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Wie Sie Ihrem Hund "Bleib" beibringen

Das Kommando „Bleib“ ist in vielen Situationen, zum Beispiel bei Spaziergängen, um Jogger oder Radfahrer vorbeizulassen, im Alltag beim Warten im Cafe oder zu Hause, wenn der Hund auf seiner Decke liegen bleiben soll, hilfreich. Wie Sie Ihrem Hund beibringen, sicher im Sitz oder Platz zu bleiben, lesen Sie hier.


Das Kommando „Bleib“ aufbauen

Bevor das „Bleib“ mit einem Welpen trainiert wird, sollte er sicher das Kommando „Sitz“ oder „Platz“ beherrschen. Nachdem der Welpe das Kommando „Sitz“ ausführt, kann die Bleib-Übung beginnen. Der Hundeführer streckt dazu die flache Hand von sich, die in Richtung des Hundes zeigt. Dieses Handzeichen wird der Hund später mit dem Kommando „Bleib“ verknüpfen. Dann geht der Hundeführer für wenige Sekunden einen Schritt vom Hund weg, hält aber Sichtkontakt zum Hund.

Bevor der Welpe die Möglichkeit hat, seinem Besitzer zu folgen, geht der Hundehalter zurück zu dem Welpen und belohnt ihn, wenn er sitzen geblieben ist. Die Distanz zwischen Welpe und Hundeführer wird ganz langsam gesteigert. Zunächst reichen wenige Meter für wenige Sekunden. Während sich der Hundeführer rückwärts vom Hund entfernt, folgt das Kommando „Bleib“.

Kommando Bleib

Häufige Fehler zu Beginn vermeiden

Damit Hunde später das Kommando „Bleib“ sicher ausführen, sollten bereits zu Beginn des Trainings Fehler vermieden werden. Dazu gehört, dass der Hundeführer dem Welpen zunächst nicht den Rücken zudreht. Zum einen haben Welpen noch ihren Folgetrieb und neigen dazu, ihrem Besitzer zu folgen, wenn er weggeht. Zum anderen kann der Halter schneller eingreifen, wenn er beobachtet, dass der Hund aufsteht.

Auch bei dem Einsatz von Belohnungen müssen Hundehalter beim Bleib-Üben vorsichtig sein. Die Welpen haben gelernt, Belohnungen zu folgen. Hält der Besitzer also eine Belohnung in der Hand, während er sich vom Hund entfernt, wird dieser verlockt zu folgen. Besser ist es, mit der einen Hand das Handzeichen zu formen und die andere Hand mit der Belohnung hinter den Rücken zu nehmen. Erst, wenn der Hundehalter wieder vor dem Welpen steht, der seinen Platz nicht verlassen hat, darf der Welpe belohnt werden.

Steht der Hundebesitzer ein paar Meter entfernt und sitzt der Hund auf seinem Platz, schaut aber weg, neigen Hundehalter dazu, ihren Hund mit Namen anzusprechen, um dessen Aufmerksamkeit zu erlangen. Hier besteht die Gefahr, dass der Hund gleich kommt, da er seinen Namen mit dem Kommen zum Besitzer verknüpft hat. Wichtig beim „Bleib“ ist, dass der Hund auf seinem Platz bleibt, sollte er in diesem Moment unaufmerksam sein, geht man einfach zu ihm zurück und belohnt ihn, bevor er aufsteht.

Besser zurückgehen und nicht aus dem „Bleib“ rufen

Besonders wichtig ist es, den Welpen nicht aus dem „Bleib“ herauszurufen. Der Hund bleibt zwar sitzen, hat aber die Erwartungshaltung, gleich dem Besitzer zu folgen. Später kann es sein, dass der Welpe bereits losläuft, wenn sich der Besitzer zu ihm umdreht, damit er schneller an seine Belohnung kommt. Besser ist es, den Hund sitzen zu lassen, sich ein paar Meter zu entfernen und dann wieder zum Hund zurückzugehen.

Sollte der Hund aus dem „Bleib“ aufstehen, bringt man ihn einfach kommentarlos zu seinem Platz zurück und macht die Übung erneut mit einer etwas kürzeren Distanz.

„Bleib“ auf Distanz und mit Ablenkung steigern

Hat der Welpe verstanden, was bei dem Kommando „Bleib“ von ihm verlangt wird, kann die Distanz zum Hund allmählich gesteigert werden. Auch Übungen außer Sicht können begonnen werden, auch hier zunächst für wenige Sekunden in einer sicheren und ablenkungsarmen Umgebung.

Während die ersten Übungen mit wenig Ablenkung erfolgen sollten, kann das „Bleib“ später mit anderen Hunden, geworfenen Gegenständen und über einen längeren Zeitraum trainiert werden.



Bettina Krist

Bettina Krist - Unsere Expertin für Hundezucht und Hundetraining

Bettina Krist arbeitet als Hundetrainerin und ist Golden Retriever Züchterin. Für futalis schreibt sie regelmäßig über die Hundezucht, Hundeerziehung und Welpenbeschäftigung.

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