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Borreliose Hund

Borreliose beim Hund – Symptome & Behandlung

Die durch Zecken übertragene Infektionskrankheit kommt weltweit vor und kann beim Hund unerkannt und unbehandelt sogar tödlich enden. Hier erfahren Sie alles Wichtige über Borreliose beim Hund, deren Symptome, die Diagnose und Behandlung sowie vorbeugende Maßnahmen.


Was ist Borreliose beim Hund?

Borreliose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit, die bei Hunden ebenso wie bei Menschen durch Zecken übertragen wird. Die Infektion erfolgt durch die Übertragung der Borrelien bei einem Zeckenbiss auf den Hund. Die Folge sind Entzündungen im gesamten Körper des erkrankten Hundes. Die meisten Fälle von Borreliose beim Hund sind während der Sommermonate zu verzeichnen, da in diesem Zeitraum ein erhöhtes Vorkommen von Zecken in der freien Natur zu registrieren ist. Von Gebüsch und Gras aus gelangen die Tiere ohne Schwierigkeiten in das Fell des Hundes und beißen sich in der Haut fest.

Ursachen von Borreliose und Übertragung

Die Bakterien, durch die Borreliose beim Hund ausgelöst wird, leben im Magen-Darm-Trakt der Zecke. Bei einem Zeckenstich werden diese Bakterien über den Speichel der infizierten Zecke übertragen und gelangen auf diese Weise in die Blutbahn des Hundes. Jedoch werden die Borrelien erst 16 bis 24 Stunden nach dem Stich übertragen. Deshalb ist es so wichtig, Zecken möglichst zeitnah zu entfernen. Haben sich die Bakterien erst einmal im ganzen Körper ausgebreitet, ziehen diese Entzündungen nach sich, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

Die Zecken selbst infizieren sich an Wildtieren. Etwa jede dritte Zecke trägt Borrelien in sich – diese Zahl schwankt von Region zu Region. Damit ist die Borreliose die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit. Da die Krankheit zum ersten Mal in dem amerikanischen Ort Lyme beschrieben wurde, wird auch von der "Lyme-Krankheit" oder "Lyme-Borreliose" gesprochen.

Borreliose Symptome und Verlauf beim Hund

  • Rötung der Haut um die Bissstelle
  • Entzündung an der Bissstelle
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Lymphknotenschwellungen
  • Lethargie
  • Gelenk- und Muskelschmerzen

Ein erstes Anzeichen für Borreliose beim Hund ist häufig eine oberflächliche Hautrötung, die jedoch durch das Hundefell häufig unerkannt bleibt. In der Folge kann es zu verschiedenen Entzündungsbeschwerden, Fieber sowie Gelenk- und Muskelschmerzen des Hundes kommen. Auch Appetitlosigkeit, Lymphdrüsenschwellungen und Lethargie können Symptome sein.

Wird die Krankheit nicht erkannt und schreitet die Borreliose weiter voran, können Monate oder auch Jahre nach der Infektion weitere Symptome folgen. In schlimmen Fällen können zwischenzeitliche Lähmungen oder Nierenentzündungen Folgen einer Borreliose beim Hund sein. Vor allem nach dem Schlafen oder längerem Liegen hat der betroffene Hund Probleme beim Aufstehen. Wiederkehrende Gelenkentzündungen, geschwollene Gelenke, ein gestörtes Allgemeinbefinden, wiederkehrendes Fieber sind ebenfalls beim fortgeschrittenen Stadium zu nennen. Die Schmerzen des Hundes können auch zu Bewegungsunlust und Verhaltensveränderungen führen.

  • Lahmheit, Humpeln
  • Gelenkentzündungen und -schwellungen
  • Nierenentzündungen
  • gestörtes Allgemeinbefinden
  • Verhaltensveränderungen

Nicht alle Hunde, die von einer infizierten Zecke gebissen wurden, bekommen Krankheitsanzeichen einer Borreliose. Und auch ein erkrankter Hund kann über mehrere Monate hinweg symptomfrei bleiben. Da die Symptome der Krankheit meist erst nach zwei bis fünf Monaten (oder auch noch später) auftreten, ist es nicht einfach die Anzeichen mit dem Zeckenbiss und damit mit der Borreliose in Verbindung zu bringen.

Diagnose

Ein Problem bei der frühzeitigen Erkennung und Behandlung einer Borreliose ist die Tatsache, dass die ersten Symptome oftmals erst Monate nach dem Zeckenbiss auftreten. Auch eine eindeutige Diagnose anhand von Laborwerten gestaltet sich zumeist schwierig. Denn der Nachweis von Antikörpern im Blut belegt nur, dass der Hund Träger der Borrelien ist und nicht, dass die Symptome des Hundes zwangsläufig auf die Borreliose zurückzuführen sind.

Zecken sind Überträger von Borreliose

Behandlung und Therapie der Borreliose bei Hunden

Aus den genannten Gründen wird häufig eine diagnostische Antibiotikatherapie durchgeführt. Wenn eine solche Behandlung anschlägt, gilt dies als deutlicher Hinweis für Borreliose. Die Behandlung mit Antibiotika wird in der Regel über einen Zeitraum von einem Monat weitergeführt. In Einzelfällen muss die Therapie auch verlängert werden.

In den meisten Fällen tritt bereits in den ersten Tagen einer Antibiotikabehandlung eine sichtbare Besserung der Beschwerden ein. Wenn eine Borreliose beim Hund frühzeitig erkannt und behandelt wird, hat das Tier gute Heilungschancen, eine vollständige Eliminierung der auslösenden Bakterien ist allerdings unwahrscheinlich. Der erkrankte Hund muss in diesen Fällen mit einer chronischen Borreliose leben, das heißt, dass in regelmäßigen Abständen akute Krankheitsschübe auftreten können.

Kann eine Borreliose beim Hund tödlich sein?

Da die Bakterien auch die Organe und das Nervensystem befallen können, kann die Borreliose-Erkrankung tödlich verlaufen und einen langen Leidensweg für den Hund bedeuten, wenn sie nicht behandelt wird. Wird sie jedoch frühzeitig erkannt, schlägt die Antibiose in der Regel gut an. Dennoch kann sich der Hund immer wieder durch einen erneuten Zeckenstich anstecken.

Borreliose vorbeugen

Die Prophylaxe gegen Borreliose kann jeder Hundehalter bei seinem Hund selbst vornehmen.

  • Verwendung von Antiparasitika in Form von Spot-on-Präparaten, Kautabletten oder Halsbändern, die über den Tierarzt erhältlich sind
  • Absuchen oder Kämmen des Hundes nach jedem Spaziergang
  • Schnellstmögliches Entfernen von Zecken
  • Beobachten von Einstichstellen und Hautrötungen
  • Überwachen von möglichen Symptomen und Aufsuchen eines Tierarztes
  • Stärkung der Abwehrkräfte


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