Persönliche Beratung: 0341 39 29 879-0 (Mo - Fr von 8 -18 Uhr) Futter deutschlandweit kostenloser Versand
Header 1

Tumorerkrankungen bei Hunden: Welchen Einfluss hat die richtige Fütterung?

Nicht jede Umfangsvermehrung, die bei einem Hund auftritt, führt zu einer eingeschränkten Lebensspanne. Entscheidend ist deshalb eine genaue Diagnose, um welche Art des Tumors es sich handelt. Prinzipiell können Tumore alle Altersklassen betreffen, man findet sie jedoch besonders häufig bei alten Hunden. Ist eine Therapie der Erkrankung notwendig, so spielt auch die Umstellung der Fütterung eine wichtige Rolle, um das Allgemeinbefinden möglichst lange aufrechtzuerhalten.


Wie entsteht ein Tumor?

In der Medizin beschreibt das Wort Tumor objektiv und ohne Wertung eine Neubildung bzw. Umfangsvermehrung. In der Alltagssprache wird unter Tumor fälschlicherweise häufig eine bösartige Entartung gemeint. Bei Tumoren kann man allerdings zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Umfangsvermehrungen differenzieren. Während maligne Tumore in das umgrenzende Nachbargewebe eindringen und es dabei zerstören, sind gutartige Umfangsvermehrungen in der Regel lokal begrenzt.

Charakteristisch für maligne Tumore ist außerdem die Fähigkeit, sich über Metastasen im gesamten Organismus ausbreiten zu können. Verflechtungen zwischen beiden Tumorarten sind möglich, sodass nicht in jedem Fall eine sichere Unterscheidung möglich ist. Eine Umfangsvermehrung kann grundsätzlich aus so gut wie jeder körpereigenen Zelle entstehen, wenn diese ihr eigenes Wachstum nicht mehr kontrollieren kann. Im Unterschied zu einer normalen Körperzelle, reguliert eine Tumorzelle ihre Zellteilung nicht mehr im Einklang mit den restlichen Gewebezellen.

Tumor beim Hund

Häufig auftretende Tumore

Eine Umfangsvermehrung kann an jeder Stelle des Körpers auftreten, da sie grundsätzlich aus jedem Gewebetyp entstehen kann. Ein Lipom bezeichnet eine benigne Fettgeschwulst, die in den meisten Fällen vom Nachbargewebe gut abgrenzbar ist. Das Lipom gehört zu den häufigsten Umfangsvermehrungen, muss jedoch nur in Ausnahmefällen therapiert werden. Tumore der Zelllinien der Blut- und Abwehrzellen kommen bei Hunden gehäuft vor. Insbesondere unkastrierte, ältere Hündinnen neigen zu Neubildungen innerhalb der Milchdrüsen. Hier kommen Mischformen besonders häufig vor, es sind jedoch auch rein gutartige oder bösartige Formen möglich. Als eine Besonderheit der Tumore der Milchleiste, besteht hier in der Tendenz eine Korrelation zwischen der Art des Tumors und seiner Größe, d. h. größere Tumore sind eher bösartig, kleine Neubildungen sind eher gutartig.


Symptomatik

Welche Symptomatik ein Tumorpatient zeigt, hängt von mehreren Einzelheiten ab. In der Regel führen nur maligne Tumore zu beträchtlichen Symptomen, wohingegen benigne Umfangsvermehrungen oft ohne klinische Erscheinungen bleiben. Darüber hinaus ist der Entstehungsort im Organismus von Bedeutung. Bedingt durch den Ort bzw. die Funktion der Umfangsvermehrung kann man ein insgesamt schlechtes Allgemeinbefinden beobachten oder eine Fehlfunktion bestimmter Organe.

Maligne Tumore führen zu Veränderungen im Stoffwechsel des Hundes, indem sie diesem Energie und Nährstoffe entziehen. Letztlich führt dies zu einem fortschreitenden Körpermassenverlust, was man als Tumorkachexie bezeichnet. Kann eine Umfangsvermehrung Aminosäuren verstoffwechseln, steigt ebenfalls der Proteinbedarf des Hundes. Bei gleichbleibender Futterzusammensetzung kann es so zu einem Proteinmangel kommen, wobei der Körper versucht den ansteigenden Proteinbedarf durch den Abbau der eigenen Muskelmasse zu decken. Letztlich kommt es jedoch im Zuge des fortwährenden Tumorwachstums zu einem deutlicher werdenden Proteinmangel, was mit Mangelerscheinungen wie Wundheilungsstörungen und einer Herabregulation des Immunsystems einhergeht.


Lesen Sie weiter...

→ Therapie und Ernährungsumstellung


Verwandte Themen