Havaneser
Rasseportrait

Havaneser Steckbrief

Bewegungsdrang
Familienhund
Aggressionspotenzial
Jagddrang

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Havaneser?

Der Havaneser ist eine kleine Hunderasse, die zu den sogenannten Bichon-Rassen zählt. Seinen Namen verdankt er zum einen der kubanischen Hauptstadt, zum anderen aber auch der tabakähnlichen Havannafarbe, die bei ihm im Gegensatz zu anderen Bichon-Rassen besonders häufig vorkommt.

Charakter, Eigenschaften und Wesen

Der Havaneser ist ein aufgeweckter, neugieriger und aufgeschlossener Hund, der schnell und bereitwillig lernt:

Temperament, Erziehung und Haltung

Havaneser-rennt-über-Schnee

Aufgrund seiner aufgeschlossenen und fröhlichen Art ist der Havaneser relativ unkompliziert in Erziehung und Haltung:

Fellpflege

Willst du einen Havaneser bei dir einziehen lassen, solltest du im Blick haben, dass das Fell dieser Rasse regelmäßiger und gründlicher Pflege bedarf:

Havis als Familienhunde

Havaneser-sitzt-auf-Steinboden

Der Havaneser ist heute vor allem als Familienhund anzutreffen und eignet sich grundsätzlich als Begleithund für Menschen jeden Alters:

Schlechte Eigenschaften

Wie bei allen Aussagen über das Wesen und Verhalten von Hunden, trifft nicht jedes Merkmal, das bei einer Rasse zu erwarten wäre, auch auf deinen Hund zu. So können bei mangelhafter Erziehung oder zu viel Verwöhnung schlechte Eigenschaften und unliebsame Verhaltensauffälligkeiten ebenfalls bei Havanesern in Erscheinung treten:

Allergiker

Wie bereits beschrieben, fällt die Fellpflege des Havis recht umständlich aus. Hast du eine Allergie, könnte das tägliche Bürsten ein ernsthaftes Problem für dich darstellen. Positiv ist aber: Der Havaneser haart im Vergleich zu anderen Hunderassen weniger und besitzt somit auch eine allergikerfreundliche Seite.

Futter für den Havaneser

Jeder Hund hat einen individuellen Nährstoffbedarf. Berücksichtigst du diesen für deinen Havaneser nicht, kommt es zu Fehlversorgungen und damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

Havaneser-steht-im-Gras

Herkunft und Geschichte

Der Havaneser stammt ursprünglich aus der spanischen und italienischen Mittelmeerregion und nicht etwa aus Kuba, wie hin und wieder zu lesen ist. Italienische Seefahrer führten ihn vielmehr bereits in frühen Jahren nach Kuba ein, wo er vor allem bei wohlhabenden Damen als Statussymbol beliebt war.

Seit den 1950er Jahren ist der Havaneser vollständig aus Kuba verschwunden. Die Rasse konnte aber dennoch dank einiger in die USA importierter Exemplare überdauern und ist wieder weltweit verbreitet.

Mischlinge

Ein beliebter Havaneser-Mix ist die Kreuzung zwischen dem Havi und dem Malteser. Weitere bekannte Mischlinge sind Verpaarungen mit dem Shih Tzu, Bolonka Zwetna, Mops (Havamop), Jack Russell Terrier und Pudel (Havadoodle). 

Die Zucht mit solchen Hybridrassen ist jedoch umstritten: Dass nur die positiven Eigenschaften der Elterntiere vererbt werden, kann nicht einmal der beste Züchter der Welt im Vorhinein bestimmen.

Welpen

Havaneser-Welpe-mit-freundlichem-Blick
Havaneser-Welpe-sitzt-auf-Wiese

Wie sieht ein Havaneser aus?

Der größte kynologische Dachverband „Fédération Cynologique Internationale“ (FCI) führt den Havaneser in der Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithunde“ sowie der darin enthaltenen Sektion 1 „Bichons und verwandte Rassen“. Folgenden Rassestandard schreibt sie vor:

Kurzhaar Havaneser

Der Havaneser sollte langes, üppiges und bestenfalls gewelltes Haar haben:

Neben dem Havaneserhund mit Langhaar gibt es auch eine Varietät mit kurzem Fell. Die FCI erkennt jedoch kurzhaarige Havaneser nicht an.

Erbkrankheiten

Der Havaneser ist eine recht robuste Hunderasse, bleibt aber leider nicht von allen ernährungsrelevanten Hundekrankheiten verschont.

Die Patellaluxation bezeichnet eine Verlagerung der Kniescheibe:

Die Erkrankung kann gravierende Lahmheiten bei deinem Havaneser bedingen.

Die Kniescheibe deines Havaneserhundes springt aus ihrer natürlichen Position und stört so seinen Bewegungsablauf.

Betroffen sind neben dem Havi vor allem kleine Rassen wie der Bolonka Zwetna, Papillon oder Chihuahua.

PRA (Progressive Retina Atrophie)

Katarakt (Grauer Star)

Hämophilie A

Havaneser kaufen

Hast du dich für einen Havaneser entschieden? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt musst du nur noch nach einem verantwortungsvollen Züchter Ausschau halten, um dein Glück zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Der „Verband Deutscher Kleinhundezüchter e. V.“ steht z. B. im deutschsprachigen Raum für eine geregelte Zucht von kleinen Hunderassen.

Züchter

Havaneser-in-der-Natur

Gesunde Havaneser-Welpen erhältst du lediglich von seriösen Züchtern, die eine Wagenladung an Erfahrung mitbringen. Hunderassen, die die FCI anerkannt hat und über einen Verein des VDH gezüchtet werden, müssen zahlreiche Voraussetzungen mitbringen:

Havaneser in Not

Ausgewachsene oder noch relativ junge Havaneser in Zuchtvereinen oder Tierheimen anzutreffen, ist keine Seltenheit. Findest du einen Havaneser in Not und willst ihn bei dir aufnehmen, solltest du bedenken, ob du genug Erfahrung mit Hunden hast, um diese Herausforderung zu stemmen. Denn welche belastenden Situationen Hunde, die man in Tierheimen untergebracht hat, erlebt haben, wirst du dir erst im Nachhinein und auch nur zu Teilen erschließen können.

Was kostet ein Havaneser?

Der Preis für einen Havaneser von einem seriösen Züchter mit allen Papieren beträgt ca. 1000 bis 1800 €.

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Quellen

Iovu et al. (2008): Anti-inflammatory activity of chondroitin sulfate. Osteoarthritis Cartilage. 16 Suppl 3:S14-8.

Wu et al. (2015): Dietary fatty acid content regulates wound repair and the pathogenesis of osteoarthritis following joint injury. Ann Rheum Dis.74(11):2076-83.

Fritsche (2015): The science of fatty acids and inflammation. Adv Nutr. 6(3):293S-301S.