Goldendoodle
Rasseportrait

Goldendoodle: Steckbrief

Bewegungsdrang
Familienhund
Aggressionspotenzial
Jagddrang

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Goldendoodle?

Der Goldendoodle ist eine Kreuzung aus dem Golden Retriever und dem Pudel. Der Vierbeiner ist also keine Hunderasse im eigentlichen Sinn, sondern ein sogenannter Hybridhund. Der FCI (kynologischer Dachverband) hat die Rasse noch nicht anerkannt.

Goldendoodle: Charakter und Wesen

Für den Goldendoodle sind noch keine einheitlichen Rassestandards definiert. Deshalb ist es schwierig, die Charakterentwicklung genau vorherzusagen. Sie hängt auch stark von den Elterntieren ab. Da der Golden Retriever und der Pudel ursprünglich Jagdhunde waren, schreibt man dem Goldendoodle meist die folgenden Eigenschaften zu:

Goldendoodle arbeiten gern mit Menschen zusammen.

Sie sind intelligent und wollen ständig von dir gefordert werden.

Die Hunde apportieren in der Regel gern.

Die Vierbeiner lieben das Wasser und sind gute Schwimmer.

Die Gelassenheit und Ausgeglichenheit des Golden Retrievers kannst du auch bei deinem Goldendoodle fördern, wenn du im Welpenalter auf ausreichend Ruhephasen und Entspannung achtest.

Goldendoodle: Haltung/Erziehung und Fellpflege

Goldendoodle Rasseportrait

Der Goldendoodle ist ein einfühlsamer Hund und bekommt gerne deine und die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen. Bevor du dich für den Mix aus Golden Retriever und Pudel entscheidest, solltest du Folgendes wissen:

Halte deinen Goldendoodle nicht in einem Zwinger, sondern immer unter Familienanschluss.

In der Regel sind Goldendoodle sportliche und bewegungsfreudige Hunde. Bezeichnest du dich gerne mal als Couch-Potato, eignet sich die Hybridrasse eher nicht für dich.

Bei ausreichender Beschäftigung kannst du den Hund in einer Wohnung halten.

Sozialisierst du deinen Goldendoodle frühzeitig, verläuft das Zusammenleben mit Kindern und anderen Tieren problemlos.

Du solltest zudem die Fellpflege nicht unterschätzen, da das Fell, je nach Felltyp, schnell verfilzen kann. Regelmäßiges Bürsten oder Scheren solltest du in deine Wochenplanung integrieren. Zusätzlich sollte deine Pflegeroutine die Vorsorge gegen Parasiten, die Krallenpflege und tierärztliche Untersuchungen umfassen.

Goldendoodle: Familien- und Anfängerhund

Der Goldendoodle eignet sich aufgrund seiner treuen, aufmerksamen und spielerisch-fordernden Art als Familienhund. Während des Welpenstadiums sollten du und deine Familie auf ausreichend Ruhephasen achten und auf übermäßige Bewegung sowie Sprünge verzichten. Mit gesunden, ausgewachsenen Goldendoodle könnt ihr hingegen nach Lust und Laune toben und eure gemeinsame Zeit mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten, wie z. B. Dummyarbeit, Hoopers Agility oder Dog Diving, bereichern. 

Da die Elterngenerationen des goldenen Vierbeiners ursprünglich Jagdhunde gewesen sind, wird ein Goldendoodle dich gelegentlich herausfordern wollen. Dies kann für einige Anfänger in belastenden Situationen durchaus zu viel werden. Überlege dir deshalb genau, ob du einen Goldendoodle an deiner Seite haben willst, wenn du noch keine oder wenig Erfahrungen mit Hunden gemacht hast. Zur Rolle eines gewissenhaften Hundehalters gehört nämlich auch, sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein. 

Wenn die individuellen Eigenschaften deines Goldendoodle passen und du die entsprechenden Voraussetzungen mitbringst, ist auch denkbar, dass du deinen Vierbeiner als Besuchs-, Assistenz-, Arbeits- oder Therapiehund einsetzt.

Goldendoodle: Eignet sich der Hund für Allergiker?

Viele Menschen, die unter einer Tierhaarallergie leiden, greifen auf Golden- und Labradoodle zurück, wenn sie nicht auf das Zusammenleben mit einem Hund verzichten wollen. Dass du als Allergiker bei deinem Doodle automatisch keine Symptome zeigst, ist aber ein Trugschluss:

Es nicht garantiert, dass dein Goldendoodle nicht haart. Niemand kann vorhersehen, wie sich die Eigenschaft des Pudels, weniger zu haaren, bei der Kreuzung zwischen dieser Rasse und dem Golden Retriever durchsetzt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Allergenmenge im Fell eines Doodle sich nicht von der anderer Hunderassen unterscheidet.

Egal welchen Goldendoodle du auswählst, eine Garantie, dass du als Allergiker niemals Symptome zeigst, wirst du niemals haben.

Goldendoodle: Herkunft und Geschichte

Hund und Mensch

Herkunftsland des Goldendoodle ist die USA, wo er in den 90er Jahren gezüchtet wurde. Ähnlich wie beim Labradoodle war das Ziel der Kreuzung, einen Hund zu schaffen, der auch für Allergiker geeignet ist und die positiven Eigenschaften des Goldies und Pudels vereint. 

Diesem Prozess war die mediale Berichterstattung über den Labradoodle, der Kreuzung aus Labrador und Pudel, vorausgegangen. Der Labradoodle wurde in Australien gezüchtet, um einen geeigneten Blindenhund zu kreieren. Seine Bekanntheit führte dazu, dass weitere Hybridrassen wie der Maltipoo (Malteser + Pudel), der Cockapoo (Cocker Spaniel + Pudel) oder der Aussiedoodle (Australian Shepherd + Pudel) entstanden.

Das schlagartige Interesse an den Hybridhunden hat leider auch eine Schattenseite: Ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Tiere, nutzten eine Vielzahl von teils zwielichtigen Händlern die marktwirtschaftliche Lage aus und züchteten die sogenannten Designerhunde, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Achte deshalb gerade bei den beliebten Kreuzungen mit Pudeln darauf, dass du dich in die Hände eines gewissenhaften Züchters begibst.

Goldendoodle Mini, Medium und Standard: Rassemerkmale

Züchter züchten den Goldendoodle in drei verschiedenen Größen: Standard, Medium und Mini:

Bei dem Standard-Goldendoodle kreuzen die Züchter Golden Retriever und Großpudel. Diese erreichen eine Widerristhöhe von 50 bis 73 cm und ein Gewicht von 20 bis 42 kg.

Bei den kleineren Vertretern handelt es sich um Kreuzungen mit dem Zwergpudel.

Die Nachkommen aus diesen Kreuzungen bezeichnet man als F1-Hunde.

Kreuzen Züchter F1-Goldendoodle erneut mit einem Pudel oder einem Golden Retriever, entstehen F1B-Hunde.

Die Fellfarbe und –struktur können stark variieren:

Das meist mittellange Fell kann eher glatt oder lockig sein.

Creme, gold, braun, rotbraun, schwarz und viele Farbkombinationen können in Erscheinung treten.

Einen Goldendoodle erhalten

Weil sich die Doodle-Kreuzungen nach wie vor einer nicht enden wollenden Beliebtheit erfreuen, solltest du bei deiner Suche sehr vorsichtig vorgehen und deine Kaufentscheidung an wichtige Faktoren knüpfen.

Goldendoodle: Züchter

Steht fest, dass du und deine Familie einen Goldendoodle als neues Familienmitglied aufnehmen wollt und du alle Voraussetzungen zur Anschaffung eines Welpen geklärt hast, musst du dich auf die Suche nach einem geeigneten Züchter machen.

Auch wenn Hybride durch den sogenannten Heterosis-Effekt (gesteigerte Fitness durch die genetische Vermischung) als gesünder gelten, ist dies nur dann der Fall, wenn die Elterntiere gesund sind. Behalte deshalb im Hinterkopf, dass sowohl beim Golden Retriever als auch beim Pudel Prädispositionen für Augen- und Gelenkerkrankungen vorliegen. Befasse dich am besten nur mit seriösen Züchtern, die ausschließlich mit Tieren züchten, die nicht von erblichen Erkrankungen betroffen sind:

Frage beim Züchterbesuch ausdrücklich  nach Gesundheitsergebnissen.

Gewissenhafte Züchter können dir auf Nachfrage die Ergebnisse der Augen- sowie der HD- und ED-Untersuchung (Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie) zeigen.

Vertrauensvolle Züchter geben dir Einblick in die Ahnentafel und die Aufzuchtstätte der Welpen.

Auch nach Abgabe der Welpen sind gute Züchter stets für dich erreichbar.

Goldendoodle: Tierheim

Goldendoodle Designerhund

Willst du hingegen nicht nur einem Jungtier ein neues Zuhause geben und kannst es dir auch vorstellen, ein älteres Exemplar bei dir aufzunehmen, solltest du deinen regionalen Tierheimen einen Besuch abstatten. Sich um einen Goldendoodle in Not zu kümmern, kann aufgrund der nicht festgelegten Rassestandards mit vielerlei Problemen verbunden sein. Wenn du diese Herausforderung nicht scheust, steht dir allerdings nichts im Weg, es nicht doch einmal zu versuchen und einen einsamen Hund sehr glücklich zu machen.

Goldendoodle: Preis

Die aktuelle Preislage ist sehr unübersichtlich und schwankt massiv. Ein Golden Retriever aus einem eingetragenen Zuchtverband kostet dich beispielsweise in der Regel unter 2000 €. Dagegen verlangen viele Hobbyzüchter, die keinem offiziellen Zuchtverband angehören, für eine Rassekreuzung Goldendoodle mittlerweile oft das Doppelte. Die trendigen Designer Dogs können dich demnach zwischen 3000 und 5000 € kosten. 

Bei diesen im Vergleich zu den reinrassigen Hunden horrenden Preiserhöhungen sollte man sich allerdings die Frage stellen, wie diese Kosten überhaupt noch zu rechtfertigen sind. Schließlich kann es, wie wir bereits erwähnt haben, gerade aus gesundheitlicher Hinsicht schlimme Folgen für Goldendoodle haben, wenn unseriöse Hobbyzüchter in ihnen nichts anderes als eine lukrative Geldquelle sehen.

Goldendoodle: Krankheiten

Goldendoodle können die entsprechenden Prädispositionen und ernährungsrelevanten Krankheiten ihrer Elterngenerationen aufweisen. Welche das im Einzelfall sind, solltest du unbedingt mit deinem Züchter absprechen. Rassespezifische Erbkrankheiten, die lediglich Goldendoodle betreffen, sind aufgrund der nicht vorhandenen Rassestandards nicht bekannt.

Sowohl Groß- und Zwergpudel als auch Golden Retriever neigen zur Hüftgelenksdysplasie. Die Wahrscheinlichkeit besteht also, dass viele Goldendoodle die Krankheit erben. Die HD ist eine erblich bedingte Inkongruenz der Hüftgelenke. Die Hüftgelenkspfanne ist so stark abgeflacht, dass sich der Hüftkopf deines Hundes zu viel bewegen kann. Verstärkt wird dieses Problem durch eine Erweichung der Haltebänder. Die Folgen sind:

Die Gelenke fallen durch eine abnorme Beweglichkeit auf und der Gang deines Hundes wirkt instabil.

Die betroffenen Doodle haben Schwierigkeiten beim Aufstehen und Laufen.

Im Verlauf der Erkrankung bilden sich schmerzhafte Arthrosen im Gelenk aus.

Junge Goldendoodle können bereits an einer HD leiden. Deshalb solltest du bei der Fütterung aufpassen, dass dein Junghund keine krankheitsfördernden Wachstumsschübe durch ein Übermaß an Nährstoffen erfährt oder übergewichtig wird.

Du kannst auch deinen ausgewachsenen, HD-disponierten Goldendoodle durch eine spezielle Futteranpassung unterstützen. Füge dazu am besten gelenkunterstützende Inhaltsstoffe seinem Futter hinzu.

Nierenerkrankungen

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