Hund richtig füttern – Fütterungszeiten und 7 Tipps

Für eine gesunde Ernährung deines Hundes ist neben dem richtigen Hundefutter wichtig, wie oft und wann du ihn fütterst. Manche Hunde erhalten lediglich eine Mahlzeit pro Tag, andere hingegen fütterst du mehrfach täglich mit kleinen Futterrationen. Welches Wissen du zur Fütterung von Hunden benötigst, erklären wir dir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Wie füttert man einen Hund richtig? – 7 Tipps

Wie oft Welpen und Hunde füttern?

Wie beim Menschen ist es für den Körper des Hundes vorteilhafter, wenn er mindestens zwei bis drei Mahlzeiten am Tag, z. B. morgens und mittags oder abends, zu sich nimmt. Jeder von uns kennt das Völlegefühl und die Trägheit nach einer großen Mahlzeit. Deinem Hund geht es nach einer verputzten großen Futterportion nicht anders.

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Die Vorteile mehrerer Mahlzeiten

Willst du deinen erwachsenen Hund nur einmal am Tag füttern, ist das für die körperliche Gesundheit und das Wohlbefinden deines Tieres belastend: Bei einem Mastiff etwa entspricht die Menge einer Tagesration ca. einem Kilo Futter. Nimmt er diese Ration in den Morgenstunden als Frühstück mit einem Mal zu sich, müssen seine Verdauungsorgane innerhalb kürzester Zeit eine riesige Futtermenge verarbeiten. Dabei muss nicht nur der Magen, sondern müssen alle Verdauungsorgane, wie der Darm und die Niere, Höchstleistungen erbringen, um eine komplette Tagesration zu verstoffwechseln. Da die Energiezufuhr mit einer einzigen Fütterung ebenfalls auf ihr Höchstlevel ansteigt, ist diese Kombination aus einem durch die Verdauung bedingten starken Energieverbrauch und anschließendem -anstieg äußerst belastend für deinen Hund. Im weiteren Verlauf des Tages wird sein Energiehaushalt schließlich konstant fallen, weil er ihm nichts mehr zuführen kann.

Die Vorteile von mehreren kleinen Mahlzeiten im Hundenapf liegen dagegen auf der Hand:

Tipp: Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag beugen dem Risiko vor, eine Magendrehung zu erleiden. Gerade bei großen Rassen, wie z. B. dem Magyar Vizsla, begünstigt eine einzige große Mahlzeit, auf die körperliche Anstrengungen folgen, eine Drehung des Magens um die eigene Achse.

Wie viel Mahlzeiten am Tag?

Ab wann füttert man Hunde nur noch zweimal? Füttert man einen Hund dreimal am Tag? Die Anzahl der täglichen Mahlzeiten für deine Fellnase richtet sich nach dem Alter:

Hund und Frühstück: Der Frühstückseffekt

Der sogenannte „Frühstückseffekt“ bei Hunden zeigt, dass es durchaus sinnvoll sein kann, die Tagesration auf mindestens zwei Portionen zu verteilen. Holly C. Miller und Charlotte Bender untersuchten in ihrer experimentellen Studie die Wirkung des Frühstücks auf die Suchleistung von Hunden:

  1. Die Wissenschaftlerinnen beobachteten die Suchgenauigkeit von Hunden, die 30 oder 90 Minuten vor der Übung die Hälfte ihrer täglichen Futterration gefrühstückt hatten.
  2. Ihre Werte verglichen sie mit der Suchleistung von Hunden, die mit leerem Magen zur Futtersuche angetreten waren.
  3. Die Versuche bestätigten, dass Hunde, die sich vor einem Test gestärkt hatten, besser abschnitten als vom Hunger getriebene Hunde ohne Frühstück.
  4. Den signifikanten Unterschied der Suchleistung von Hunden mit und ohne Frühstück konnten die Forscherinnen allerdings nur in der Versuchsgruppe feststellen, die sie 30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme testeten; nicht bei der Gruppe, die sie erst 90 Minuten nach der Fütterung suchen ließen.
  5. Laut den Ergebnissen der Studie lasse die Konzentrationsfähigkeit bei einem hungrigen Hund wesentlich schneller nach. Hunde suchen präziser, wenn sie nicht hungrig sind. Das Frühstück versorge Hunde mit Nährstoffen und Energie und erhöhe dadurch ihre Suchleistung. Das Gehirn profitiere also von der kürzlich zugeführten Energie.
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Futtermenge beim Hund: Wie viel füttern?

Wie viel Gramm Futter pro Tag für deinen Hund am angemessensten sind, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Energiebedarf, der körperlichen Verfassung, dem Alter deines Vierbeiners oder den Eigenschaften deiner Futteration. Alles, was du zur Berechnung der richtigen Futtermenge wissen solltest, erklären wir dir in einem weiteren Artikel.

Wann den Hund füttern?

Im Idealfall fütterst du Hunde immer zur gleichen Tageszeit, also zum Beispiel morgens und mittags oder abends, damit dein Hund lernen kann, wann er sein Futter erhält:

Fütterungszeiten für den Hund: Uhrzeit

Die genaue Uhrzeit ist für deinen Hund weniger bedeutend als eine regelmäßige und in der Häufigkeit seinem Alter entsprechende Fütterung. Die meisten Hundehalter füttern ihre Hunde morgens (Frühstück) und abends.

Überlege dir am besten selbst, zu welchen Uhrzeiten du üblicherweise zu Hause bist und wähle die Zeiträume so, dass die Abstände zwischen den Fütterungszeiten nicht zu groß werden.

Wann den Hund füttern, damit er nachts nicht muss?

Der Zeitpunkt der Hundefütterung hat Einfluss auf den Kotabsatz. Bedenke also, dass sich dein Vierbeiner einige Stunden nach der Fütterung lösen muss und du auch dafür Zeit einplanen solltest. Willst du nicht bis Mitternacht oder darüber hinaus warten, empfiehlt es sich, ihn lieber früher als später zu füttern.

Hund vor oder nach dem Gassi gehen füttern?

Füttere deinen Hund erst nach dem Spaziergang. Mit vollem Magen konkurriert der Energieverbrauch der Verdauungsvorgänge mit demjenigen des aktiven Gassigehens. Dies kann für deinen Hund belastend sein.

Wie lange muss ein Hund nach dem Essen ruhen?

Wir empfehlen, deinem Hund nach der Fütterung eine Ruhephase von einigen Stunden zu geben. Stelle deinem Vierbeiner zudem ausreichend frisches Wasser zur freien Verfügung: Die meisten Hunde trinken ein bis zwei Stunden nach dem Fressen, um das durch die Verdauung verlorene Wasser zu ersetzen.

Fressverhalten von Hunden

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Vielleicht kennst du diese Situation: Dein Hund verschlingt unter lautem Geschmatze sein Futter und binnen kürzester Zeit ist der Napf leer. Oder er ist wählerisch, rührt sein Futter nicht an, schaut dich erwartungsvoll an und verschmäht schließlich seine Mahlzeit. Abgesehen von körperlichen Beschwerden oder Erkrankungen, prägen Instinkt, Erziehung und Erfahrungen das Fressverhalten deines vierbeinigen Lieblings.

Um die Beziehung zwischen Hunden und ihrem Futter zu verstehen, ist ein Blick auf ihre wilden Artgenossen hilfreich. In der Natur ist die nächste Mahlzeit stets ungewiss. Deshalb fressen in freier Wildbahn lebende Tiere meist das, was gerade zur Verfügung steht, und nicht gerade wenig davon. Im Laufe der Evolution hat sich der Verdauungstrakt der Tiere an die Aufnahme von großen Futterrationen in sehr kurzer Zeit angepasst. Sehe das Schlingen bei Haushunden daher durchaus als ein angeborenes Verhalten an.

Hund schlingt – warum?

Hunde entwickeln schon im frühesten Welpenalter ihre Fressgewohnheiten:

Schlingen beim Hund wieder abgewöhnen

Schlingt dein Hund, ist es ratsam, ihm ein ruhiges Fressverhalten anzugewöhnen:

Tipp: Als wirkungsvolle Gegenmaßnahme hilft dir ein sogenannter Antischling-Napf. Dieser spezielle Napf hat im Inneren mehrere Ringe oder Blöcke, die deinen Hund dazu zwingen, langsamer zu fressen.

Futterumstellung beim Hund

Willst du deinen Hund an ein anderes Futter gewöhnen, solltest du stets schrittweise und mit viel Geduld vorgehen. Dein Vierbeiner sollte nach der Nahrungsaufnahme vor allem keine negativen Folgeerscheinungen, wie etwa Blähungen, bekommen. Denn sonst akzeptiert er das neue Futter möglicherweise nicht. Gehe am besten wie folgt vor:

  1. Mische ca. ¼ des neuen Futters mit ca. ¾ des alten Futters.
  2. Nach wenigen Tagen erhöhst du den Anteil der neuen Futterration um ca. ¼ und wiederholst diesen Prozess wiederum nach ca. 1–2 Tagen.
  3. Nach ca. einer Woche sollte die Futterumstellung geglückt sein.

Manchmal benötigt die Futterumstellung mehr Zeit. Rechne auf jeden Fall mit einer Dauer, die zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen pendelt.

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