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Zahnpflege bei Hunden

Ebenso wie beim Menschen ist auch beim Hund eine regelmäßige Zahnpflege entscheidend für die Zahngesundheit. Nicht alle Hundebesitzer sind sich über die Risiken mangelnder Zahnpflege im Klaren. Dabei zählen Zahnstein und die daraus folgende Parodontitis, also eine bakterielle Infektion des Zahnhalteapparates, zu den häufigsten Hundekrankheiten und entstehen oft bereits in jungem Alter.



Auch mögliche Folgeerkrankungen wie Leber- oder Nierenschäden, Lungenentzündungen oder eine Herzklappenentzündung durch Verschleppung der Infektion, können die Gesundheit des Hundes erheblich beeinträchtigen.

Eine regelmäßige Zahnpflege verhindert, dass sich in der Maulhöhle bakterielle Zahnbeläge bilden und Krankheiten auftreten. Auf diese Weise werden nicht nur die Kosten für eine mögliche medizinische Behandlung gespart, sondern auch die Lebensqualität des Tieres langfristig erhöht.



Zähne putzen beim Hund

Folgen mangelhafter Zahnpflege

Bei mangelnder Hygiene in der Maulhöhle sind fast immer schmerzhafte Entzündungen des Zahnfleischs oder im Fall der Parodontose des Zahnhalteapparates die Folge. Verantwortlich sind dabei nicht nur fehlende Maßnahmen zur Zahnpflege, sondern auch die Futtergewohnheiten vieler Tiere, beispielsweise die überwiegende Verfütterung von handelsüblichem Nassfutter, welches die Bildung von Zahnbelägen fördert. Hinzu kommt, dass Erkrankungen in der Maulhöhle oft lange Zeit unentdeckt bleiben.

Als häufigste Erkrankung ist neben der Parodontitis die Gingivitis zu nennen. Dieser Begriff bezeichnet eine durch Bakterien verursachte Zahnfleischentzündung, die bei fehlender Behandlung in vielen Fällen eine Parodontitis zur Folge hat. Besonders betroffen von Erkrankungen in der Maulhöhle sind kleine Rassen, wobei es auch hier individuelle Unterschiede in der Anfälligkeit gibt.


Zahnproblemen beim Hund vorbeugen

Ebenso wie beim Menschen stellt das regelmäßige Zähneputzen die wirkungsvollste Maßnahme dar, um Erkrankungen in der Maulhöhle dauerhaft vorzubeugen. Bei Hunden wird generell dazu geraten, die Zähne mindestens dreimal wöchentlich zu putzen, während bei einer bereits vorhandenen Gingivitis ein tägliches Zähneputzen notwendig ist. Darüber hinaus können Hundebesitzer durch die Wahl des Futtermittels sowie durch die Zugabe von Kauknochen zur Zahngesundheit beitragen. Neben handelsüblichen Kauknochen erfüllen auch große Rinderknochen oder rohe Karotten diesen Zweck, sie können dem Hund in regelmäßigen Abständen zum Abnagen gegeben werden.

Bei frischen Knochen sollte allerdings unbedingt darauf geachtet werden, dass der Hund diese lediglich benagt und nicht frisst. Ein Übermaß an Knochen kann zu schmerzhaftem Knochenkot führen und Verdauungsprobleme verursachen. Auch eventuelle Knochensplitter können gefährlich werden. Bei Beinscheiben kann es außerdem passieren, dass der Hund sich diese über Kiefer oder Zunge schiebt und der Knochen dann beim Tierarzt zersägt werden muss.

Für die Zahnpflege beim Hund sind spezielle Hundezahnpastas in Geschmacksrichtungen wie Hühnchen oder Fisch erhältlich. Da die Zahnpasta für den Hund zunächst ungewohnt ist, empfiehlt es sich, in den ersten Tagen lediglich etwas Zahnpasta auf Lefzen oder Zunge zu geben oder sie dem Hund auf dem Finger zum Ablecken anzubieten.

Bei der Wahl der Hundezahnpasta ist aber darauf zu achten, dass die Zahnpasta keine unerwünschten Zusatzstoffe wie Zucker oder das für Hunde giftige Xylit enthält, das häufig in Zahnpasta für Menschen zu finden ist.

Prinzipiell können die Zähne des Hundes durchaus auch ohne Zahnpasta, nur mit lauwarmem Wasser, geputzt werden. Im Fachhandel sind spezielle Hundezahnbürsten erhältlich, die dem Gebiss unterschiedlicher Hunderassen in Größe und Form angepasst sind. Zur Gewöhnung eignen sich ebenfalls Fingerzahnbürsten mit Gumminoppen.


Behandlung abgebrochener Zähne

Abgebrochene Zähne treten beim Hund im Alltag hin und wieder auf und sollten grundsätzlich immer behandelt werden, um Folgeschäden vorzubeugen. Besonders wichtig ist die Behandlung in Fällen, in denen der Zahnnerv offen liegt, da Bakterien über den freiliegenden Wurzelkanal in den Kiefer eindringen können. Hier kann der Zahn entweder vollständig entfernt oder im Fall von wichtigen Zähnen wie beim Menschen durch eine Wurzelbehandlung verschlossen werden.


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