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Morbus Cushing bei Hunden

Das Cushing-Syndrom ist eine Krankheit, die vom amerikanischen Neurochirurgen H. Cushing beim Menschen entdeckt wurde. Bei dieser Erkrankung ist der Cortisolspiegel im Körper ständig erhöht, was zu einer Vielzahl von Symptomen führt.

Ursachen für das Cushing-Syndrom (Morbus Cushing)

Bei entzündlichen Erkrankungen kann eine ärztlich verordnete Cortisonbehandlung dazu führen, dass in der Blutbahn ein Überschuss dieses Hormons entsteht. Wird dabei eine bestimmte Dosierungshöhe und Zeitdauer überschritten, kann dies bei Hunden ein Cushing-Syndrom entstehen lassen. Häufiger wird die Erkrankungen jedoch durch eine Überproduktion von körpereigenem Cortisol hervorgerufen. Das Hormon, das in den Nebennierenrinden, also in den äußeren Gewebeanteilen der Nebennieren, produziert wird, beeinflusst den Zuckerstoffwechsel und den Blutdruck und wirkt entzündungshemmend. Dieses Hormon wird normalerweise auf Befehl des Gehirns in die Blutbahn ausgestoßen. Bestimmte Tumore können diese sonst reibungslos ablaufenden Prozesse auf empfindliche Weise stören.

Ursächlich sind Neoplasien in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), also am Regulationsorgan des Cortisol-Stoffwechsels. Mit zunehmender Größe sorgen diese dafür, dass das Hormon ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) vermehrt ausgeschüttet wird und den Nebennierenrinden den Befehl gibt, mehr Cortisol zu produzieren. Diese Ursache der Cortisolerhöhung wird als der eigentliche Morbus Cushing bezeichnet. Weitaus seltener führen Tumore der Nebennierenrinden selbst zu einer Überproduktion von Cortisol.

Labrador Retriever - Symptome Morbus Cushing beim Hund

Symptome des Cushing-Syndroms

Das Cushing-Syndrom bei Hunden macht sich durch abnehmende Muskulatur und übermäßigen Durst deutlich bemerkbar. Der Appetit steigt, manchmal bildet sich ein Hängebauch. Häufiges Hecheln, Haarausfall, Osteoporose oder auch Diabetes Mellitus, schlechte Wundheilung und Infektionsanfälligkeit können Ursachen eines beginnenden Cushing-Syndroms sein. Der Tierarzt stellt die Diagnose mit Hilfe von Screening-Tests und weiterführenden Laboruntersuchungen. Teilweise kann eine Computertomographie weiterführende Informationen liefern.


Therapiemöglichkeiten des Cushing Syndroms (Morbus Cushing)

Beim iatrogenen Cushing-Syndrom erfolgt die Therapie durch das kontrollierte Absetzen der vom Tierarzt verordneten Cortisonprodukte. Dabei wird das Medikament langsam entzogen und durch die Eigenproduktion des Cortisols ersetzt sowie durch die Blutwertanalyse kontrolliert. Ein schnelles Absetzen der Medikamente würde zu einem lebensbedrohlichen Mangel an Cortisol im Körper führen, da der Organismus einige Zeit braucht, um eine angemessene Produktion des Hormons selbst wieder aufzunehmen. Wann ein Cushing-Syndrom bei Hunden durch Medikamentengabe entstehen kann, ist individuell. Tiere in Behandlung sollten daher genau beobachtet werden, um der medikamentös bedingten Entstehung dieser Krankheit vorbeugen zu können.

Bei Nebennieren- und Hypophysentumoren hilft in vielen Fällen nur ein chirurgischer Eingriff, wenn das Alter des Tieres und die Tumorgröße und -lage dies zulassen. Gebräuchlicher sind allerdings Medikamente, die das Nebennierengewebe ganz oder teilweise zerstören und somit die Cortisolbildung unterdrücken. Da Cortisol in gewissen Maßen dennoch ein lebenswichtiger Bestandteil des Körpers ist, benötigt das Tier im Anschluss eine lebenslange Cortisonzufuhr, die allerdings so niedrig dosiert ist, dass dadurch kein erneutes Cushing-Syndrom ausgelöst wird.

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