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Hundefutter

Was dürfen Hunde nicht essen? - Giftige Lebensmittel

Nicht alle Lebensmittel, die für den Menschen geeignet sind, sind auch für den Hund gesund. Da sich unser Stoffwechsel wesentlich von dem eines Hundes unterscheidet, können einige Lebensmittel, die für uns schmackhaft sind, bei Hunden zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen führen. Werden dem Hund ungeeignete Lebensmittel angeboten oder werden diese gefressen, wenn der Besitzer nicht anwesend ist, gilt: „Die Dosis macht das Gift“. Während kleine Mengen ungefährlich oder sogar gesund sein können, kann eine höhere Menge zu schweren Problemen führen. Die folgenden Nahrungsmittel dürfen Hunde nicht essen: Schokolade, Nikotin und Koffein, Avocado, Zwiebeln und Knoblauch, Weintrauben und Rosinen, Leber, Kohl.


Schokolade

Schokolade wird bekanntlich mit Kakao hergestellt, der Theobromin enthält. Das Alkaloid wirkt auf den Menschen ähnlich wie Koffein. Hunde können es allerdings nicht aufspalten und verwerten. Nehmen sie kakaohaltige Nahrungsmittel auf, sind Kreislaufbeschwerden, Verdauungsprobleme und Zittern die Folge.

Schokolade ist giftig für Hunde

Nikotin und Koffein

Tabak, Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke sind für Hunde hochgradig giftig. Da Koffein von Hunden nicht verstoffwechselt werden kann, bleibt der Giftstoff lange Zeit im Blut der Hunde. Herzrhythmusstörungen, Nierenprobleme oder neurologische Schäden können die Folge sein.

Die tödliche Dosis für einen Hund liegt bei lediglich 5 bis 25 g getrockneten Tabaks. Auch eventuelles Trinken von Pfützenwasser, in dem Zigaretten schwimmen, kann bei Hunden eine Nikotinvergiftung nach sich ziehen. Symptome sind Erbrechen, Krämpfe, Erregung, erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Speicheln, Bewegungsstörungen, Muskelzittern oder Kreislaufkollaps.


Avocado

Avocados, auch Stamm, Haut, Kern sowie Rinde und Blätter, enthalten Persin. Dieser Giftstoff wirkt bei Hunden toxisch und kann zu tödlichen Herzmuskelschäden führen. Weitere mögliche Folgen einer Aufnahme sind Husten, Atemnot, Verdauungsstörungen, allgemeine Schwäche und Unruhe.

Auch wenn das Fruchtfleisch von Avocados eine geringere Menge an Persin aufweist, kann der Verzehr zu Problemen führen. Der hohe Fettgehalt der Avocadofrucht kann Durchfall oder Erbrechen hervorrufen. Ein verschluckter Avocadokern kann zudem Probleme durch einen Darmverschluss nach sich ziehen.

Avocados sind giftig für Hunde

Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebelgewächse wie Lauch, Zwiebeln und Knoblauch haben ebenfalls eine toxische Wirkung. Diese enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen angreifen und zerstören. Tritt dieser Fall ein, erleiden Hunde eine lebensbedrohliche Anämie (Blutarmut). Obwohl in Zwiebeln ein höherer Giftgehalt als im Knoblauch vorliegt, ist die Verwendung von Präparaten auf Knoblauch-Basis zur Bekämpfung von Parasiten nicht zu empfehlen. 5 g Knoblauch je kg Körpergewicht reichen aus, um beim Hund eine Vergiftung hervorzurufen. Diese Menge entspricht etwa zwei frischen Knoblauchzehen.


Weintrauben und Rosinen

Weintrauben und Rosinen sind regelrechtes Gift für Hunde. Nach dem Verzehr der süßen Früchte können Hunde mit Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen und Zittern reagieren. Bei einer hohen Dosierung kann die Aufnahme ein Nierenversagen verursachen und sogar tödlich verlaufen. Besonders Rosinen sind hochgiftig, weil sie den toxischen Stoff konzentriert enthalten. Es ist jedoch wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen, ab welcher Menge Rosinen tödlich sind. Bisher gibt es nur Schätzungen amerikanischer Wissenschaftler, die besagen, dass 11,6 g Weintrauben pro kg Körpergewicht lebensgefährliche Vergiftungen verursachen können.

Weintrauben sind für Hunde giftig

Leber

Die Leber liefert Vitamin A, und ist somit eine natürliche Nährstoffquelle. Eine Zufuhr in kleinen Mengen ist unbedenklich. Bei einer bedarfsüberschreitenden Fütterung von Leber oder Lebertran kann jedoch eine Hypervitaminose (Überversorgung) auftreten. Symptome hierfür können Hautprobleme und Fellverlust sein. Nicht selten löst eine Überversorgung mit Vitamin A Knochenveränderungen, Muskelkoordinationsstörungen und Erbrechen aus.


Milch und Sahne

Auch Hunde haben häufig mit Laktoseintoleranz zu kämpfen. Eine Unverträglichkeit gegenüber Milchprodukten tritt insbesondere bei adulten Hunden auf, da die Aktivität des Enzyms Laktase, das für die Spaltung des in Milcherzeugnissen enthaltenen Milchzuckers (Laktose) verantwortlich ist, mit zunehmendem Alter sinkt. Aufgenommene Laktose wird somit nicht verdaut und gelangt in den Dickdarm, Fehlgärungen und Verdauungsprobleme sind die Folge. Eine Tagesmenge von max. 20 ml pro kg Körpergewicht gilt als verträglich und sollte nicht überschritten werden. Bei Kondensmilch sollte der Hund aufgrund des erhöhten Laktosegehaltes nicht mehr als 10 ml pro kg Körpergewicht erhalten. Andere Milchprodukte wie Joghurt oder Quark werden hingegen auch bei Magenproblemen eingesetzt, sind jedoch auch nur in begrenzten Mengen gesundheitsförderlich.

Milch wird von vielen Hunden nicht vertragen

Knochen

Generell sollte die Gabe von Knochen vermieden werden. Vor allem Röhrenknochen von Huhn und Wild sowie gekochte Knochen stellen wegen der Splittergefahr ein besonders hohes Risiko dar. Zudem können Hunde eine Verstopfung erleiden, was im schlimmsten Fall einen Magen-Darm-Verschluss zur Folge haben kann. Des Weiteren können harte Knochen zu Schäden an den Zähnen, im Maul oder der Speiseröhre führen.


Rohe Hühnereier

Die Fütterung von hartgekochten Eiern ist möglich. Hühnereier sind reich an Nährstoffen und essentiellen Aminosäuren, die die Bildung von Körper- und Muskelzellen unterstützen und für den Stoffwechsel von großer Bedeutung sind. Rohe Hühnereier sind jedoch ein Tabu im Napf. Das Eiklar enthält Avidin und Trypsininhibitoren. Beide Stoffe behindern die Verdauung wichtiger Nährstoffe und führen so zu Fehlversorgungen.

Rohe Eier sind Tabu im Napf

Macadamia-Nüsse

Macadamia-Nüsse und Fruchtkerne enthalten Amygdalin. Dies sorgt für eine Blockierung der Zellatmung, deshalb kann die Fütterung für den Hund lebensbedrohlich sein.


Kohl

Die Fütterung von rohem Kohl kann beim Hund zu Blähungen und Bauchkrämpfen führen, da die enthaltenen Disaccharide nur schwer verdaulich sind.


Weitere Lebensmittel, die für Hunde nicht geeignet sind

  • Nüsse: Bittermandel, Muskatnuss, Walnuss (nur reife und geschälte Walnüsse füttern)

  • Fruchtkerne

  • Rohe Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen

  • Nachtschattengewächse wie rohe Kartoffeln, Auberginen, Tomaten (grüne Stellen), Paprika

  • Süßstoff Xylit und Birkenzucker

  • Rohes Schweinefleisch

  • Alkohol

Hund hat eine Vergiftung: Was ist im Notfall zu tun?

Ihr Hund hat Schokolade oder andere Lebensmittel gefressen, die nicht geeignet sind? In unserer Checkliste sehen Sie, was im Notfall zu tun ist. Reagieren Sie am besten sofort nach der Aufnahme giftiger Lebensmittel und warten Sie nicht bis Vergiftungserscheinungen auftreten.

  • Bewahren Sie Ruhe und schaffen Sie eine ruhige und sichere Umgebung für den Hund

  • Rufen Sie bei Ihrer Tierartzpraxis oder dem tierärztlichen Notdienst an und informieren Sie bereits vor der Fahrt zum Tierarzt das Praxisteam

  • Informieren Sie Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin, was und wie viel Gramm des verbotenen Lebensmittels aufgenommen wurde

  • Heben Sie, wenn möglich, die Verpackung des Lebensmittels auf (vor allem bei Schokolade und anderen Süßigkeiten, um die Zusammensetzung prüfen zu können)

  • Bitten Sie Ihren Tierarzt um eine Einschätzung der Situation

  • Fahren Sie, wenn nötig, schnellstmöglich zum Tierarzt oder in die Tierklinik

  • Lösen Sie nicht selbst, ohne Beratung durch den Tierarzt, Erbrechen des Hundes aus

Achten Sie auf folgende Vergiftungserscheinungen

  • Unruhe

  • Erbrechen

  • Durchfall

  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt

  • Übermäßiger Durst

  • Übermäßiger Speichelfluss

  • Aufgeblähter Bauch

  • Krämpfe

  • Fieber oder Untertemperatur

  • Apathie

  • Blasses Zahnfleisch

  • Atemnot

  • u. a.

Vergiftungen vorbeugen

Beugen Sie mögliche Vergiftungen bei Ihrem Hund vor, indem Sie keine Essensreste vom Tisch geben und keine Lebensmittel für den Hund zugänglich aufbewahren. Informieren Sie am besten alle Familienmitglieder über die Lebensmittel, die für Hunde nicht geeignet sind. Bedenken Sie, dass auch kleine Mengen schädlich sein können.

Trainieren Sie mit dem Hund ein sogenanntes Abbruchsignal, damit der Hund seine Handlung (das Aufnehmen von Lebensmitteln) durch ihr Kommando unterbricht. Ebenfalls sollte auch das „Aus“ trainiert werden, damit Dinge, die der Hund im Fang hat, wieder herausgegeben werden. Gute Hundetrainer beraten gern zum Übungsaufbau.



Die hier genannten Lebensmittel sollten nicht an Hunde verfüttert werden, auch wenn bei bisheriger Gabe keine Vergiftungserscheinungen aufgetreten sind. Denn eine fortdauernde Fütterung kann Langzeitschäden hervorrufen, die nicht immer leicht durch den Besitzer zu erkennen sind.

» Hundefutter, das auf den individuellen Nährstoffbedarf des Hundes angepasst ist, macht eine zusätzliche Fütterung anderer Lebensmittel gänzlich überflüssig. Mit dem bedarfsgerechten Futter von futalis erhalten Hunde genau die Nährstoffe, die sie benötigen.


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