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Fütterungsprobleme

Ihr Hund trinkt viel - Was steckt dahinter?

Dass Hunde täglich frisches Wasser brauchen, um regelmäßig ihren Durst zu stillen, ist nichts Neues. Dabei kann es aber auffallen, dass der Hund eine größere Menge Flüssigkeit zu sich nimmt, als er es sonst tut. In diesem Text lesen Sie, welche Ursachen es haben kann, wenn Ihr Hund plötzlich mehr trinkt.



Dr. Maria Hänse Autor

Autorin- Tierärztin Dr. Maria Hänse

Dr. Maria Hänse war mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig tätig und widmet sich nun der Weiterentwicklung des ® Ernährungskonzeptes.

"Ein von Tierärzten entwickeltes Futter ist nicht nur in Krankheitsfällen zu empfehlen, sondern auch für gesunde Hunde, damit Ihr Tier immer optimal versorgt ist."

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Ernstzunehmende Erkrankungen als Ursache

Die Reihe an möglichen Erkrankungen, die hinter dem erhöhten Durst stecken können, ist lang. Erkrankungen, wie Diabetes, Gebärmutter- oder Blasenentzündungen oder Nierenerkrankungen können der Grund für eine gesteigerte Wasseraufnahme sein. futalis stellt individuell und otptimal auf Ihren Hund abgestimmtes Hundefutter her und bezieht auch Erkrankungen mit in die Futterberechnung ein.

Zum einen ist es für diabeteskranke Hunde typisch, dass sie eine gesteigerte Wasseraufnahme zeigen. Aber auch eine Gebärmutterentzündung der Hündin, die einen absoluten medizinischen Notfall darstellt, kann sich auf diese Weise äußern. Bei dieser auch als Pyometra bezeichneten Erkrankung treten die Symptome in der Regel einige Wochen nach der letzten Läufigkeit auf. Eine weitere Ursache für ein gesteigertes Durstgefühl stellt eine Blasenentzündung dar. Diese sollte in jedem Fall durch einen Tierarzt medizinisch behandelt werden, um ein Aufsteigen der Bakterien in die Nieren zu verhindern.

Nach der erfolgreichen Behandlung einer Blasenentzündung verschwinden in der Regel auch die Symptome, inklusive der erhöhten Trinkmenge, innerhalb einer Woche. Die wichtigste Ursache für eine vermehrte Wasseraufnahme sind allerdings Nierenerkrankungen. Diese können von bakteriellen Nierenentzündungen, wie sie beispielsweise durch Leptospiren hervorgerufen werden, ausgelöst werden. Für eine chronische Nierenerkrankung lässt sich jedoch in der Regel keine Ursache mehr ermitteln. Sind die Nieren krank, sind sie nicht mehr in der Lage, den Harn zu konzentrieren, dadurch scheidet das Tier vermehrt Wasser aus. Als Folge trinken betroffene Hunde auffallend viel und haben einen gesteigerten Harndrang. Auffallend ist auch, dass der Urin dabei sehr hell bis komplett klar erscheint. Da sowohl Nierenerkrankungen als auch alle weiteren genannten Krankheiten sehr ernste und zum Teil lebensbedrohliche Zustände darstellen, ist es generell sehr wichtig, den Hund ausreichend zu beobachten, um rechtzeitig festzustellen, wenn sich an seinem Verhalten etwas ändert.

Nicht immer besteht ein Grund zur Sorge!

Trinkt der Hund mal mehr als sonst, muss dies nicht zwingend immer Grund zur Sorge geben. An einem warmen Tag oder nach einer gesteigerten körperlichen Aktivität, ist es völlig normal, dass ein Hund erhöhten Durst hat. Zudem ist die Trinkmenge auch abhängig von der Fütterungsform. Bei der Nassfütterung sowie auch beim Barfen ist der darin befindliche Wassergehalt naturgemäß bereits sehr hoch, sodass ein Hund verhältnismäßig weniger Wasser zusätzlich trinken wird, als er es nach der Aufnahme von Trockenfutter macht. Deshalb wird vor allem bei einer Futterumstellung von Nass- auf Trockenfutter gesteigerter Durst festgestellt. Auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente wie Cortisol, nach Erbrechen oder Durchfall zeigen Hunde einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.


Wann am besten zum Tierarzt?

Oftmals fällt der erhöhte Durst dem Hundebesitzer lange Zeit nicht auf. Erst bei den sichtbaren Folgen der vermehrten Wasseraufnahme hat er in der Regel die Vermutung, dass etwas mit dem Hund nicht stimmt. Zum Beispiel muss der Hund übermäßig oft und lange urinieren, drängelt immer öfter rauszugehen oder ist plötzlich nicht mehr stubenrein.
Bemerkt man eine Zunahme der Trinkmenge bei seinem Hund, sollte mit dem Tier unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, da auch ernsthafte Erkrankungen hinter dem starken Durst stecken können. Für eine Diagnose wird der Tierarzt eine klinische Untersuchung durchführen. Auch weitere Untersuchungen wie Blut-, Harn-, Röntgen- oder gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen können nötig sein, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Hund ist krank - ab wann zum Tieraerzt?

Die Trinkmenge beim Hund messen

Um die Ursachenfindung zu erleichtern, ist es empfehlenswert, die vom Hund täglich aufgenommene Trinkmenge zu messen. Dieser Wert kann dem Tierarzt schon Rückschlüsse liefern, ob der Hund tatsächlich stark erhöhte Wassermengen zu sich nimmt und welche Erkrankungen für dieses Verhalten in Frage kommen können. Damit Sie die Menge des aufgenommenen Wassers pro Tag richtig messen können, sollten Sie folgende Faktoren beachten:

  • Lassen Sie Ihren Hund aus nur einem Trinknapf trinken, auch das Trinken aus Bächen oder Pfützen sollte an dem Tag der Messung vermieden werden
  • Passen Sie auf, dass keine anderen Tiere Zugang zu dem Trinknapf haben
  • Stellen Sie den Napf an einen kühlen, schattigen Ort, damit nicht so viel Wasser verdunsten kann
  • Messen Sie die Wassermenge in einem Messbecher ab

Wie hoch ist der normale Flüssigkeitsbedarf?

Die Trinkmenge hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Aktivitätsgrad des Hundes, das Wetter, das Körpergewicht und die Fütterungsform haben Einfluss auf den Bedarf. In der Regel sollten Hunde zwischen 40 und 100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag trinken. Das wären bei einem 10 kg schweren Hund also maximal 1 Liter Wasser pro Tag.





Erkrankungen, die Durst verursachen


Diabetes beim Hund

» Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit, die beim Hund vor allem in der zweiten Lebenshälfte auftritt, an der vereinzelt aber auch jüngere Hunde erkranken können.

Nierenerkanungen beim Hund

» Nierenerkrankungen

Ist ein Großteil des Nierengewebes zerstört wird die Nierenfunktion eingeschränkt. Im Anfangsstadium nimmt der Hund vermehrt Wasser auf und hat einen gesteigerten Harndrang.

Blasenentzündung beim Hund

» Blasenentzündung

Leidet ein Hund an einer Blasenentzündung, verspürt er einen verstärkten Harndrang. Er versucht sehr häufig, Urin abzusetzen, wobei allerdings nur wenige Tropfen ausgeschieden werden.



Diätetische Therapie bei nierenbedingt erhöhter Wasseraufnahme


  • Liegt der Grund der gesteigerten Wasseraufnahme in einer Erkrankung der Nieren, sollten auch diätetische Maßnahmen ergriffen werden, um den Hund bestmöglich zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, das Futter optimal an die nun veränderten Ansprüche des Hundes anzupassen. Testen Sie das von Tierärzten entwickelte futalis Futter, um Ihren Hund bestmöglich zu versorgen.
  • Die Nieren sind ein Entgiftungsorgan. Sind sie in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt, können sie die Stoffwechselprodukte nicht optimal ausscheiden. Um die Nieren zu entlasten sollte die Zufuhr an Proteinen und somit der Fleischanteil in der Futter-Ration reduziert werden. Ein individuelles Nierendiät-Futter wird empfohlen.

  • Es empfiehlt sich zudem, fermentierbare Fasern der Ration hinzuzufügen. Durch den dadurch veränderten pH-Wert wird auch die Aufnahme gefährlicher Proteinabbauprodukte reduziert. Außerdem sollten im Futter auch nur geringe Mengen Natrium sowie Phosphor enthalten sein, da deren Ausscheidung bei nierenkranken Hunden gestört ist.

  • Es ist zudem notwendig, die Zufuhr an Vitaminen zu erhöhen und bedarfsgerecht zu gestalten, da durch den vermehrten Harndrang auch die wasserlöslichen Vitamine aus dem Körper geschwemmt werden.

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Ihr Hund trinkt übermäßig viel: Zusammenfassung der Ursachen

    Nicht krankheitsbedingte Ursachen

  • Vermehrte Aktivität
  • Höhere Temperaturen
  • Umstellung von Nass- auf Feuchtfutter
  • Einnahme bestimmter Medikamente

    Krankheitsbedingte Ursachen:

  • Diabetes
  • Gebärmutterentzündung
  • Blasenentzündung
  • Nierenerkrankungen
  • Morbus Cushing
  • Hormonproduzierende Schilddrüsen-Tumore

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