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Hund mit Epilepsie

Epilepsie bei Hunden - Ursachen und Einfluss der Ernährung

Epilepsie tritt nicht nur beim Menschen auf, auch Hunde können betroffen sein. Hier erfahren Sie mehr über die neurologische Erkrankung, die Arten, Symptome, Auslöser und die Ernährung von erkrankten Hunden.


Dr. Maria Hänse Autor

Autorin - Tierärztin Dr. Maria Hänse

Dr. Maria Hänse war mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig tätig und widmet sich nun der Weiterentwicklung des ® Ernährungskonzeptes.

"Durch eine gute Einstellung mit Medikamenten, einen stressarmen Tagesablauf und eine angepasste Ernährung kann die Häufigkeit von epileptischen Anfällen beim Hund reduziert werden."

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Was ist eine Epilepsie bei Hunden?

Bei der Epilepsie handelt es sich um eine Störung der Gehirnfunktion, die sich in wiederkehrenden Krampfanfällen äußert. Die Epilepsie bei Hunden gehört, wie auch bei Menschen, zu den häufigsten Nervensystemerkrankungen. Insgesamt leiden ca. 1 bis 2 Prozent aller Hunde unter epileptischen Anfällen, wobei einige Rassen stärker als andere betroffen sind.

Arten von Epilepsie

Im tiermedizinischen Bereich wird zwischen der primären und sekundären Epilepsie unterschieden. Die primäre Epilepsie ist eine angeborene Krankheit, die vermehrt bei Rassen wie Labrador Retriever, Weimaraner, Golden Retriever und Collie vorkommt. Im Gegensatz dazu entsteht die sekundäre Epilepsie bei Hunden durch eine andere Grunderkrankung. Häufige Ursachen für diese sekundären Krampfanfälle sind Stoffwechselstörungen, die beispielsweise aus einer Nieren- oder Lebererkrankung oder einer Vergiftung resultieren, Herzerkrankungen, die zum Sauerstoffmangel im Gehirn führen können, oder aber auch Gehirnentzündungen oder -tumoren.

Wodurch wird die Epilepsie bei Hunden ausgelöst?

Hunde, die zu Krampfanfällen neigen, reagieren sensibel auf Stress. Körperliche und geistige Überforderung, übermäßiges Training, laute Geräusche (wie quietschendes Spielzeug oder Silvesterknaller) und bestimmte Situationen (wie Einsamkeit, angstauslösende Reize) können epileptische Anfälle auslösen. Doch auch Infektionskrankheiten, Störungen des Hormonhaushalts (z. B. Diabetes), Gehirntumore, Vergiftungen (zum Beispiel durch Schokolade oder chemische Stoffe) und Organfunktionsstörungen gehören zu den Auslösern von Anfällen bei Hunden.

Symptome der Epilepsie beim Hund

Ein epileptischer Anfall, der nur kurzzeitig oder in seiner schlimmsten Form länger als 30 Minuten dauern kann, macht sich durch folgende Anzeichen bemerkbar:

  • Verlust des Bewusstseins
  • Versteifung der Glieder
  • starke Krämpfe, Muskelzuckungen, Muskelspannung
  • vermehrter Speichelfluss
  • teilweise Atemstillstand
  • Kontrollverlust über Blase und Darm

Anzeichen vor und nach einem epileptischen Anfall

Auch vor und nach einem epileptischen Anfall können Hundehalter Verhaltensänderungen und andere Symptome bei ihrem Hund beobachten. In der einleitenden Phase vor einem Anfall sind die betroffenen Hunde meist unruhiger, anhänglicher und zeigen vermehrten Speichelfluss.

In der sogenannten postiktalen Phase, das heißt der Zeit nach einem Anfall, können die Hunde an Orientierungslosigkeit, mangelnder Koordinationsfähigkeit, vermehrtem Hunger und Durst leiden.

Reaktion im Notfall

Während eines Anfalls sollte man, um Verletzungen zu vermeiden, alle umliegenden Gegenstände zur Seite räumen. Anschließend sollte der Hund die Möglichkeit haben, sich in einem ruhigen, dunklen Raum zu regenerieren.

Weiterführend ist es unabdingbar, organische Erkrankungen als Ursache für die Krampfanfälle zu erkennen und zu behandeln. Erst wenn sämtliche Grunderkrankungen von einem Tierarzt ausgeschlossen worden sind, lässt sich die Diagnose „primäre Epilepsie“ eindeutig stellen. Wenn ein Hund von der Erkrankung betroffen ist, sollte man bei ihm auf einen geregelten, stressarmen Alltagsablauf achten. Des Weiteren kommen tierärztlich verordnete Medikamente zum Einsatz, die die Reizschwelle im Gehirn herabsetzen. Das Ziel sollte jedoch immer sein, die niedrigstmögliche Dosis zu finden. Um dies einschätzen zu können, werden zum einen regelmäßige Blutuntersuchungen durchgeführt, und zum anderen sollte der Hundebesitzer ein „Epilepsietagebuch“ führen und dies regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen.

Hund mit Epilepsie - was tun?

Ernährung bei Epilepsie beim Hund

Wie sollte ein Hund mit Epilepsie ernährt werden?

Für Hunde mit Epilepsie ist ein hochwertiges Futter zu empfehlen, das speziell auf die Erkrankung angepasst wurde und leicht bekömmlich ist. Die primäre Epilepsie ist prinzipiell nicht heilbar, jedoch kann eine ausgewogene Ernährung helfen, die Anfallshäufigkeit zu senken. Beispielsweise stehen manche künstliche Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe, im Verdacht, Krampfanfälle hervorzurufen. Auf diese Stoffe sollte im Speiseplan erkrankter Hunde verzichtet werden. Um zugrundeliegende Stoffwechselstörungen abzufangen, sollte ein Futter mit einem reduzierten Gehalt an tierischem Eiweiß gefüttert werden, um den Leberstoffwechsel zu entlasten und stoffwechselbedingte Anfälle zu vermindern. Außerdem kann eine leberschonende Futterzusammensetzung auch helfen, die Leberbelastung durch Epilepsiemedikamente besser abzufangen. Neuere Forschungsansätze beschäftigen sich mit dem Einsatz von sogenannten ketogenen Diäten bei der primären Epilepsie des Hundes. Es wird untersucht, ob diese fettreiche und kohlenhydratarme Fütterung einen Einfluss auf die Anfallshäufigkeit bei Hunden haben kann.

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Bei futalis wird das Futter für Ihren Hund nach Analyse seines Bedarfs speziell für ihn hergestellt. Die maßgeschneiderte Rezeptur berücksichtigt die Eigenschaften und Unverträglichkeiten des Hundes. Ihr Hund leidet an Epilepsie? Dann hinterlassen Sie uns in Ihrer Bestellung einen Kommentar. Unsere qualifizierten Tierärzte prüfen dann die Ration Ihres Hundes und nehmen Anpassungen entsprechend seiner Bedürfnisse vor.


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