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Megaösophagus beim Hund - Expertenantwort

„Unser Hund brachte häufig nach der Fütterung sein Futter wieder hervor. Nun wurde vom Tierarzt ein Megaösophagus festgestellt. Was müssen wir jetzt in der Fütterung beachten?"


Antwort der futalis Tierärzte:

Unter Megaösophagus versteht man eine Erweiterung der Speiseröhre (Ösophagus). Damit einher geht eine reduzierte Funktion der Muskulatur des Ösophagus, sodass die Nahrung nicht mehr korrekt in Richtung Magen befördert werden kann. Ein Megaösophagus kann angeboren sein oder sich erst im Laufe der Zeit entwickeln. Für dieses Krankheitsbild gibt es eine Reihe von Ursachen, in jedem Fall führt es jedoch zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Hundes. Je nachdem wie stark die Peristaltik betroffen ist, bleibt das Futter unterschiedlich lange in der erweiterten Speiseröhre liegen bis es schließlich wieder hervor gebracht wird, ohne dass das Futter bis in den Magen gelangt ist. Liegt Futter über einen längeren Zeitraum im Ösophagus, kann es durch Bakterien zersetzt werden und zu einer Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut (Ösophagitis) führen. Durch die veränderte Muskelfunktion der Speiseröhre hat der Hund Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Futter. Im schlimmsten Falle „verschluckt“ er Futter, das heißt es gelangt Futter in Luftröhre und Lunge anstatt in den Magen. Dies kann zu schweren Lungenentzündungen führen.

Megaösophagus

Um Ihrem Hund das Leben so einfach wie möglich zu gestalten, gibt es einige Dinge, die Sie in der Fütterung beachten können.

  • Das Futter sollte dem Hund möglichst von einer erhöhten Position aus angeboten werden. Sie können Ihrem Hund den Napf z. B. erhöht auf eine Treppenstufe stellen. Dadurch gelangt das Futter der Schwerkraft folgend bis in den Magen.

  • Um diesen Prozess zu erleichtern, sollte das angebotene Futter möglichst gleitfähig sein. Dazu eignet sich sowohl püriertes Frisch- oder Nassfutter als auch gut eingeweichtes Trockenfutter.

  • Es ist besonders wichtig darauf zu achten, dass Ihr Hund jeden Tag eine ausgewogene Ration erhält, mit der sein Energie- und Nährstoffbedarf gedeckt ist. Bei der Wahl des Futtermittels sollten Sie auf hochverdauliche Komponenten achten.

  • In die tägliche Ration können zusätzlich Leinsamen integriert werden, denn in Leinsamen sind spezielle Quellstoffe enthalten, die zusätzlich helfen können das Futter gleitfähiger zu machen und somit das Abschlucken zu erleichtern.


Aufgrund der erschwerten Futteraufnahme, wollen Hunde mit Megaösophagus manchmal ihr Futter nicht mehr vollständig aufnehmen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Menge des Futtermittels zu reduzieren, indem man den Energiegehalt bzw. die „Energiedichte“ in der Ration erhöht. Die Energieerhöhung lässt sich am sichersten durch eine Anpassung der Futterzusammensetzung selbst durchführen und nicht durch das reine Hinzufügen von Fett oder Öl. Die Zugabe von Öl über das Futter sollte generell vermieden werden, da dies beim versehentlichen Verschlucken zu ernsten Konsequenzen führen kann. Außerdem sollte die Fütterung auf mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag aufgeteilt werden. Je nachdem welche Ursache der Megaösophagus hat, kann die Grundkrankheit den Bedarf Ihres Hundes verändern. Mit Hilfe einer professionellen Rationsberechnung kann der individuelle Bedarf Ihres Hundes ermittelt und eine ausgewogene Futterration für ihn erstellt werden.


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Ihr futalis Expertenteam