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Haarausfall bei Hunden

Morbus Cushing bei Hunden

Das Cushing-Syndrom ist eine Krankheit, die vom amerikanischen Neurochirurgen H. Cushing beim Menschen entdeckt wurde. Bei dieser Erkrankung ist der Cortisolspiegel im Körper ständig erhöht, was zu einer Vielzahl von Symptomen führt.


Ursachen für das Cushing-Syndrom (Morbus Cushing)

Medikamentöse Behandlung als Ursache

Bei entzündlichen Erkrankungen kann eine ärztlich verordnete Cortisonbehandlung dazu führen, dass in der Blutbahn ein Überschuss dieses Hormons entsteht. Wird dabei eine bestimmte Dosierungshöhe und Zeitdauer überschritten, kann dies bei Hunden ein Cushing-Syndrom entstehen lassen. Häufiger wird die Erkrankung jedoch durch eine Überproduktion von körpereigenem Cortisol hervorgerufen.

Die Rolle von Cortisol

Das Hormon, das in den Nebennierenrinden, also in den äußeren Gewebeanteilen der Nebennieren, produziert wird, beeinflusst den Zuckerstoffwechsel und den Blutdruck und wirkt entzündungshemmend. Dieses Hormon wird normalerweise auf Befehl des Gehirns in die Blutbahn ausgestoßen. Bestimmte Tumore können diese sonst reibungslos ablaufenden Prozesse auf empfindliche Weise stören.

Tumore als Ursache

Bei über 80 % der Cushing-Patienten sind Neoplasien (Tumore) in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), also am Regulationsorgan des Cortisol-Stoffwechsels, Ursache des Krankheitsbildes. Mit zunehmender Größe sorgen diese dafür, dass das Hormon ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) vermehrt ausgeschüttet wird und den Nebennierenrinden den Befehl gibt, mehr Cortisol zu produzieren. Diese Ursache der Cortisolerhöhung wird als der eigentliche Morbus Cushing bezeichnet. Weitaus seltener führen gut- oder bösartige Tumore der Nebennierenrinden selbst zu einer Überproduktion von Cortisol.

Symptome des Cushing-Syndroms beim Hund

Das Cushing-Syndrom bei Hunden macht sich durch abnehmende Muskulatur und übermäßigen Durst deutlich bemerkbar. Der Appetit steigt, manchmal bildet sich ein Hängebauch. Häufiges Hecheln, Haarausfall, Osteoporose oder auch Diabetes Mellitus, schlechte Wundheilung und Infektionsanfälligkeit können Ursachen eines beginnenden Cushing-Syndroms sein.

Symptome auf einen Blick:

  • Hund trinkt übermäßig viel
  • vermehrter Harndrang
  • gesteigerter Appetit
  • Muskelschwund
  • Hängebauch
  • starkes Hecheln, Lethargie
  • Veränderungen an Haut und Fell: Haarausfall, stumpfes Fell, dünne Haut, Hauterkrankungen
  • verkleinerte Hoden beim Rüden und Ausbleiben der Läufigkeit bei Hündinnen
  • Diabetes mellitus
  • Infektionsanfälligkeit
  • schlechte Wundheilung
  • Neigung zu Osteoporose

Diagnostik beim Cushing Syndrom

Sollten Sie eines oder mehrere der genannten Symptome bei Ihrem Hund feststellen, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt stellt die Diagnose mit Hilfe von Screening-Tests und weiterführenden Laboruntersuchungen. Teilweise kann eine Computertomographie weiterführende Informationen liefern.

Hund mit Cushing Syndrom

Behandlung und Therapiemöglichkeiten des Cushing Syndroms (Morbus Cushing)

Beim iatrogenen Cushing-Syndrom, bei dem zu lange oder zu hohe Cortisongaben die Ursache des Cushing-Syndroms sind, erfolgt die Therapie durch das kontrollierte Absetzen der vom Tierarzt verordneten Cortisonprodukte. Dabei wird das Medikament langsam entzogen und durch die Eigenproduktion des Cortisols ersetzt sowie durch die Blutwertanalyse kontrolliert. Ein schnelles Absetzen der Medikamente würde zu einem lebensbedrohlichen Mangel an Cortisol im Körper führen, da der Organismus einige Zeit braucht, um eine angemessene Produktion des Hormons selbst wieder aufzunehmen. Wann ein Cushing-Syndrom bei Hunden durch Medikamentengabe entstehen kann, ist individuell. Tiere in Behandlung sollten daher genau beobachtet werden, um der medikamentös bedingten Entstehung dieser Krankheit vorbeugen zu können.

Bei Nebennieren- und Hypophysentumoren hilft in vielen Fällen nur ein chirurgischer Eingriff, wenn das Alter des Tieres und die Tumorgröße und -lage dies zulassen. Gebräuchlicher sind allerdings Medikamente, die das Nebennierengewebe ganz oder teilweise zerstören und somit die Cortisolbildung unterdrücken. Da Cortisol in gewissen Maßen dennoch ein lebenswichtiger Bestandteil des Körpers ist, benötigt das Tier im Anschluss eine lebenslange Cortisonzufuhr, die allerdings so niedrig dosiert ist, dass dadurch kein erneutes Cushing-Syndrom ausgelöst wird.

Fakten zu Cushing beim Hund:

  • Hündinnen sind häufiger als Rüden betroffen
  • ältere Hunde sind häufiger betroffen als junge
  • bestimmte Rassen sind häufiger betroffen: u. a. Terrier, Dackel, Pudel
  • Katzen sind deutlich seltener betroffen
  • die häufigste Ursache für Cushing ist ein Hypophysentumor
  • Cushing-Patienten sollten ein leberschonendes und leichtverdauliches Futter erhalten

Ernährung des Hundes mit Cushing Syndrom

Leidet Ihr Hund unter dem Cushing Syndrom, ist nicht nur die tierärztliche Behandlung wichtig. Auch die Ernährung des Hundes sollte angepasst werden. Dabei sollte auf ein leberschonendes und fettarmes Futter zurückgegriffen werden, das zugleich leicht verdaulich und aus hochwertigen Rohstoffen zusammengesetzt ist.


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