Persönliche Beratung: 0341 39 29 879-0 (Mo - Fr von 8 -18 Uhr) Futter deutschlandweit kostenloser Versand
Header 1

Dummytraining

Das Dummytraining stammt ursprünglich aus Großbritannien, wo es für die Ausbildung von Jagdhunden entwickelt wurde. Der Dummy, zu Deutsch Attrappe, ist ein Canvas- oder Segeltuchsäckchen mit einer Kunststoff- oder Sägemehlfüllung, möglicherweise auch mit Wildtierfellüberzug, in verschiedenen Gewichtsausführungen. Er simuliert bei dieser Trainingsform das zu apportierende Niederwild. Der Hund kann mithilfe des Dummies im Markieren, Suchen und Apportieren trainiert werden, ohne dass dazu jedes Mal echtes Wild eingesetzt werden muss. Bis heute sind Dummies ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung von Jagdgebrauchshunden. Aber auch Familien- und Begleithunde werden durch das Dummytraining in ihrer Apportierfähigkeit, Aufmerksamkeit und Teamfähigkeit gefördert. Mittlerweile hat sich das Dummytraining als eigenständige Disziplin etabliert.


Wie wird Dummytraining durchgeführt?

Dummytraining

Das Dummytraining nutzt die angeborene Apportier- und Lernfreude des Hundes, um ihn in den grundlegenden Jagdtätigkeiten zu trainieren. Ergänzend zum herkömmlichen Dummy kommen als weitere Hilfsmittel oft auch Futterdummies und Clicker zum Einsatz. Als Futterdummy dient eine kleine, mit Leckerlis gefüllte Tasche, die das Interesse des Hundes am Dummy weckt. Der Geruch und das zur Belohnung gegebene Futter verstärken den natürlichen Jagdinstinkt, den das Wegwerfen beim Hund auslöst. Mithilfe des Clickers, einem Knackfrosch, können richtige Handlungen so präzise belohnt werden, dass der Hund in der Lage ist, den komplexen Ablauf des Apportierens Schritt für Schritt zu erlernen.


Ausbildungsinhalte und Disziplinen

Die Dummyarbeit setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen, die alle auf den Anforderungen an den Jagdgebrauchshund basieren. Der Hund lernt, die Fallstelle des Wildes richtig zu lokalisieren, sich vom Jäger einweisen zu lassen, das Wild systematisch zu suchen und zu apportieren.

Markierapport

Beim Markierapport hat der Hund die Aufgabe, die Fallstelle anhand der Flugbahn zu erkennen und sich einzuprägen. Er lernt, Entfernungen richtig einzuschätzen und die Fallstelle auch bei einer unterbrochenen Flugbahn sicher zu finden. Außerdem sollte er in der Lage sein, sich eine Fallstelle über einen längeren Zeitraum hinweg zu merken. Wichtig ist beim Markierapport die Fähigkeit des Hundes, statt des Geruchssinns vornehmlich die Augen zu nutzen.

Einweisen

Das Einweisen setzt eine enge Zusammenarbeit zwischen Hund und Jäger voraus. In dieser Situation kennt der Jäger die Fallstelle, der Hund jedoch nicht. Der Hund muss in der Lage sein, auf Anweisung des Menschen zu handeln, ohne sich dabei von anderen Witterungen ablenken zu lassen. Das Einweisen wird in Situationen genutzt, in denen ein Stück Wild für den Jäger nicht zugänglich ist.

Freiverlorensuche

Die Freiverlorensuche entspricht der systematischen Suche in einem weitläufigen Gebiet. Die genaue Fallstelle des Dummies ist hier nicht bekannt, sodass der Hund bei der Suche sowohl eine gute Ausdauer als auch eine hervorragende Nase beweisen muss. Vor allem Vorstehhunde zeigen eine gute Veranlagung für die Freiverlorensuche.

Schleppe

Hier wird das Verfolgen einer Schleppfährte trainiert, also der Fährte eines angeschossenen Tieres. Dazu lässt sich sowohl ein Stück Schleppwild als auch der Dummy verwenden, der an einer Leine bis an die gewünschte Position gezogen wird, um eine Fährte zu simulieren.

Steadiness

Als Steadiness wird das disziplinierte und ruhige Verhalten bezeichnet, das von jedem Jagdhund gefordert wird. Er lernt, selbst in einer angespannten Situation keinen Laut von sich zu geben und nicht loszulaufen, bevor er den Befehl dazu erhält.

Welche Hunderassen sind für Dummytraining geeignet?

Ein besonderes Talent für die Dummyarbeit zeigen Hunderassen, die als Jagdhunderassen speziell für die entsprechenden Tätigkeiten gezüchtet wurden. Dazu zählen insbesondere Apportierhunde wie die verschiedenen Retriever-Arten. Der Golden Retriever, der Labrador Retriever und der Curly sowie Flat Coated Retriever führen ihre Aufgabe bereits im Namen, denn das englische "retrieve" bedeutet nichts anderes als apportieren. Auch Vorstehhunde erzielen im Dummytraining gute Lernerfolge. Zu den Vorstehhunderassen zählen zum Beispiel der Deutsch Drahthaar, der Deutsch Kurzhaar, die englischen und irischen Setter sowie die Münsterländer. Die Dummyarbeit kann jedoch auch mit jeder beliebigen Hunderasse als sportliche Beschäftigung ausgeübt werden. Hierbei kommen auch Hunde ohne angeborenen Jagdinstinkt auf ihre Kosten, indem man sie vor allem mit Futterdummies motiviert.