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futalis Ernährungskonzept

Welpenspiele: So spielen Sie richtig mit Ihrem Welpen

Das gemeinsame Spiel mit einem Welpen dient nicht nur der körperlichen Auslastung des Hundes, sondern fördert die geistige Entwicklung und stärkt die Bindung und das Vertrauen zum Besitzer. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten mit Welpen zu spielen. Welche das sind und was es dabei zu beachten gilt, lesen Sie hier.


Kurze Spieleinheiten, die an den Hund angepasst sind

Egal ob man ein Futter-, Apportier- oder Rennspiel beginnt, wichtig ist es den Welpen nicht zu überfordern und ihn körperlich nicht zu stark zu belasten. Da sich Welpen beim Spielen oft selbst überschätzen, muss der Besitzer das Spiel kontrollieren. Es ist besser mehrmals am Tag für fünf Minuten zu spielen, als einmal zu lang. Da gerade Welpen nach einem Spiel recht aufgedreht sein können, hilft es, wenn sich der Besitzer nach einem gemeinsamen Spiel die Zeit für eine Streicheleinheit nimmt, damit sich der Hund entspannen kann.

Welche Spiele für einen Welpen geeignet sind, ist von der Rasse, dem Alter und dem Charakter des Hundes abhängig. Retrieverrassen lassen sich z. B. von Apportierspielen begeistern, Hütehunde sind oft Meister in Intelligenzspielen und Terrier lieben Renn- und Zerrspiele. Jedoch kann prinzipiell jede Rasse apportieren lernen und Denkspiele absolvieren. Am besten ist es, wenn die Besitzer mit ihrem Hund herausfinden, welche Spiele ihnen Freude bereiten.

Welpenspiele

Apportierspiele – Das Apportieren zunächst beibringen

Zum Apportieren eignen sich viele Gegenstände. Theoretisch kann man sich auch Socken oder Hausschuhe apportieren lassen. Da dann aber die Gefahr besteht, dass der Welpe diese ständig umherträgt, wenn man dies einmal belohnt hat, sollten Hundebesitzer eher auf Futterbeutel oder Dummys zurückgreifen, die speziell für das Apportieren gedacht sind.

Zunächst muss der Hund lernen geworfene Gegenstände zurückzubringen. Hierfür arbeitet man am besten zunächst in vertrauter Umgebung mit einer Schleppleine und zwei Dummys. Man hält den Hund fest, wirft das eine Dummy nur wenige Meter weg und schickt den Hund los. Rennt der Hund zu dem Dummy hin und nimmt es ins Maul, folgt das Kommando „Apport“ und man ruft den Hund freudig zu sich. Dabei kann man ihn mit dem anderen Dummy locken, das geworfen werden kann, wenn der Hund kommt. So lernt der Welpe, dass es sich immer lohnt seine Beute zu seinem Besitzer zu bringen. Durch die Schleppleine wird sichergestellt, dass der Welpe nicht weglaufen kann. Hat der Hund verstanden worum es geht, kann die Schleppleine abgebaut und die Distanz zum geworfenen Gegenstand erweitert werden. Auch Futterbeutel eignen sich bestens, um Hunden das Apportieren beizubringen, da sie nur an ihr Futter kommen, wenn sie das Futterdummy zum Besitzer bringen. Zum Befüllen eines Futterdummys eignet sich am besten ein Teil der täglichen Mahlzeit des Hundes.

Apportiert der Welpe sein Dummy oder Futterbeutel sicher, können die Apportierspiele beliebig variiert werden. Die Dummys lassen sich in einem anderen Raum, hinter einem Baumstamm, in einem Laubhaufen o. ä. verstecken, man kann zwei Dummys werfen und schickt den Hund zunächst auf ein bestimmtes oder man lässt den Hund sitzen, legt ein Dummy zwischen sich und den Hund und lässt es dann apportieren. Doch auch hier gilt es den Hund nicht zu überfordern. Zwei Apportierübungen während einer Spieleinheit sind für einen Welpen ausreichend.

Von exzessiven Ballspielen im Welpenalter ist dagegen unbedingt abzuraten. Welpen lernen dem Ball oder Frisbee hinterher zu hetzen. Dabei sind die Welpen sehr erregt und müssen beim Fangen des Balls ihr ganzes Köpergewicht abstoppen. Das Skelett und die Gelenke des Hundes sind noch sehr empfindlich, weshalb Welpen und Junghunde geschont werden sollten. Daher sind kontrollierte Apportierübungen stets Ball- und Hetzspielen vorzuziehen.


Futter- und Denkspiele

Bei Futter- und Denkspielen sind dem Besitzer keine Grenzen gesetzt. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten Hunde zu beschäftigen. Zunächst kann ein Teil des Futters einfach auf dem Boden verteilt werden, was der Hund dann erschnüffeln muss. Ebenso können in der ganzen Wohnung – unter Stühlen, Tischen und in Ecken einzelne Futterbrocken versteckt werden. Auch in einem Handtuch oder unter einem Plastikbecher kann Futter platziert werden, was der Hund mit Freude sucht.

Diese Futterspiele können auch bestens mit Konzentrationsübungen verbunden werden. Hierfür können Besitzer ihren Welpen sitzen lassen und legen ein Futterstück vor den Hund. Erst auf ein Kommando darf der Hund dieses nehmen. Steht er schon zuvor auf, wird das Futter einfach kurz weggenommen und man beginnt die Übung erneut. Dies lässt sich auch mit mehreren Futterstücken üben.

Daneben gibt es geeignetes Spielzeug wie den Rogz Gumz Ball oder den Hunter Snack Cage, die sich mit Futter befüllen lassen.


Drinnen und Draußen auf Entdeckungstour

Auch draußen kann der Welpe sein Futter erschnüffeln, das z. B. auf Baumstämmen oder der Rinde von Bäumen platziert werden kann. Wichtig ist immer gemeinsam mit dem Welpen auf Erkundungstour zu gehen. Warum immer auf dem Weg laufen? Welpen bereitet es große Freude mit ihrem Besitzer die Welt zu entdecken, einen Bach zu erkunden, über einen Baumstamm zu hüpfen oder auf einem umgestürzten Baum zu balancieren. Ebenso kann der Welpe unter einer Parkbank hindurch geführt werden oder im Slalom um Fahrradständer laufen. Auch im Haus lassen sich solche Spiele kreieren. Dabei kann der Welpe unter einem Stuhl hindurchgeführt werden oder zwischen Stuhlbeinen im Slalom laufen.

Draußen mit Welpen spielen

Zerrspiele

Noch immer hält sich der Irrtum, dass Hunde „dominant“ werden, wenn sie Zerrspiele gewinnen. Dies ist nicht der Fall. Dennoch müssen Hundehalter einiges beachten, wenn sie Zerrspiele machen wollen. Welpen gelangen schnell in einen hohen Erregungszustand, wenn sie z. B. mit ihrem Besitzer um ein Handtuch „kämpfen“. Womöglich fangen sie dann an zu knurren, zu bellen oder in die Hände zu beißen. Dann sollte das Spiel sofort durch den Besitzer beendet werden. Voraussetzung für ein solches Spiel ist auch, dass der Hund das Kommando „Aus“ beherrscht. Nur so kann ein kontrolliertes Spiel gewährleistet sein. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass Welpen durch Zerrspiele lernen sehr fest zuzubeißen. Ist dies durch den Besitzer nicht gewünscht, da z. B. die Dummyarbeit angestrebt wird, sollte man eher von Zerrspielen absehen. Ebenso ist von Zerrspielen während des Zahnwechsels abzuraten.


Wichtig bei allen Spielen:

  • Finden Sie heraus, welche Art von Spiel Ihnen und Ihrem Hund liegt

  • Gestalten Sie mehrere kurze Spieleinheiten am Tag, ohne den Hund zu überfordern

  • Nutzen Sie nur Spielzeug, das für Welpen geeignet ist

  • Verwalten Sie die Spielzeuge und wechseln diese immer mal aus

  • Beenden Sie das Spiel, wenn der Hund zu sehr aufdreht oder anfängt in die Hände zu beißen


Bettina Krist

Bettina Krist - Unsere Expertin für Hundezucht und Hundetraining

Bettina Krist arbeitet als Hundetrainerin und ist Golden Retriever Züchterin. Für futalis schreibt sie regelmäßig über die Hundezucht, Hundeerziehung und Welpenbeschäftigung.

→ Über den Autor


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