Nassfutter oder Trockenfutter für Hunde?

Während einige Hundehalter den Komfort von fertigem Trocken- oder Feuchtfutter schätzen, bevorzugen andere eine frische Zubereitung der Hundenahrung. Grundsätzlich ist mit jeder dieser Darreichungsarten eine optimale Hundeernährung möglich. Im Vordergrund sollte bei der Wahl der Fütterungsform stets die Gewährleistung einer idealen Energie- und Nährstoffversorgung stehen.

Trockenfutter

Bei der Trockenfutterherstellung werden die Inhaltsstoffe durch Hitze aufgeschlossen und Kroketten geformt. Gewöhnlich werden Extrudate aus einer Mischung von getrockneten und gemahlenen Rohstoffen verwendet. Alternativ können auch andere Verfahren wie das Backen oder Pressen zum Einsatz kommen. In trockenem Fertigfutter sind in der Regel alle benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten. Eine Zufütterung von Nahrungsergänzungen ist daher nicht erforderlich.

Die meisten Hundebesitzer ziehen bei der täglichen Versorgung ihrer Hunde Trockenfutter den anderen Formen der Fütterung vor. Zu den Vorteilen des Hundetrockenfutters zählen die leichte Lagerung und Zuteilung sowie die unkomplizierte Mitnahme auf Reisen.

Trockenfutter

Der Magen-Darm-Trakt des Hundes ist auf Kontinuität ausgerichtet und profitiert daher von der gleichbleibenden Zusammensetzung der Trockennahrung. Die aufgenommene Futtermenge ist bei der trockenen Darreichung geringer als bei Feucht- oder Frischfutter. Dies entlastet den Verdauungskanal des Hundes. Die durch die Hitzeentwicklung im Produktionsprozess aufgeschlossenen Nährstoffe sorgen für eine hohe Verdaulichkeit.

Trockenfutter regt Hunde zum Kauen an. In Abhängigkeit von Textur, Dichte und Größe der Kroketten fördert dies den natürlichen Abrieb der Zahnbeläge. Dies kann der Entstehung von Zahnstein vorbeugen.

Nachteilig an dieser Fütterungsform ist aus Sicht einiger Hundehalter die Unsicherheit über die verarbeiteten Inhaltsstoffe. Denn bedingt durch den Trocknungsprozess und die Formung der Kroketten sind die verarbeiteten Rohstoffe nicht mehr augenscheinlich erkennbar. Da es zwischen den einzelnen Futteranbietern große Unterschiede hinsichtlich Qualität und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gibt, sollten sich Halter vor dem Futterkauf aufmerksam die Deklaration durchlesen und im Zweifelsfall von einem Experten für Hundeernährung beraten lassen.

Wichtig ist außerdem, dass das gewählte Trockenfutter den individuellen Ansprüchen des Hundes gerecht wird. Um Über- und Unterversorgungen zu vermeiden, sollten deshalb möglichst alle ernährungsrelevanten Eigenschaften (u.a. Rasse, Alter, Gewicht, Aktivität) und deren Einfluss auf den Nährstoffbedarf berücksichtigt werden. Handelsübliches Standardfutter, das sich für alle Hunde gleichermaßen eignen soll, führt daher leicht zu Fehlversorgungen, die wiederum gesundheitliche Probleme verursachen können.

Feuchtfutter

Feuchtfütterung im Vergleich

Auch bei der Herstellung des Feuchtfutters werden die Rohstoffe zunächst zerkleinert und vermengt. Diese Mischung wird zur Haltbarmachung in luftdicht verschlossene Dosen, Schalen oder Tüten abgefüllt und sterilisiert. Dadurch kommen die Aromen besser zur Entfaltung. Dieser Umstand macht Feuchtfutter gerade für wählerische Hunde sehr attraktiv.

Dosenfutter erhält durch den Sterilisierungsprozess eine gute, hygienische Qualität. Ist das Produkt jedoch bereits geöffnet, verdirbt es relativ schnell und sollte nicht allzu lange im Napf verweilen.

Hunde, die zu wenig trinken, profitieren vom hohen Wassergehalt des Feuchtfutters. Feuchtfutter weist häufig einen hohen Proteingehalt auf. Kommt es dadurch zu Fehlversorgungen, können Flatulenzen oder metabolische Probleme und Organreaktionen die Folge sein. Auch hier gilt es daher, die Zusammensetzung genau zu prüfen und auf den Bedarf des Einzeltieres abzustimmen.

Rohfütterung (BARF) und Selbstgekochtes

Einige Hundebesitzer bevorzugen es, die Hundenahrung selbst zuzubereiten. Dafür vermischen sie entweder Fertigfutter mit weiteren Zutaten, kochen die gesamte Mahlzeit selbst oder stellen rohe Bestandteile frisch zusammen. Diese frische Zubereitung sorgt für eine gute Akzeptanz beim Hund.

Teilweise wird diese Fütterungsform als „natürlicher“ und sicherer angesehen, insbesondere von Haltern, denen es beim Fertigfutter an Transparenz mangelt. Auch Hunde mit Unverträglichkeiten profitieren von selbst zubereiteten Mahlzeiten. Futtermittel, die zu allergischen Reaktionen führen, können so zuverlässig aus der Ration ausgeschlossen werden.

BARF im Vergleich

Manche Hunde sind aufgrund ihres Alters, Ernährungszustandes oder vorhandener Krankheiten auf eine angepasste Ernährung angewiesen. Diese speziellen Ansprüche können bei der eigenen Futterzusammenstellung berücksichtigt werden. Bislang war eine solche individuelle Hundeernährung weder mit Trocken- noch mit Feuchtfutter möglich, da beide Fütterungsformen in der Regel auf die standardmäßige Verwendung bei einer Vielzahl unterschiedlicher Hunde ausgerichtet sind. futalis ermöglicht jedoch, diese Vorteile der individuellen Ration auch mit Trockenfutter zu ermöglichen.

Zu den Nachteilen des Kochens beziehungsweise der Rohfütterung zählen der nicht zu vernachlässigende Zeitaufwand bei der Zubereitung sowie die höheren Kosten im Vergleich zum Fertigfutter. Gerade für Einsteiger erweist sich dies zunächst einmal als Hürde. Um das zubereitete Futter den Nährstoffbedürfnissen des eigenen Hundes anzupassen, bedarf es umfangreicher Kenntnisse auf dem Gebiet der Hundeernährung. Schließlich können Fehlversorgungen mit Protein, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen. Unerfahrene Hundehalter können die optimale Nährstoffversorgung häufig nicht gewährleisten. Hier einen Vergleich zum Wolf anzustellen, der sich auch nicht an wissenschaftliche Berechnung seiner Mahlzeiten gehalten haben mag, ist eindeutig ein Trugschluss. Wir wünschen uns für unsere domestizierten Begleiter ein Vielfaches mehr an Lebenszeit und Wohlbefinden.

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