Futterumstellung beim Hund – Nebenwirkungen und Symptome

Denkst du darüber nach, das Futter deines Hundes oder Welpen umzustellen? Bei jedem Futterwechsel gibt es einige Grundregeln zu beachten, um die optimale Versorgung deines Hundes mit einem neuen Futter sicherzustellen. Erfahre in diesem Artikel, was du bei der Futterumstellung beachten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Futterumstellung bei Hunden: 7 Fakten im Überblick

Anne zeigt dir im Video, wie du auf dein neues Futter umstellst

Hundefutter wechseln oder nicht?

Verschiedene Gründe wie sich verändernde Lebensumstände, das Alter deines Hundes und ein stets an die neuen Umstände angepasster Nährstoffbedarf können eine Futterumstellung erforderlich machen:

Vorsicht: Beschwerden wie Erbrechen, wiederkehrende Durchfälle, weicher Kot, Juckreiz, schuppiges Fell und Haarausfall können Anzeichen und Symptome einer Futterunverträglichkeit deines Hundes sein. Da sie aber auch bei anderen Erkrankungen in Erscheinung treten, solltest du zunächst mit deinem Tierarzt abklären, ob die Beschwerden auf eine Futtermittelallergie o. ä. zurückgeführt werden können und eine Futterumstellung die richtige Gegenmaßnahme ist.

Futter umstellen

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Weil sich die Darmflora deines Hundes an neue Futterzutaten und an eine neue Futterzusammensetzung erst gewöhnen muss, solltest du seine Ernährung nicht abrupt umstellen. Dies beugt anhaltenden Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Blähungen vor. Jeder Hund reagiert zudem anders auf eine Futterumstellung. Wie empfindlich dein Hund letztlich ist, wirst du nur herausfinden, wenn du ihn an das neue Futter gewöhnst.

Dauer

Wie lange dauert eine Futterumstellung beim Hund?

Hundefutter richtig umstellen

Mische kleine Mengen des neuen Futters unter das alte, damit die Futterumstellung glückt und dein Hund sich an seine neue Nahrung gewöhnen kann:

Tipp: Wenn du einen sensiblen Hund oder Welpen hast, kannst du den Futterwechsel über einen längeren Zeitraum und in kleineren Etappen durchführen. Unsere Grafik zeigt dir eine besonders schonende Futterumstellung, die du über einen Zeitraum von 10 Tagen durchführen kannst.

Übersicht zur Futterumstellung beim Hund

Von Nass- auf Trockenfutter umstellen

Willst du während der Futterumstellung nicht nur die Futtersorte, sondern auch die Art der Fütterung wechseln und deinen Hund z. B. an Trockenfutter gewöhnen, solltest du einige Aspekte beachten:

Strebst du an, deinen Hund an Trockenfutter zu gewöhnen, ist es hilfreich, wenn du ihm ausreichend Wasser zur Verfügung stellst, weil er durstiger sein wird. Verweigert dein Vierbeiner das Trockenfutter aufgrund seiner Härte, kannst du versuchen, es in warmem Wasser einzuweichen und ihm erneut anzubieten.

Von Trocken- auf Nassfutter umstellen

Es gibt eine Reihe von Fällen, in denen die Futterumstellung auf ein Nassfutter sinnvoll sein kann:

Vorsicht: Da dein Hund durch das Nassfutter deutlich mehr Wasser aufnimmt, wird er nach einer Futterumstellung von Trocken- auf Nassfutter womöglich viel pinkeln.

Futterumstellung: Nebenwirkungen und Symptome

Eine Futterumstellung kann symptomlos erfolgen oder neben einer kompletten Nahrungsverweigerung unterschiedliche, aber zumeist harmlose Nebenwirkungen und Symptome bei deinem Hund hervorrufen.

Häufiger Kotabsatz

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In den ersten 3 bis 4 Wochen nach dem Beginn der Futterumstellung ist es völlig normal, wenn dein Hund häufig breiigen Kot absetzt und Durchfall hat:

Durchfall: Weicher Kot und größere Kotmenge

Nachdem du die Futterumstellung initiiert hast, kann nicht nur die Kotmenge der Ausscheidungen deines Hundes zunehmen, sondern auch deren Konsistenz etwas weicher als gewöhnlich sein. 

Mach dir aber wegen dieser Nebenwirkungen keine Sorgen, denn die Veränderung von Konsistenz und Menge des Kots basieren in der Regel auf der Futterzusammensetzung und den auf sie erfolgenden Reaktionen der Darmflora deiner Fellnase.

Wie lange Durchfall nach der Futterumstellung?

Nach ca. 2 bis 4 Wochen in der Futterumstellung sollte sich die Verdauung deines Vierbeiners wieder erholt haben:

Blähungen

Zu Beginn der Futterumstellung können bei verdauungssensiblen Hunden Blähungen auftreten:

Futtermittelallergie und -unverträglichkeit

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Nicht nur der Mensch leidet unter Allergien, auch Hunde sind von Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten betroffen. Achte daher im Rahmen des Futterwechsels bei der Auswahl des Futters besonders streng auf hochverdauliche und gut verträgliche Inhaltsstoffe, um allergische Reaktionen weitestgehend zu vermeiden:

Tipp: Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit, solltest du Kontakt zu deinem Tierarzt aufnehmen; in jedem Fall wäre es gut, wenn du weißt, welche Lebensmittel dein Hund verträgt.

Juckreiz

Juckreiz kann als typische Nebenwirkung in allen Phasen einer Futterumstellung in Erscheinung treten. Beobachtest du, dass es deinen Hund an verschiedenen Körperregionen wiederholt und vermehrt juckt, solltest du seine besonders sensiblen Hautstellen im Auge behalten.

Erbrechen

Es ist völlig normal, wenn dein Hund sein neues Futter in den ersten Tagen der Futterumstellung erbricht, weil er sich erst einmal an es gewöhnen muss. Kommt das Erbrechen hingegen auch noch nach mehreren Tagen nicht zum Stillstand, solltest du der Ursache auf den Grund gehen.

Futterumstellung bei Welpen

Wenn das Wachstum bei deinem Junghund abgeschlossen ist, solltest du auf ein Adulthundefutter umstellen. Wann eine Futterumstellung bei Welpen nötig ist und wie sich der Nährstoffbedarf der jungen Hunde verändert, liest du in unserem Artikel zum Thema „Welpenfutter richtig umstellen“.

Futterwechsel bei älteren Hunden

Ältere oder alte Hunde haben einen sinkenden Energiebedarf, sind anfälliger für altersbedingte Hundekrankheiten und die Motilität (Bewegungsfähigkeit) ihres Dickdarms nimmt ab – früher oder später wirst du also eine Futterumstellung in Betracht ziehen müssen:

Wichtig: Nicht nur die Hunderasse und das Alter sind Indikatoren für eine Futterumstellung; werden die Schlafphasen deines Vierbeiners länger, sinkt seine Aktivität und droht ein Übergewicht durch das bisherige Futter, solltest du auf ein Futter für ältere Hunde umstellen.

Die richtige Zusammensetzung von Hundefutter

Um für deinen Hund das beste Futter zu finden und damit die Futterumstellung zum Erfolg wird, solltest du einige Punkte beachten.

Die richtigen Rohstoffe

Wähle zunächst geeignete Zutaten aus, die im neuen Futter deines Hundes enthalten sein sollen und mit denen du die Futterumstellung beginnst:

Nicht zuletzt ist auch der Geschmack ein wesentlicher Faktor. Einige Hunde haben bestimmte Geschmacksvorlieben oder Abneigungen, die du berücksichtigen kannst, solange gesundheitlich nichts dagegen spricht.

Das passende Nährstoffverhältnis

Die richtige Zusammensetzung der einzelnen Nährstoffe, also der Gehalt an Proteinen, Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und weiteren Nährstoffen, ist der Grundstein für eine gesunde Hundeernährung und entsprechend auch für eine erfolgreiche Futterumstellung:

Achtung: Da die Fütterungsempfehlungen auf diversen Verpackungen nur Richtwerte darstellen, können sie bei deinem Hund deutlich von seinem individuellen Energiebedarf abweichen.

Wann treten Besserungen nach einer Futterumstellung auf?

Glückt die Futterumstellung und verwertet der Magen-Darm-Trakt deines Hundes das neue Futter wie gewünscht, kannst du in den darauffolgenden Wochen die Wirkung auf seinen gesamten Hundeorganismus beobachten:

Erfahre noch mehr über die Ernährung von Hunden: