fütterung mit etwas Wasser aufzuweichen, um das Aufquellen im Magen zu verhindern.

Für Hunde, die bei der Nahrungsaufnahme hastig fressen, gibt es spezielle „Anti-Schling-Näpfe“. Durch ihre Form wird das Futter langsamer aufgenommen. Auch Futterspielzeuge sind dafür geeignet, da sie den Hund nicht nur geistig auslasten, sondern auch nur kleine Futtermengen auf einmal freigeben. Übermäßiges Rennen, ausgelassene Spiele und Wälzen auf dem Rücken sollten nach der Futtergabe vermieden werden, um das Risiko einer Magendrehung gering zu halten.

Ebenso ist auf eine optimale Futterzusammenstellung zu achten. Da ein Kalziumüberschuss eine Magendrehung begünstigen kann [1, 2], ist eine genaue Anpassung des Futters an die Bedarfswerte des Hundes ratsam. Mit der futalis Rationsberechnung wird das Futter an den individuellen Nährstoffbedarf des Hundes angepasst. Bei Beachtung dieser vorbeugenden Maßnahmen und Kenntnis der Symptome einer Magendrehung, können Hundehalter das Risiko einer Magendrehung verringern und im Notfall schnell eingreifen.

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→ Magendrehung Ursachen und Symptome




Wissenschaftliche Studien

[1] Hellweg und Zentek (2005): Risikofaktoren im Zusammenhang mit der Magendrehung des Hundes. Kleintierpraxis. 50(10):611-620
[2] Raghavan et al. (2004): Diet-related risk factors for gastric dilatation-volvulus in dogs of high-risk breeds. J Am Anim Hosp Assoc. 40(3):192-203.