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Therapie und Ernährungsumstellung bei Tumorerkrankungen

Operation und Medikamente

Eine medikamentöse und/oder chirurgische Therapie ist das Mittel der Wahl beim Vorkommen eines bösartigen Tumors. Hinzu kommt jedoch als begleitende Maßnahme in fast allen Fällen eine Umstellung der Ernährung des Patienten. Sinn dieser Ernährungsanpassung ist es, die Energie- und Nährstoffzufuhr des Patienten zu verbessern und so zum Wohl- und Allgemeinbefinden des Hundes beizutragen.

Gewichtsverlust

Verliert ein Tumorpatient zunehmend an Gewicht, so verschlechtern sich auch seine Überlebenschancen. In der Therapie wird deshalb ein besonderer Fokus auf den Erhalt bzw. die Herstellung des Idealgewichtes gelegt. In der Regel muss der Energiegehalt einer Futterration erhöht werden, da eine maligne Umfangsvermehrung schwankende Mengen an Energie bzw. Nährstoffen aus der Nahrung des Hundes entziehen kann.

Appetitlosigkeit

Im Verlauf einer Tumorerkrankung verlieren die Patienten nicht nur zunehmend an Gewicht bzw. Muskelmasse, sondern zeigen auch einen reduzierten Appetit. Ein erhöhter Proteingehalt in der Ration hat deshalb zwei positive Effekte: Erstens verbessert er insgesamt die Akzeptanz des Futters sodass der Patient möglichst lange bei Appetit bleibt. Zweitens vermindert eine erhöhte Proteinzufuhr den tumorbedingten Muskelschwund. Um den Proteingehalt einer Ration bei einem erkrankten Hund zu erhöhen, sollte man auf die Auswahl hochverdaulicher Proteinquellen, z. B. Muskelfleisch, achten.

Komplexe Kohlenhydrate wie Stärke sind wertvolle Energieträger und können auch bei Tumorpatienten in einem bestimmten Ausmaß genutzt werden. Dies gilt besonders, wenn der Hund zu einer Unterzuckerung neigt. Demgegenüber sollte auf Glucose in einer Ration vollständig verzichtet werden, da diese von den Zellen des Tumors sehr effektiv verwertet werden können.

Positiver Effekt durch essentielle Fettsäuren

Einige Studien konnten für Tumorpatienten einen positiven Effekt auf die Überlebenszeit nachweisen, wenn diese mit der Nahrung einen erhöhten Gehalt an essentiellen Fettsäuren erhielten [1-3]. Hohe Gehalte an essentiellen Fettsäuren finden sich in pflanzlichen Ölen wie Leinöl, können jedoch auch in tierischen Produkten gefunden werden. Fischöle, Geflügel- und Schweinefett zeichnen sich durch ein erwünschtes Fettsäurenmuster aus. Außer dem Fettsäurenspektrum hat auch der absolute Gehalt an Fett eine Bedeutung in der Rationsgestaltung.

Rationen für Tumorpatienten zeichnen sich meistens durch hohe Fettgehalte aus, dabei können bis zu 20 % der Trockensubstanz ohne Schwierigkeiten vom Patienten vertragen werden. Nur wenige Hunde reagieren auf den erhöhten Fettgehalt mit Verdauungsstörungen und können aus diesem Grund nur eine moderate Fettmenge erhalten. Der Grund für den Einsatz fettreicher Rationen liegt in der Tatsache, dass maligne Umfangsvermehrungen zwar Glucose effektiv für sich nutzen können, jedoch meistens kaum Energie aus Fett ziehen können.

Antioxidantien

Angesichts ihres zellprotektiven Effektes ist der Einsatz von Antioxidantien als Radikalfänger in der Ration von Tumorpatienten empfehlenswert. Die Gehalte der fettlöslichen Vitamine A, D und E können angehoben werden, ebenso die Menge des wasserlöslichen Vitamin C. Daneben können weitere Antioxidantien zum Einsatz kommen, beispielsweise Lutein.

Mineralstoffe

Sofern kein anderer medizinischer Grund dagegen spricht, kann der Gehalt einiger Mineralstoffe in der Ration verdoppelt werden. Dazu gehören die Mineralstoffe Zink, Kupfer und Calcium, aufgrund ihrer positiven Wirkung auf das Immunsystem der Patienten.

Die Umstellung der Ernährung eines Tumorpatienten kann diesen nicht heilen, dennoch unterstützt sie das langfristige Wohlergehen des Hundes.



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Wissenschaftliche Studien

[1] Biondo et al. (2008): The potential for treatment with dietary long-chain polyunsaturated n-3 fatty acids during chemotherapy. J Nutr Biochem. 19(12):787-96.
[2] Roudebush et al. (2004): The use of nutraceuticals in cancer therapy. Vet Clin North Am Small Anim Pract. 34(1):249-69, viii.
[3] Ogilvie et al. (2000): Effect of fish oil, arginine, and doxorubicin chemotherapy on remission and survival time for dogs with lymphoma: a double-blind, randomized placebo-controlled study. Cancer. 88(8):1916-28.