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Fütterungsprobleme

Blasenentzündung beim Hund

Besonders in den kalten Wintermonaten sind viele Hunde von einer Entzündung der Blase betroffen. Hier lesen Sie, welche Symptome dabei auftreten können und wie Sie einer Blasenentzündung bei Ihrem Hund vorbeugen können.


Dr. Maria Hänse Autor

Autorin - Tierärztin Dr. Maria Hänse

Dr. Maria Hänse war mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig tätig und widmet sich nun der Weiterentwicklung des ® Ernährungskonzeptes.

"Ein von Tierärzten entwickeltes Futter ist nicht nur in Krankheitsfällen zu empfehlen, sondern auch für gesunde Hunde, damit Ihr Tier immer optimal versorgt ist."

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Was ist eine Blasenentzündung?

Bei einer Blasenentzündung, auch als Zystitis bezeichnet, handelt es sich um eine meist sehr schmerzhafte Entzündung der unteren Harnwege. Dieser entzündliche Prozess betrifft oftmals nur die Harnblase, kann sich aber auch auf die Harnröhre, den Harnleiter sowie die Nieren ausweiten. Es wird dabei zwischen einer akuten und chronischen Blasenentzündung unterschieden. Darüber hinaus sind auch schubweise wiederkehrende Entzündungen möglich.

Kranker Hund

Ursachen einer Blasenentzündung

Hervorgerufen wird eine Blasenentzündung in den meisten Fällen durch Bakterien. Sie befinden sich an den Außenwänden der Genitalien und gelangen über die Harnröhre in die Blase. Oftmals handelt es sich um Darmbakterien, die auf diese Weise in die Harnblase gelangen, sich dort bei eingeschränkter körpereigener Abwehr vermehren und eine Entzündung verursachen. Auch Harnsteine können als Auslöser einer Blasenentzündung in Frage kommen. Dabei bilden sich kleine Kristalle im Urin, die sich zu größeren Konkrementen zusammenschließen können und dadurch die Schleimhaut der Blase reizen. Aber auch eine Fehlstellung der harnableitenden Organe, eine Verengung der Harnröhre, Diabetes mellitus und Tumore können zu einer Entzündung der Blase führen.

Welche Hunde sind besonders betroffen?

Sowohl Hündinnen als auch Rüden können in jedem Alter an einer Blasenentzündung erkranken. Besonders gehäuft tritt eine Entzündung allerdings bei älteren Tieren und insbesondere bei kastrierten Hündinnen auf. Sie besitzen im Vergleich zu Rüden eine nur sehr kurze Harnröhre, wodurch die Bakterien schneller in die Harnblase gelangen können. Zudem kann der Schließmuskel der Blase bei kastrierten Hündinnen geschwächt sein und dadurch die eindringenden Bakterien nicht ausreichend abhalten. Darüber hinaus können Blasenentzündungen auch insbesondere bei Hunden verstärkt auftreten, die an Diabetes mellitus leiden. Grund dafür ist der Zuckergehalt im Urin, der ein Wachstum der Bakterien noch zusätzlich fördert.

Symptome einer Blasenentzündung

Leidet ein Hund an einer Blasenentzündung, verspürt er einen verstärkten Harndrang. Er versucht sehr häufig, Urin abzusetzen, wobei allerdings nur wenige Tropfen ausgeschieden werden. Dabei können teilweise ein aufgewölbter Rücken und deutliche Schmerzäußerungen des Hundes beobachtet werden. Der Geruch und die Farbe des Urins können auch verändert sein. So kann der Harn bei einer Entzündung der Blase blutig verfärbt sowie getrübt und schaumig aussehen. Bei erkrankten Hunden kann es außerdem vorkommen, dass sie ihre Blase nicht immer bewusst steuern können und kleine Pfützen in der Wohnung vorzufinden sind. Bei einer sehr starken Blasenentzündung, bei der unter Umständen auch die Nierenbecken entzündet sind, können zudem auch Fieber, Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche auftreten.

  • verstärkter Harndrang, mit wenig Urinabsetzung
  • Schmerzäußerungen beim urinieren
  • Veränderung von Geruch und Farbe des Urins
  • Fieber, Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche

Behandelnde und vorbeugende Maßnahmen

Bei Verdacht auf eine Blasenentzündung sind eine konsequente Therapie sowie eine korrekte Diagnose für einen langfristigen Behandlungserfolg ausschlaggebend. Daher sollte der Hund in jedem Fall einem Tierarzt vorgestellt werden. Zur Diagnosestellung wird der Urin des betroffenen Hundes untersucht. Damit andere Auslöser für die entzündliche Reaktion sowie weitere Veränderungen an den Harnwegen und den Nieren ausgeschlossen werden können, werden bei Bedarf auch Blut-, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Durch den Einsatz von Antibiotika heilt eine bakterielle Blasenentzündung in der Regel wieder gut ab.

Um einem solchen Harnwegsinfekt vorzubeugen, sollte der Hund insbesondere bei kalten und nassen Wetterverhältnissen nicht lange liegen und sitzen müssen. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass er auf den Spaziergängen bei kühleren Temperaturen nicht durchnässt, da dabei die Gefahr einer Unterkühlung besteht. Auch in der Wohnung ist das Liegen auf kühlen Untergründen ungeeignet. Isolierende Matten und Betten bieten hierbei Hunden, die zu einer Entzündung der Blase neigen, eine Hilfe. Es ist zudem wichtig, dass die Blase regelmäßig durchgespült wird, damit alle sich darin befindlichen Bakterien ausgeschwemmt werden können. Daher ist darauf zu achten, dass der Hund täglich eine ausreichende Menge Wasser trinkt. Ihm sollte außerdem mehrmals täglich die Möglichkeit gegeben werden, seine Blase zu entleeren. Muss der Hund zu lange einhalten, können sich die Bakterien in der vollen Blase stark vermehren.

Darüber hinaus ist es hilfreich, das Immunsystem des Hundes durch ein optimales Hundefutter und eine bedarfsgerechte Zufuhr von Mineralien und Nährstoffen zu unterstützen und somit die körpereigene Immunabwehr zu stärken.


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