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Hund motivieren

Hunde motivieren und richtig belohnen

Die wichtigste Voraussetzung für die Arbeit mit dem Hund ist Motivation. Aber wie motiviere ich meinen Hund? Was kann ich tun, wenn mein Hund keine Leckerlis mag? Und welche Regeln sollten beim Belohnen beachtet werden? Wir geben Ihnen die wichtigsten Infos zum Thema Motivation und Belohnung an die Hand.


Was ist Motivation und warum ist sie wichtig?

Motivation ist das Bedürfnis oder der Antrieb ein Verhalten auszuführen. Dabei unterscheidet man zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Bei der intrinsischen Motivation ist das Verhalten selbstbelohnend, die Motivation kommt von innen, zum Beispiel das Verfolgen einer Wildspur.

Die extrinsische Motivation kommt von außen. Der Hund zeigt sein Verhalten, weil er sich einen Vorteil verspricht. Beispielsweise macht der Hund im Training „Platz“, weil er ein Leckerli erwartet.

Vor allem im Bereich Training ist die Motivation des Hundes entscheidend. Ein motivierter Hund arbeitet freudiger und ausdauernder. Deshalb wird in der Regel mit extrinsischen Motivationen gearbeitet, damit der Hund die verlangten Übungen mit angenehmen Konsequenzen verknüpft und gerne zeigt.

Was können Hundehalter als Belohnung einsetzen?

  • Futter (Futter aus der Hand geben, Futter auf den Boden rollen, Futter verstecken und suchen lassen etc.)
  • Besondere Leckerlis (Hundeleberwurst, Käsewürfel, Hundewürstchen, etc.)
  • Verbales Lob
  • Streicheln
  • Spielen mit dem Hundeführer
  • Spielen mit Spielzeug
  • Werfen eines Felldummys
  • Gemeinsames Rennen
  • Den Hund in den Freilauf schicken/den Hund ableinen
  • Den Hund zum Spiel zu anderen Hunden schicken
  • Alle Verhaltensweisen, die dem Hund Spaß machen (ins Wasser schicken, Buddeln lassen, Schnüffeln etc.)

Die beliebtesten Belohnungsarten im Check

Futter als Belohnung

Die Motivation über Futter ist meist sehr effektiv, da es zum natürlichen Verhalten von Tieren gehört, Futter zu beschaffen. Dabei muss das Futter nicht starr aus der Hand gegeben werden, sondern kann auch mal über den Boden gerollt werden, man wirft es in die Wiese, gibt es über die Arbeit mit dem Futterdummy o. ä.

Um die Gesundheit des Hundes nicht zu gefährden, muss beim Einsatz von Futter als Belohnung bedacht werden, dass der Hund dabei zusätzliche Energie aufnimmt. Üblicherweise deckt schon die tägliche Ration im Napf den Energiebedarf. Zusätzliche Belohnungen sollten daher bei der Tagesration berücksichtigt werden, um Überversorgungen mit Nährstoffen zu vermeiden. Damit wird gewährleistet, dass der Hund nicht zu viel Energie aufnimmt, die mit der Zeit in Fettpolstern gespeichert wird. Besonders praktisch sind die Tagesrationen von futalis.


Streicheln als Belohnung

Ob Streicheln als Belohnung empfunden wird, ist von Hund zu Hund verschieden. Beim Toben im Wald oder bei den Übungen auf dem Hundeplatz möchten nur die wenigsten Vierbeiner gestreichelt werden, sondern bevorzugen eine Belohnung in Form von Futter oder Spielzeug. In ungewohnter Umgebung oder anderen Stresssituationen empfiehlt sich eine Streicheleinheit ebenso wenig. Sie könnte das Unbehagen noch verstärken.

Ob ein Hund in Kuschellaune ist, erkennt man am besten durch genaue Beobachtung. Reagiert er aktiv und freudig auf die Streicheleinheiten, signalisiert er seine Bereitschaft für den Kontakt. Gut dosierte Streicheleinheiten im richtigen Moment vermitteln dem Tier ein Gefühl von Zugehörigkeit und Geborgenheit. Wendet der Hund jedoch den Blick ab, dreht seinen Kopf weg oder duckt sich ab, sollte Streicheln nicht die erste Wahl in der Belohnungsliste sein.

Verbales Lob als Belohnung

Ein freundliches Gesicht, eine freundliche Stimme und eine offene Körperhaltung können Motivation für den Hund sein. Erwiesenermaßen reagieren Hunde auf eine hohe freundliche Stimmlage. Das verbale Lob kann auch genutzt werden, um die Zeit zu überbrücken bis der Hund eine andere Belohnung erhält, da wir unsere Stimme immer sofort einsetzen können, auch wenn mal kein Futter oder Spielzeug parat ist.

Reagiert der Hund gar nicht auf verbales Lob, sollte hinterfragt werden, ob im Alltag bereits zu viel mit dem Hund gesprochen wird oder ob man in der Tonlage noch stärker variieren sollte.

Spiel oder Spielzeug als Belohnung

Für einige Hunde ist Spiel die größte Belohnung. Dabei kann das Spiel mit dem Hundeführer (ohne Spielzeug) oder ein objektbezogenes Spiel wie ein Zerrspiel oder das Werfen des Spielzeugs, gemeint sein. Bei der Auswahl des Spielzeugs sollte beachtet werden, dass es ausreichend robust ist und der Hund sich nicht daran verschlucken kann. Stöcke eignen sich nicht zum Werfen als Belohnung, da hier das Verletzungsrisiko zu hoch ist.

Anderen Hunden fällt es schwer ein Spiel in einer Trainingssituation anzunehmen. Dann sollte das gemeinsame Spiel zunächst in ablenkungsarmer Umgebung immer wieder geübt werden.

Regeln für mehr Motivation und richtige Belohnungen

  • Achten Sie auf Ihre Körpersprache: Beugen Sie sich nicht über den Hund und machen Sie keine ruckartigen Bewegungen auf den Hund zu, wenn er seine Belohnung erhält.
  • Richtiges Timing: Belohnen Sie das Verhalten Ihres Hundes innerhalb von zwei Sekunden, damit das Verhalten auch mit der Belohnung verknüpft wird.
  • Belohnen und nicht Locken: Achten Sie darauf, dass Sie die Belohnung erst nach dem richtigen Verhalten zum Vorschein holen. Haben Sie während einer Übung die ganze Zeit Futter in der Hand, kann es passieren, dass der Hund das Verhalten ohne Futter vor der Nase nicht ausführt. Bei neu erlernten Signalen kann Futter zum Locken des Hundes verwendet werden, sollte dann aber ausgeschlichen werden.
  • Bedürfnisorientiertes Belohnen: Eine Belohnung ist auch wirklich eine Belohnung, wenn sie sich an den Bedürfnissen des Hundes orientiert. Mehr darüber erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
  • Überforderung vermeiden: Trainingssituationen können stressig sein. Achten Sie auf eine angenehme Trainingsatmosphäre, überfordern Sie Ihren Hund nicht und machen Sie lieber mehrere kurze Übungen.

Bedürfnisorientiertes Belohnen

Ihr Hund hat gerade gefressen und erhält für ein „Sitz“ ein Leckerli? Sie konnten Ihren Hund vom Jagen abhalten und er bekommt dafür eine Streicheleinheit? Das sind vielleicht nicht die geeigneten Belohnungen. Je mehr Sie sich an den Bedürfnissen Ihres Hundes orientieren, desto mehr wird die Motivation Ihres Hundes steigen. Im Folgenden nennen wir einige Beispiele für bedürfnisorientierte Belohnungen:

  • Ihr Hund hat vom Jagen abgelassen → Lassen sie ihn einem geworfenen Felldummy hinterherhetzen
  • Ihr Hund hat sich vor einer Hundebegegnung erfolgreich hingesetzt und mag das Spiel mit anderen Hunden → Lassen Sie ihn zur Belohnung zu dem anderen Hund hinrennen
  • Ihr Hund hat sich vor einer Hundebegegnung erfolgreich hingesetzt und mag keinen Kontakt zu anderen Hunden → Gehen Sie zur Belohnung einen großen Bogen um den anderen Hund
  • Ihr Hund hat den Pferdeapfel nicht gefressen → Schmeißen Sie eine kleine Menge Futter auf die Wiese, die der Hund nun nehmen darf

Versuchen Sie die Bedürfnisse Ihres Hundes zu erkennen und setzen diese Bedürfnisse dann bewusst als Belohnungen ein.

Hund mit Futterdummy belohnen

Hund ist nicht zu motivieren?

Einige Hunde scheinen sich gar nicht motivieren zu lassen. Vor allem Hunde, die nicht dafür gezüchtet wurden, mit dem Menschen zusammenzuarbeiten, können sich im Training schwertun. Haben Sie das Gefühl, dass sich Ihr Hund im Training gar nicht motivieren lässt, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Ist mein Hund im Training zu gestresst, um Übungen motiviert zu meistern?

Versuchen Sie an Tageszeiten spazieren zu gehen, in denen weniger Ablenkung ist oder suchen Sie sich ein ablenkungsärmeres Gelände. Versuchen Sie Übungen in kleinere Schritte aufzuteilen und belohnen Sie schon erste Erfolge. Ziehen Sie einen Hundetrainer zurate, wenn Sie merken, dass Sie im Training nicht weiterkommen.

  • Ist meine Körpersprache unklar oder wirke ich bedrohlich für den Hund?

Versuchen Sie ihre eigene Körpersprache zu reflektieren. Dabei kann es sehr hilfreich sein, sich einmal beim Training mit dem Hund zu filmen. Versuchen Sie beim Training und der Gabe der Belohnungen nicht hektisch zu werden.

  • Sind meine bisher eingesetzten Belohnungen nicht das richtige für meinen Hund?

Einige Hunde nehmen Futter als Belohnung draußen nicht an. Überprüfen Sie einmal die Futtermenge Ihres Hundes und versuchen Sie das Futter mehr draußen für die Arbeit mit dem Hund zu geben. Oder nutzen Sie einmal ganz besondere Leckerli, die der Hund sonst nicht bekommt. Alternativ muss es nicht das Futter sein – versuchen Sie stärker bedürfnisorientiert zu belohnen.

  • Ist mein Hund zu 100 % gesundheitlich fit?

Zahnstein, Magenschmerzen, eine Blockade im Rücken, Arthrose usw. – viele gesundheitliche Beschwerden können dazu führen, dass sich der Hund im Alltag unmotiviert zeigt. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt, um alle Ursachen abzuklären.

Zusammenfassung: Mehr Motivation durch bedürfnisorientierte Belohnungen

Nur mit der richtigen Belohnung zeigt sich ein Hund motiviert bei der Arbeit. Je nach Hund variiert die bevorzugte Art der Belohnung. Doch richtig loben will gelernt sein. Wichtig dabei ist vor allem ein gutes Timing, die Körpersprache des Halters und der Einsatz von bedürfnisorientierten Belohnungen.

Sehr sinnvoll ist es, die verschiedenen Arten der Belohnung im Alltag und beim Hundetraining zu kombinieren und auf die individuelle Reaktion des Hundes zu achten.


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