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futalis Ernährungskonzept

Schlittenhunde

Als Schlittenhunde werden alle Hunde bezeichnet, die mittels Leinen und Geschirr zum Ziehen von Schlitten verwendet werden.

Wenngleich grundsätzlich alle mittelgroßen Hunderassen diese Aufgabe übernehmen können, werden die Schlittenhunderassen seit Jahrtausenden speziell zu diesem Zweck gezüchtet. Dabei zeigen sich jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen Zuchtlinien der gleichen Rasse, die einerseits leistungsorientiert und andererseits nach Rassestandards für Ausstellungen gezüchtet wurden.

Eigenschaften von Schlittenhunden

Schlittenhunde zeichnen sich in besonderem Maße durch ihre Ausdauer und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber extremer Kälte aus. Sehr gute Schlittenhunde sind in der Lage, einen Schlitten an einem Tag bis zu 200 Kilometer weit zu ziehen, wenn sie optimal trainiert wurden.

Dabei zeigen Schlittenhunde oftmals eine außergewöhnliche Leistungsbereitschaft, die es ihnen erlaubt, selbst bei hoher körperlicher Belastung und unter extremen klimatischen Bedingungen noch weiterzulaufen. Dieser unbedingte Laufwille und die dazu erforderlichen mentalen Fähigkeiten zählen zu den bemerkenswertesten Eigenschaften guter Schlittenhunde.

Schlittenhunde sind sehr robust, anpassungsfähig und selbstständig. Sie zeigen als Rudeltiere ein ausgeprägtes Sozialverhalten, zugleich aber auch ein hohes Maß an eigenem Willen. Im Gegensatz zu reinen Haus- und Familienhunden sind sie zwar weniger personenbezogen, benötigen aber dennoch ständigen Kontakt zu anderen Tieren oder, wenn sie unter Menschen leben, zu ihrer Familie.

Schlittenhunde

Dabei lassen sie sich nie vollständig unterwerfen; an ihrem unabhängigen und eigenwilligen Charakter zeigt sich vielmehr bis heute ihre Nähe zum Wolf. Schlittenhunde sind jedoch keine von Natur aus aggressiven Tieren, sondern vielmehr aufgeschlossen und zutraulich gegenüber Mensch und Tier. Auch wenn sie nicht gemäß ihrer ursprünglichen Bestimmung für die Zugarbeit verwendet werden, benötigen sie im Gegensatz zu anderen Rassen überdurchschnittlich viel Bewegung.


Anerkannte reinrassige Schittenhunderassen

Der größte kynologische Dachverband "Fédération Cynologique Internationale" (FCI) führt die Schlittenhunde in der Gruppe 5 "Spitze und Hunde vom Urtyp". Offiziell anerkannt sind bis heute vier reinrassige Schlittenhunderassen.

Siberian Husky
Der Siberian Husky ist der wohl bekannteste Schlittenhund. Wie sein Name sagt, stammt er ursprünglich aus Sibirien, wo er über einen Zeitraum von fast 2000 Jahren praktisch in Reinzucht gehalten wurde. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts gelangte der Siberian Husky nach Alaska und wurde in den USA 1930 als Rasse anerkannt. Als klassischer Schlittenhund zeigt er einen ausgesprochenen Arbeitseifer und verhält sich Menschen gegenüber sanftmütig und aufgeschlossen.

» Rasseportrait Siberian Husky

Alaskan Malamute
Der Alaskan Malamute zählt zu den ältesten arktischen Rassen und wird seit über 2000 Jahren für Reisen in die Arktis verwendet. Seinen Namen verdankt der Alaskan Malamute dem gleichnamigen Inuitstamm Mahlamuits. Diese nomadische Volksgruppe verwendete die Hunde als vielseitige Zug-, Arbeits- und Jagdhunde. Ebenso wie der Siberian Husky, ist der Alaskan Malamute ein geselliger, zugleich aber oft eigensinniger Hund. Er wurde besonders für das Ziehen von schweren Lasten gezüchtet und ist heute der größte und stärkste unter den Schlittenhunderassen.

» Rasseportrait Alaskan Malamute

Grönlandhund
Der Grönlandhund ist ein Polarhund aus Grönland, der zu den ältesten bekannten Hunderassen zählt. Die Inuit nutzten ihn als Transport- und Jagdhund. Auch auf Expeditionen westlicher Abenteurer wurden die robusten und vielseitigen Tiere vielfach eingesetzt. Der Grönlandhund ist ein kräftiger, beharrlicher und mutiger Hund, der sich jedoch äußerst territorial gegenüber fremden Artgenossen verhält. Wie alle Schlittenhunde ist er zudem äußerst selbstständig und zeigt außerdem einen ausgeprägten Jagdinstinkt.

Samojede
Der Samojede oder Samojedenhund ist nach dem gleichnamigen sibirischen Volk, den Samojeden benannt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse von Ernest Kilburn-Scott entdeckt und nach England gebracht, wo der Samojede 1913 als Rasse anerkannt wurde. Optisch zeichnet er sich durch sein üppiges weißes Fell sowie durch sein charakteristisches „Lächeln“ aus; körperlich ist er weniger kräftig und schnell als andere Schlittenhunderassen, weshalb er nur selten für extreme Zugarbeit eingesetzt wird. Dennoch zeichnet auch den Samojeden eine hohe Ausdauer und hervorragende Anpassungsfähigkeit aus. Im Gegensatz zu anderen Schlittenhunderassen ist der gesellige Samojede eher als Haus- und Familienhund geeignet.

» Rasseportrait Samojede


Ernährung von Schlittenhunden

Schlittenhunde haben ein beachtliches Arbeits- und Bewegungspensum und einen dementsprechenden Energiebedarf. Das gilt besonders für Hunde, die aktiv an Schlittenhunderennen teilnehmen; hier steigt der Energiebedarf im Gegensatz zum Grundbedarf auf das Drei- bis Vierfache. Mehr als 8.000 Kilokalorien verbrennt ein Schlittenhund dabei bei einem Arbeitseinsatz. Das ist das Vierfache von dem, was ein erwachsener Mensch pro Tag verbraucht.

Unmittelbar vor einem Rennen landet bei Schlittenhunden nichts im Futternapf. Erst zwei bis drei Stunden nachdem das Rennen beendet wurde, dürfen sie etwas zu sich nehmen. Das Futter für aktive Schlittenhunde sollte einen relativ hohen Gehalt an Fett als Energieträger aufweisen. Denn immerhin 20 bis 40 Prozent der Energie werden aus diesem Fett letztendlich gewonnen. Dadurch steigert sich ihr Leistungsvermögen, da der Hund wegen der höheren Energiedichte ein geringeres Futtervolumen aufnehmen muss. Damit dies problemlos möglich ist, muss sich der Stoffwechsel des Tieres bereits vorher an ein fettreiches Futter gewöhnt haben. Mit Kohlenhydraten sollte man sparsam umgehen, da diese den Muskelzellen schaden und zudem das Risiko von stressbedingten Verdauungsstörungen steigern. Um eine hervorragende Verdaulichkeit zu erreichen, sollte der Gehalt an Rohfaser, also Ballaststoffen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Auch Zucker sollte sparsam eingesetzt werden – je länger die Strecke desto geringer. Ganz im Gegenteil zu Protein: Das Rohprotein muss angehoben werden, um Muskelschäden oder einer Blutarmut vorzubeugen. Zudem ist eine bedarfsdeckende Vitamin- und Mineralstoffversorgung essentiell. Nicht zuletzt ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Ernährung von aktiven Schlittenhunden entscheidend.


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