Mops Krankheiten

Der Mops ist eine sehr alte Hunderasse, die vermutlich aus China stammt und dort bereits vor Jahrtausenden als Begleithund der Kaiser gezüchtet wurde. Auch in Europa war der Mops schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein Salon- und Modehund der gehobenen Gesellschaftsschichten. Unzählige Malereien, Zeichnungen und Skulpturen belegen die historische Beliebtheit dieser Rasse. Auch heute ist der Mops mit seinem charakteristischen faltigen Gesicht und dem gedrungenen Erscheinungsbild ein beliebter Familien- und Begleithund, der mit seinem fröhlichen und ausgeglichenen Wesen überall für Erheiterung sorgt.

Mops Rassenmerkmale

Prädispositionen für ernährungsrelevante Krankheiten

Übergewicht

Der Mops ist eine der Hunderassen, die sich durch eine Neigung zum Übergewicht auszeichnen. Diese typische Zivilisationskrankheit, von der mittlerweile fast 40 % der Hunde betroffen sind, wird durch eine zu hohe Energiezufuhr bei zu geringem Energieverbrauch ausgelöst. Das bedeutet, dass dem Hund mehr Energie über Futter zugeführt wird, als er eigentlich braucht. Übergewicht kann zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und einer Überbelastung des Bewegungsapparates führen (HANDL und IBEN 2012). Aufgrund der genannten Folge- und Begleiterscheinungen kann Übergewicht die Lebenserwartung Ihres Hundes um 20 % verringern (Kealy et al. 2002).

Um Übergewicht zu vermeiden, sollte die bedarfsgerechte Futtermenge mit dem optimalen Energiegehalt für Ihren Hund ermittelt werden.

Um bei einem bereits übergewichtigen Tier eine Gewichtsreduktion zu erreichen, sollte nicht einfach die Futtermenge reduziert, sondern die Futterzusammensetzung angepasst werden. Ein geeignetes Diätfutter zeichnet sich durch einen niedrigeren Energie- und Fettgehalt aus. Gleichzeitig enthält es einen erhöhten Faseranteil. Der Einsatz von Zellulose als Rohfaserquelle bietet hier einige Vorteile. Zum einen kann die Energiedichte des Futters reduziert werden, das heißt der Hund muss nicht zwangsläufig weniger Futtermenge erhalten, wenn er seine Diät beginnt. Zum anderen kann das Sättigungsgefühl bei faserreichen Rationen schneller eintreten (KRUG 2010, NEUFELD und ZENTEK 2008). Zusätzlich zu diätetischen Maßnahmen sollte ein Bewegungsprogramm eingesetzt werden, um den Aufbau der Muskulatur und die Fettverbrennung anzuregen.

Hauterkrankungen

Hauterkrankungen wie Atopie, Demodikose und Hautfalten-Dermatitis zählen zu den häufig auftretenden rassebedingten Erkrankungen beim Mops.

Oft ist ein Nährstoffmangel eine Ursache oder zumindest ein begleitender Faktor von Hauterkrankungen ( WATSON 1988). So führt ein Mangel an Proteinen und essentiellen Fettsäuren wie Linolsäure zum stumpfen, brüchigen Fell. Fehlversorgungen von Jod, Zink, Kupfer und Vitamin A, E sowie den B-Vitaminen können ebenfalls Hauterkrankungen begünstigen. Auch ein Mangel an Biotin durch zu häufige Gabe von rohen Eiern oder ein Nikotinsäuremangel durch eine einseitige Maisfütterung können zu Veränderungen des Hautbildes führen.

Hauterkrankungen vorbeugen

Um ernährungsbedingten Haut und Fellveränderungen vorzubeugen empfiehlt sich eine entsprechend bedarfsgerechte Futterration. Sollten bereits Veränderungen bestehen, kann es sinnvoll sein, den Gehalt bestimmter Inhaltsstoffe zu erhöhen. So kann der Gehalt an Zink und essentiellen Fettsäuren zu einer deutlichen Verbesserung der Fellqualität führen. Diesen Effekt kann man übrigens auch bei gesunden Tieren feststellen (MARSH et al. 2000). Insbesondere der Anteil an Omega-3-Fettsäuren wie alpha-Linolensäure sollte angepasst werden. Diese essentielle Fettsäure wirkt entzündungshemmend (Fritsche 2005) und hilft so Hautveränderungen vorzubeugen bzw. diese zu vermindern. Das natürliche Carotinoid Lutein kann sich aufgrund seiner Funktion als Radikalfänger ebenfalls günstig auf die Hautgesundheit auswirken (Mitri et al. 2011).

Harnsteine

Als Urolithiasis wird die Ablagerung von Harnsteinen im Harntrakt bezeichnet. Die Harnsteine entstehen oft in Folge einer Harnwegsinfektion, können aber auch genetische, ernährungsbedingte oder andere Ursachen haben. Auch eine zu geringe Wasseraufnahme begünstigt das Entstehen von Harnsteinen. Typische Symptome sind Blut im Urin, verstärkter Harndrang, Schmerzen beim Harnabsatz oder im schlimmsten Fall eine Verlegung der Harnröhre. Entscheidend für die Therapie ist, welche Art von Harnsteinen gebildet werden, da sich die diätetische Therapie zwischen den Harnsteinsorten sehr unterscheidet und sich z. T. widerspricht. Vorzugsweise männliche Hunde zeigen Schwierigkeiten mit Harnsteinen, aber auch weibliche können betroffen sein. Der Mops neigt genetisch bedingt zur Bildung von Zystinsteinen, welche vorzugsweise bei einem sauren Harn-pH-Wert entstehen. Neben der diätetischen Therapie kann eine medikamentöse Therapie dieser Erkrankung eine Rolle spielen. Eine Verbesserung der Löslichkeit der Zystinsteine kann z. B. durch die Gabe von Ascorbinsäure erreicht werden (LUX und MAY 1983).

Bei der diätetischen Therapie spielt der Eiweißgehalt eine entscheidende Rolle. Bei Neigung zu Zystinsteinen sollte er reduziert werden. Tierische Produkte sollten generell soweit wie möglich vermieden werden, da sie zu hohen Anteilen Methionin, den metabolischen Vorläufer des Zystins, enthalten. Aus diesem Grund sollte auf die Zufütterung von Eiern, Soja, Pute, Fisch, Innereien und Wurstwaren generell verzichtet werden.

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