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Hund und Mensch

Wie viel Wasser braucht ein Hund? | Wasserbedarf beim Hund berechnen

Nicht nur wir Menschen sollten jeden Tag ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen, ein ausgewachsener Hund benötigt 40 bis 100 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Was viele Hundebesitzer unterschätzen: Für Hunde ist die Wasserversorgung nicht nur ein enorm wichtiger Bestandteil in der Ernährung. Wasser gilt als der wichtigste Nährstoff.


Dr. Maria Hänse Autor

Autorin- Tierärztin Dr. Maria Hänse

Dr. Maria Hänse war mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig tätig und widmet sich nun der Weiterentwicklung des ® Ernährungskonzeptes.

"Ein von Tierärzten entwickeltes Futter ist nicht nur in Krankheitsfällen zu empfehlen, sondern auch für gesunde Hunde, damit Ihr Tier immer optimal versorgt ist."

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Wasser erfüllt wichtige Funktionen im Körper des Hundes

Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist essentiell für die Gesundheit unserer Hunde, denn Wasser hat viele Funktionen: Es ist unentbehrlich für die Lösung der Futterbestandteile im Verdauungstrakt. Es ist zuständig für den Transport der Nährstoffe aus dem Darm über die Blutbahn zu den Geweben. Außerdem ist es verantwortlich für den Zellstoffwechsel und für die Ausscheidung von harnpflichtigen Stoffen über die Nieren. Und zu guter Letzt regelt es noch die Körpertemperatur.

Der Wasserbedarf ist abhängig von verschiedenen Faktoren

  • Körpergewicht
  • Wasserverlust
  • Außentemperaturen
  • Aktivitätsgrad
  • Art der Fütterung

Wie viel Wasser ein Hund braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Bedarf ergibt sich aus der Differenz des Wasserverlustes einerseits und der neu aufgenommenen Flüssigkeit andererseits. Wasser wird über Urin, Kot, Atmung, Schweiß und gegebenenfalls Milch, wenn eine Hündin säugt, ausgeschieden.

Der Bedarf an Wasser wird zum Teil durch das Verbrennen von Nährstoffen im Stoffwechsel, sowie durchs Futter gedeckt. Der Rest muss durch Trinkwasser aufgenommen werden. Wie viel benötigt wird, hängt zum Beispiel neben Jahreszeit und Aktivitätsgrad auch vom Feuchtigkeitsgehalt des Futters ab. So muss der Hund bei der Fütterung von Trockenfutter den größten Teil seines Bedarfs an Wasser über Trinkwasser zu sich nehmen - bei Feuchtfutter wird dreiviertel des Bedarfs an Flüssigkeit automatisch abgedeckt. Ist das Futter besonders salzig, trinken die Hunde mehr.

Wassertemperatur und -qualität

Im Wassernapf sollte das Wasser unbedingt Raumtemperatur besitzen. Ist es zu kalt, wird der Magen gereizt und kann zu Erbrechen oder Durchfall führen. Ist bekannt, dass die örtliche Leitungswasserqualität unzureichend ist, sollte man zu stillem Mineralwasser greifen.

Wasserbedarf berechnen

Bei einer Fütterung mit Trockenfutter und einer normalen Raum- oder Umgebungstemperatur von rund 20 Grad, benötigt ein Hund rund 40 bis 100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Zum Beispiel hat ein Beagle mit einem Körpergewicht von 10 kg einen Wasserbedarf von maximal einem Liter pro Tag. Ein Siberian Husky mit 20 kg kann bis zu 2 Liter am Tag trinken. Bei einer Fütterung mit Nassfutter reduziert sich der Wasserbedarf auf rund 20 bis 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht. In diesem Fall würde einem 10 kg schweren Beagle eine Menge von einem halben Liter Wasser pro Tag ausreichen.

Steigt der Aktivitätsgrad oder die Umgebungstemperatur, steigt auch der Wasserbedarf. Trinken Hunde zu wenig oder zu viel, kann eine Erkrankung die Ursache sein, weshalb der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden sollte.

Hund trinkt Wasser

Sauberes Wasser sollte jederzeit verfügbar sein

Jeder Hund sollte stets Wasser zur freien Verfügung haben. Die meisten Hunde trinken ein bis zwei Stunden nach dem Fressen, um das durch die Verdauung verlorene Wasser zu ersetzen. In dieser Zeit muss frisches Trinkwasser bereitstehen, ansonsten bedient sich das Tier anderer Wasserquellen. Viele Tümpel, Pfützen und Teiche beherbergen zahlreiche Krankheitserreger. Gerade Gartenteiche sind oft wahre Brutstätten für Bakterien. Auf längeren Spaziergängen bietet es sich an, sauberes Wasser von zu Hause mitzunehmen. Dafür eignet sich entweder eine Flasche und ein Wassernapf oder spezielle Faltnäpfe für unterwegs.

Generell gilt: Wassernäpfe müssen regelmäßig gesäubert werden, da sich in der Feuchtigkeit gerne Keime und Krankheitserreger ansammeln. Nach dem Säubern mit Spülmittel oder Essigessenz muss der Napf gründlich mit klarem Wasser ausgespült werden, damit sich Rückstände und Gerüche verflüchtigen.





    Zusammengefasst: Wasser & Hund

  • Wasser sollte stets frei verfügbar sein
  • Das Wasser sollte Raumtemperatur haben
  • Hunde, die Feuchtfutter fressen, nehmen deutlich mehr Wasser zu sich
  • Bei erhöhter Aktivität, der Fütterung von Trockenfutter und hohen Temperaturen steigt der Wasserbedarf
  • Wassernäpfe sollten regelmäßig gereinigt werden
  • Die Wasseraufnahme aus Pfützen oder Teichen sollte vermieden werden

    Was tun, wenn der Hund zu wenig trinkt?

  • Weichen Sie das Trockenfutter etwas in Wasser ein
  • Geben Sie Nassfutter dem Trockenfutter bei
  • Bieten Sie Wasser an verschiedenen Stellen in der Wohnung oder im Garten an
  • Bieten Sie Ihrem Hund auch unterwegs Wasser an
  • Reichern Sie das Wasser mit etwas Fleischbrühe oder Karottensaft an

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