Hund „Bleib“ beibringen – Mit diesen 6 Tipps gelingt dir die beste Hundeerziehung

Das Kommando „Bleib“ ist in vielen Situationen hilfreich, z. B. um Jogger oder Radfahrer während eurer Spaziergänge vorbeizulassen oder im Alltag beim Warten im Café oder zu Hause, wenn dein Hund auf seiner Decke liegen bleiben soll. Wie du deinem Hund beibringst, sicher im „Sitz“ oder „Platz“ zu bleiben, liest du in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Wie bringe ich meinem Hund „Bleib“ bei? – 6 Tipps

Wie bringe ich meinem Hund das Kommando „Bleib“ bei?

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Bevor du das „Bleib“ mit deinem Welpen trainierst, sollte er sicher das Kommando „Sitz“ oder „Platz“ beherrschen. Das erste Training, in dem dein Hund das neue Kommando lernt, sollte in einer ruhigen und reizarmen Umgebung mit wenig Ablenkungspotential stattfinden:

  1. Lass deinen Welpen das Hundekommando „Sitz“ ausführen, um die „Bleib“-Übung zu beginnen.
  2. Strecke die flache Hand von dir weg und zeige sie in Richtung deines Hundes. Dieses Handzeichen wird er später mit dem Kommando „Bleib“ verknüpfen.
  3. Entferne dich für wenige Sekunden einen Schritt von deinem Vierbeiner und halte dabei Sichtkontakt zu ihm.
  4. Bevor dein Welpe die Möglichkeit hat, dir zu folgen, solltest du zu ihm zurückgehen und belohnen, wenn er sitzen geblieben ist, z. B. mit seinem Welpenfutter.
  5. Steigere von nun an die Distanz zwischen dir und deinem Welpen in langsamen Etappen. Zunächst reichen wenige Meter für wenige Sekunden.
  6. Während du dich rückwärts vom Hund entfernst, folgt stets dein Hundekommando „Bleib“. In der Regel reicht es aus, wenn du das Signal einmalig gibst. Wiederholst du das Kommando zu oft, verwirrst du deinen Hund nur und hinderst ihn daran, zu lernen, dass er das „Bleib“ nur verlassen darf, nachdem du ihm ein Signal zum Auflösen gegeben hast.

Bleib beibringen: Fehler vermeiden

Um deinem Hund das Kommando „Bleib“ sicher beizubringen, solltest du bereits zu Beginn eures Trainings einige übliche Fehler vermeiden:

Tipp: Es ist besser, wenn du mit einer Hand das Handzeichen formst und die andere Hand mit der Belohnung hinter deinen Rücken nimmst. Belohne deinen Hund erst, wenn du wieder vor ihm stehst, er seinen Platz nicht verlassen und die Übung somit erfolgreich abgeschlossen hat.

Welpe-hat-Blatt-im-Mund

Bleib trainieren: Den Schwierigkeitsgrad steigern

Du hast das Gefühl, dass dein Hund verstanden hat, was „Bleib“ bedeutet? Prima! Dann kannst du die Übung langsam steigern! Hier ein paar Vorschläge, wie du dabei vorgehen kannst:

Achtung: Beachte bei allen Übungen, dass ihr zunächst in einer sicheren und ablenkungsarmen Umgebung startet und du den Schwierigkeitsgrad nur nach und nach anhebst. Es ist nicht sinnvoll, zeitgleich die Dauer und die Distanz zu erweitern sowie Ablenkungen mit einzubauen, sondern sich eher die Variationen einzeln vorzunehmen. So erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass das Kommando auch wirklich klappt und vermeidest Frust bei dir und deinem Hund.

Hundekommando „Bleib“ richtig auflösen

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Wie bei allen Trainings solltest du im Idealfall die Übung beenden und deine Signale auflösen, nicht dein Hund. Das heißt konkret:

Kritik am Kommando „Bleib“

Häufig liest man, dass ein „Bleib“-Kommando im Grunde nicht benötigt wird. Das stimmt insofern, als dass Hunde kein „Bleib“-Signal benötigen, wenn sie von vornherein lernen, dass sie dein Kommando „Sitz“, „Platz“ oder „Steht“ nicht selbst auflösen dürfen. Bringst du deinem Welpen also beispielsweise bei, dass „Sitz“ solange „Sitz“ heißt, bis dein Auflösesignal folgt, ist ein zusätzliches „Bleib“-Signal eigentlich nicht mehr erforderlich. 

Insbesondere bei Welpen und Hunden, die erst mit dem Hundetraining starten, achtet man darauf, dass sie ein Kommando ausführen und nur kurze Zeit später das Auflösesignal vom Hundeführer bekommen.

Warum solltest du deinem Hund also das Kommando „Bleib“ überhaupt noch beibringen?

Beatrice Krist

Expertin für Hundezucht und Hundetraining Beatrice Krist

Beatrice Krist arbeitet als Hundetrainerin und ist Golden Retriever Züchterin. Für futalis schreibt sie regelmäßig über die Hundezucht, Hundeerziehung und Welpenbeschäftigung. Erfahre mehr über unsere Autorin!

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