

Frühling mit Hund – Unsere besten Tipps
Der Frühling für den Hund ist eine besondere Zeit. Damit du und dein Vierbeiner gut in die neue Saison startet, haben wir für euch wertvolle Tipps zusammengestellt. Erfahre mehr über den Fellwechsel im Frühling, Allergien, Zecken und die Frühjahrsmüdigkeit.
Inhaltsverzeichnis
Hund ist im Frühling müde – was tun?
Viele Hunde sind im Frühling von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Verantwortlich dafür ist das Hormon Melatonin, dessen Konzentration im Körper im Winter besonders hoch ist:
- Im Frühling kommt es bei deinem Hund zu einer Reduktion der Hormonausschüttung.
- Durch die Sonnenstrahlen steigt zugleich die Produktion des Glückshormons Serotonin.
- In dieser Phase macht die Frühjahrsmüdigkeit Hunden wie Menschen zu schaffen.
- Ausgiebige Spaziergänge sind ein wunderbares Mittel, um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen. Die Bewegung an der frischen Luft regt nicht nur den Kreislauf an, sondern bringt auch den Stoffwechsel in Schwung.
Fellwechsel beim Hund im Frühling
Im Frühling beginnt der Fellwechsel beim Hund, der etwa sechs bis sieben Wochen dauert. Da das Winterfell dichter ist, haaren Hunde im Frühling besonders stark:
- Regelmäßige Fellpflege im Frühling: Bürste das Fell deines Hundes während des Fellwechsels regelmäßig, um seine Haut zu durchbluten, die Luftzirkulation zu verbessern und Verfilzungen zu umgehen. Spezielle Kämme oder Bürsten helfen je nach Felltyp, die Unterwolle zu entfernen.
- Bedarfsangepasste Nährstoffversorgung: Sollte der Fellwechsel bei deinem Hund länger anhalten, könnte ein Nährstoffmangel vorliegen. Wende dich in diesem Fall an einen Tierarzt*eine Tierärztin, um sein Futter an seinen Nährstoffbedarf anzupassen.
Frühling mit Hund: Zecken
Mit den steigenden Temperaturen werden leider auch wieder Zecken für Hunde zum Problem:
- Zecken lauern in Wiesen, Wäldern und an schattigen Plätzen. Da sie ernstzunehmende Krankheitserreger übertragen können, solltest du dich selbst und deinen vierbeinigen Liebling bestmöglich schützen
- Zeckenschutz: Antiparasitäre Mittel schützen deinen Hund im Frühling vor Zeckenbissen. Diese sind bei jedem Tierarzt*jeder Tierärztin erhältlich. Zusätzlich solltest du ihn nach jedem Spaziergang gründlich absuchen.
- Zeckenentfernung: Falls du bei deinem Hund eine Zecke findest, entferne sie mit einer Zeckenzange durch eine leichte Drehbewegung. Achte darauf, dass du die Zecke auch vollständig herausziehst.

Hunde im Frühling: Brut- und Setzzeit
Mit dem Frühling beginnt auch die Brutzeit vieler Vögel. Als Hundebesitzer*in solltest du deshalb auf allen Grünflächen, Wiesen und Feldern besondere Rücksicht nehmen:
- In einigen Bundesländern wie Niedersachsen und Bremen sowie in einigen Kommunen gilt in der Zeit vom 01. April bis zum 15. Juli eine Leinenpflicht. Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden. Informiere dich deshalb am besten, welche Vorschriften in deiner Stadt gelten.
- Damit dein Hund in der Brut- und Setzzeit auch gesichert frei laufen kann, empfehlen wir dir eine Schleppleine.
Weg mit dem Winterspeck – Auf zur Frühjahrsfigur
Hunde im Frühling haben oft ein paar Winterpfunde angesammelt, weil sie sich weniger bewegt haben und die Energiezufuhr durch zu viele Leckerli zwischendurch oder zu große Futtermengen zu hoch gewesen ist. Die Folgen von Übergewicht solltest du dabei keineswegs unterschätzen:
- Hunde mit Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, Gelenkprobleme und Diabetes.
- Übergewichtige Vierbeiner haben eine geringere Lebenserwartung und sie leiden häufiger an Tumoren als normalgewichtige Exemplare.
- Erstelle einen Diätplan:
Ein Diätfutter mit weniger Kalorien und ein Diätplan helfen deinem Hund dabei, gesund abzunehmen. Sprich dich hierzu mit deinem Tierarzt*deiner Tierärztin ab und kontrolliere seinen Fortschritt regelmäßig.
- Unser Tipp

- Lerne unser futalis Konzept kennen.
- Die Futterprobe ist auf den Energie- und Nährstoffbedarf deines Hundes abgestimmt.
- Klicke dich durch unseren Futterassistenten und füge deine individuelle Futterprobe deiner Bestellung hinzu.
Hund hat eine Allergie im Frühling
Allergien sind bei Hunden im Frühling leider keine Seltenheit. Typische Symptome sind:
- Juckreiz
- Knabbern und Beißen an den Pfoten sowie am Körper
- Hautausschläge und Pusteln
- Bindehautentzündungen
- Anschwellende Atemwegsschleimhäute
- In schwerwiegenden Fällen: Atemprobleme bis hin zu Atemnot
- Was tun bei einem Allergieverdacht?
Bei einem Verdacht auf eine Pollenallergie solltest du einen Allergietest beim Tierarzt*bei der Tierärztin machen. Diese*r verschreibt deinem Hund entsprechende Medikamente oder führt eine Hyposensibilisierung durch. Nach euren Spaziergängen ist es zudem sinnvoll, ihn mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Führe während der Pollensaison am besten auch ein Allergie-Tagebuch, um einen Überblick über die Symptome zu behalten.
Vorsicht vor giftigen Pflanzen im Garten
Viele beliebte Frühlingsblumen wie Osterglocken, Maiglöckchen und Tulpen sind für Hunde giftig. Weitere gefährliche Pflanzen sind Hyazinthen, Rhododendron und Efeu. Halte deinen Liebling von diesen Gewächsen und anderen für Hunde giftige Pflanzen fern oder entferne sie aus deinem Garten. Symptome einer Pflanzenvergiftung beim Hund können sein:
- Bauchkrämpfe
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Hecheln
- Verhältnismäßig hoher Speichelfluss
- Atemnot

Insektenstiche im Frühling
Mit den wärmeren Temperaturen sind auch wieder mehr Insekten unterwegs. Unterbinde es bitte sofort, wenn dein Hund nach Insekten schnappen sollte, weil Insektenstiche im Rachenraum sowie an der Nase gefährliche Schwellungen verursachen können.
- Erste Hilfe:
Bei Insektenstichen ist es wichtig, den Stich sofort zu kühlen. Wenn dein Hund an Atemnot leidet oder der Stich stark anschwillt, solltest du sofort einen Tierarzt*eine Tierärztin aufsuchen.
Unkrautvernichter und Düngemittel
Unkrautvernichter, Schneckenkorn und Düngemittel sind für Hunde besonders im Frühling gefährlich und sollten für sie unzugänglich aufbewahrt werden. Denn wenn dein Vierbeiner Mineraldünger oder Pflanzenschutzmittel aufnimmt, kann das im schlimmsten Fall tödlich enden. Informiere dich daher lieber in unserem Beitrag über die Gefahren im Garten für Hunde.
Der Frühling gehört zur Badesaison für Hunde
Viele Hunde lieben es, im Frühling ins Wasser zu springen. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten:
- Gelenkprobleme: Gerade Hunde mit Gelenkproblemen sollten nicht zu lange im kalten Wasser bleiben, da es ihre Beschwerden bei Unterkühlung verschlimmern kann.
- Sicherheitsmaßnahmen: Verzichte darauf, Stöcke ins Wasser zu werfen, da sich dein Fellfreund beim Aufnehmen des Stocks an der Zunge und am Rachenraum verletzen kann.
- Bleibe rücksichtsvoll: Umgehe es auch, Bälle oder Schwimmspielzeug ins Wasser zu werfen, sobald sich mehrere Hunde in der Nähe befinden oder sprich dich wenigstens mit den anderen Hundebesitzer*innen ab, bevor du die Spielsession einleitest.
Weitere Tipps von Hundekenner*innen
- Julia Wenderoth von midoggy.de empfiehlt: „Mein Tipp für den Frühling bezieht sich auf Zecken: Unserer Windspielhündin Lola ziehen wir im Frühling immer eine Bernsteinkette an, um sie vor Zecken zu schützen. Durch die Reibung der Kette am Fell wird ein harziger Geruch hervorgerufen, welchen die Zecken nicht mögen. Zudem kommt es durch die Reibung zu einer statischen Aufladung des Fellkleides, welche die kleinen Biester ebenfalls von einem Biss abhalten kann. Dazu sieht es auch noch wunderschön aus.“
- Claudia Scheler von Wufflog rät: „Viele Hunde, und auch Mailo, haben einen gewissen Hang zu Pferdemist. Mailo ist oft mit im Stall und sein Lieblingsort ist der Misthaufen. Aber auch während der Spaziergänge steckt er seine Nase ganz gerne mal in den Pferdemist. An sich ist es nicht schlimm, wenn die Pferdeäpfel im Hundemagen landen. Aus eigener Erfahrung kann ich versichern, dass es genauso hinten wieder rauskommt. Im Frühling ist allerdings Vorsicht geboten! Die meisten Pferde werden um diese Zeit entwurmt und bleiben dann auch in der Box, damit die ausgeschiedene Wurmkur nicht auf den Koppeln landet. Allerdings gehen trotzdem zahlreiche Reiter ins Gelände, und hinterlassen Pferdekot. Frisst der Hund hiervon, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. In der Regel ist es nicht lebensgefährlich, aber das muss nicht sein. Deswegen sollte man im Frühjahr den Hund von Pferdehaufen fernhalten.“