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futalis Ernährungskonzept

Behandlung von Herzproblemen

Medikamente

Die Therapie erfolgt zunächst über die medikamentöse Einstellung des Patienten. Dabei können abhängig von der Erkrankung unterschiedliche Medikamente eingesetzt werden. Die gängigsten Präparate verhindern einen Blutdruckanstieg und entlasten so das Herz oder wirken direkt an Rezeptoren des Herzens. Häufig erfolgt auch eine Kombinationstherapie mit Präparaten, die ein Ausschwemmen der Wasseransammlungen bewirken. Hier zeigt sich wie wichtig eine sichere Diagnosestellung ist, denn bei einigen Herzerkrankungen wie z. B. der Aortenstenose ist wiederum keine Entlastung des Herzens erwünscht, da dies mit dem erhöhten Risiko eines Kreislaufkollapses einhergeht.

Einfluss der Ernährung

Eine wichtige Säule in der Therapie von Herzerkrankungen stellt die Umstellung der Ernährung dar. Herzpatienten weisen einige Besonderheiten in ihrem Nährstoffbedarf auf und benötigen deshalb eine spezielle Diät. Dabei ist es das Hauptziel der diätetischen Therapie, das Herz zu entlasten und so ein Fortschreiten der Erkrankung bestmöglich zu verhindern.


Gewicht als elementarer Faktor

Die Erhaltung des Idealgewichtes spielt bei Herzpatienten eine große Rolle, denn sowohl Über- als auch Untergewicht können sich negativ auf das Krankheitsgeschehen auswirken. Da Herzpatienten im späteren Stadium an Gewicht verlieren, muss eine ausreichende Versorgung mit Energie gewährleistet sein. Gleichzeitig sollte die Futtermenge möglichst klein gestaltet werden, da ein überfüllter Magen, aufgrund seiner Ausdehnung bis in den Brustraum, das Herz belastet. Fett eignet sich hier besonders als Hauptenergielieferant, wobei hohe Fettgehalte nicht von jedem Hund vertragen werden. Ist der Hund bei Diagnosestellung übergewichtig, ist ein hoher Energiegehalt in der Ration nicht sinnvoll. Stattdessen sollte der Hund möglichst zügig sein Idealgewicht erreichen. Die Umstellung auf ein handelsübliches Diätfuttermittel kann problematisch sein, da diese zum Teil nicht für Hunde geeignet sind, die unter einer Herzerkrankung leiden. Stattdessen sollte die Ration individuell auf den Patienten angepasst werden.

Labrador Rüde

Funktionale Inhaltsstoffe im Futter

Im Verlauf einer Herzerkrankung wird Natrium nicht mehr korrekt ausgeschieden und sammelt sich deshalb im Körper an [1]. Dies kann Ödeme zur Folge haben. Außerdem führt ein hoher Natriumgehalt zu einer Veränderung des Blutdrucks. Da beide Punkte mit einem Fortschreiten der Herzerkrankung einhergehen, ist eine möglichst natriumarme Ernährung zu empfehlen.

Aufgrund der mit der Erkrankung einhergehenden Umbauprozesse im Herzen, werden vermehrt freie Radikale gebildet [2]. Um den Herzmuskel zu unterstützen, können deshalb Antioxidantien eingesetzt werden, da diese als Radikalfänger fungieren. Für einige Rassen ist bewiesen, dass ein Mangel des Stoffes Carnitin zu Herzveränderungen führt [3]. Gerade bei Erkrankungen wie der DCM, ist eine Ergänzung der Nahrung deshalb sinnvoll.

Ein Mangel an Taurin kann insbesondere bei großwüchsigen Hunden zu einer Abnahme der Herzleistung führen bzw. mit einer Herzmuskelerkrankung einhergehen. Bei erkrankten Hunden konnte eine zusätzliche Gabe von Taurin eine klinische Verbesserung der Symptome herbeiführen sowie eine erhöhte Leistung des Herzens beobachtet werden [4].

Einige der gängigen Medikamente führen langfristig zu Elektrolytverschiebungen im Blut. Insbesondere der Kaliumgehalt ist hiervon betroffen. In diesen Fällen kann eine Erhöhung des Kaliumgehaltes der Futterration nötig sein.

Eine angepasste Fütterung und gut eingestellte medikamentöse Therapie können Hunden mit Herzerkrankungen helfen, Beschwerden zu lindern und die Lebenserwartung zu erhöhen.


↓ Ursachen, Symptome und Diagnose


Wissenschaftliche Studien

[1] Barger et al. (1995): Relationship between exchangeable sodium and rate of sodium excretion in dogs with experimental valvular lesions of the heart. Am J Physiol. 180(2):387-91.
[2] Freeman et al. (2005): Antioxidant status and biomarkers of oxidative stress in dogs with congestive heart failure. J Vet Intern Med. 19(4):537-41.
[3] Keene et al. (1991): Myocardial L-carnitine deficiency in a family of dogs with dilated cardiomyopathy. J Am Vet Med Assoc. 198(4):647-50.
[4] Fascetti et al. (2003): Taurine deficiency in dogs with dilated cardiomyopathy: 12 cases (1997-2001). J Am Vet Med Assoc. 223(8): 1137-41