Australian Shepherd

Australian Shepherd Steckbrief

Bewegungsdrang
Familienhund
Aggressionspotenzial
Jagddrang

Inhaltsverzeichnis

Der Mythos um den Namen

Obwohl sein Name es nahelegen würde, liegt die Heimat des Australian Shepherds nicht etwa in Australien, sondern in den USA. Ursprünglich stammt die Rasse jedoch, so die geläufigsten Thesen um seine Herkunft, aus Australien.

Charakter, Eigenschaften und Wesen

Der Australian Shepherd ist ein sehr lebhafter Hund mit vielen Charaktereigenschaften und einem aufgeschlossenen Wesen:

Erfahre im Video, wie du deinen Australian Shepherd-Welpen gesund ernährst:

Haltung, Erziehung und Temperament

Australian-Shepherd-im-Portrait

Ist ein Australian Shepherd ein Familienhund? Da er ein lernfreudiger und verspielter Hund ist, kannst du ihn mit einer konsequenten und zugleich einfühlsamen Hand zu einem Begleiter erziehen, den jeder lieben wird:

Australian Shepherd auslasten

Wie viel Auslauf braucht ein Australian Shepherd?

Australischer Schäferhund: Ernährung

Kennst du den Nährstoffbedarf deines Australian Shepherds? Dieser hängt von 9 ernährungsrelevanten Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem das Alter, Gewicht, die Größe und Aktivität, der Gesundheitszustand und Allergien.

Australian-Shepherd-rennt-über-Wiese

Aussie: Hüte- und Familienhund

Der Australian Shepherd kommt in vielen Gebieten zum Einsatz, ist aber ebenfalls als reiner Familienhund beliebt:

Australian Shepherds haaren! – Fellpflege

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Die Fellpflege eines Australian Shepherds ist ein bisschen aufwendiger als die der weniger haarenden Hunderassen:

Allergie/Allergiker

Bist du Allergiker, können wir dir den Australian Shepherd leider überhaupt nicht empfehlen, weil er dafür einfach zu viel haart. Obwohl es keine hypoallergenen Hunderassen gibt, existieren doch etliche, die dich weitaus weniger in die Bredouille bringen, ständig allergischen Reaktionen ausgesetzt zu sein.

Geschichte und Herkunft

Es ranken viele Theorien um den Ursprung des Australian Shepherds. Trotz seiner Namensgebung hat sich die Rasse ausschließlich in Nordamerika entwickelt. Vermutlich waren es baskische Schafhirten, die den Aussie zusammen mit ihren widerstandsfähigen Merinoschafen Anfang des 19. Jahrhunderts aus Australien mitbrachten. 

Es ist wahrscheinlich, dass die Existenz dieser Hunderasse einem glücklichen Zufall zu verdanken ist. Denn der Australian Shepherd geht möglicherweise auf die Paarung australischer Wildhunde, auch Dingos genannt, mit dem damals bereits bekannten Collie zurück. In der Folgezeit kreuzte man weitere Hunderassen mit ein, darunter Dalmatiner, Bullterrier und Kelpies. Daraus ist eine Hunderasse entstanden, die man seit 1872 in den Vereinigten Staaten als Australian Shepherd bezeichnet.

Mix

Bekannte Mixe zwischen Australian Shepherds und anderen Hunderassen sind Kreuzungen mit Golden oder Labrador Retrievern, Boxern und Terriern. Welchen Charakter solche Mischlinge allerdings ausbilden, ist schwer vorherzusehen.

Australian Shepherd Mini

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Es gibt eine mittlerweile von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannte Mini-Variante des Australian Shepherds, den sogenannten Miniature American Shepherd.

Welpen

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Rassemerkmale des Australian Shepherds

4-liegende-Australische-Schäferhunde

Die FCI erkannte den Australian Shepherd erst 1996 als Rasse an – der aktuelle Rassestandard stammt vom 5. Juni 2009. In Europa gibt es den Aussie, wie man ihn zuweilen auch nennt, erst seit den 1970er Jahren. Die FCI ordnet ihn der Gruppe 1 „Hüte- und Treibhunde“ sowie der Sektion 1 „Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung“ zu:

Farbe und Merle

Die Bekannt- und Beliebtheit des Australian Shepherds sind zum größten Teil auf die mannigfaltigen Möglichkeiten der Farbvariationen seines Fells zurückzuführen:

Blue-Merle und Red-Merle

Ein Australian Shepherd mit Blue- oder Red-Merle weist den sogenannten Merle-Faktor auf:

Leider sind Merle-Hunde nachweislich von erhöhten gesundheitlichen Risiken betroffen. Überlege dir daher gut, ob du wirklich einen Australian Shepherd mit Blue- oder Red-Merle mit zu dir nach Hause nehmen willst.

Qualzucht

Eine Kreuzung zwischen zwei Merle-Hunden kann erhebliche gesundheitliche Risiken für den Australian Shepherd mit sich bringen und ist deshalb in Deutschland als Qualzucht verboten.

Krankheiten

Da sich der Australian Shepherd einer über die letzten Jahre rasant anwachsenden Beliebtheit erfreut, sind viele unseriöse Züchter an den Markt gekommen, die nach schnellem Geld Ausschau halten und sich um die Gesundheit der Tiere wenig bemühen. Die rassespezifischen Hundekrankheiten des Aussies sind daher umfangreich und nehmen leider immer weiter zu.

Der Australian Shepherd kann an einer erblich bedingten Inkongruenz der Hüftgelenke leiden. Die Hüftgelenkspfanne ist so stark abgeflacht, dass der Hüftkopf des Tieres zu beweglich ist. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass sich die Haltebänder erweichen. Die Konsequenzen sind:

Die Gelenke deines Australian Shepherds bewegen sich abnorm, sodass er einen stabilen Gang nicht aufrechterhalten kann.

Betroffene Aussies können nicht gut aufstehen und laufen.

Im Verlauf der Erkrankung entstehen schmerzhafte Arthrosen im Gelenk.

Da bereits junge Australian Shepherds an einer HD leiden können, solltest du auf eine Ernährung achten, die seinem Bedarf an Energie und Nährstoffen entspricht. Was du in der Zeit, bis dein Aussie ausgewachsen ist, durch Ernährungsfehler versäumst, kann schwerwiegende Folgen für ihn nach sich ziehen. Fördere seine Gesundheit daher am besten mit einem gelenkunterstützenden Hundefutter und vermeide, dass er ein Übergewicht bekommt.

Australian Shepherds können aufgrund eines genetischen Defekts an einer Epilepsie leiden und bekommen Krampfanfälle ohne erkennbare Ursache. Eine anfallsartige, synchrone Entladung von Neuronengruppen im Hirn löst die Attacken aus. Zusätzlich spielt eine Funktionsstörung der Leber, die giftige Metabolite aus der Leber ins Zentralnervensystem transportiert, eine Rolle. Diese Giftstoffe blockieren die Neurotransmitter und stören so die Übertragungsmuster im Gehirn.

Das Krankheitsbild entwickelt sich im Durchschnitt schon im jungen Lebensalter. Die Ursachen werden in der Regel vererbt. Konkrete Behandlungsmöglichkeiten ergeben sich daher nicht immer. Dein gesunder Aussie kann jedoch auch an einer Epilepsie erkranken, z. B. infolge eines Traumas, einer Hirnhautentzündung oder eines Tumors. Mögliche Faktoren sind außerdem:

Hormonelle Imbalancen

Stoffwechselstörungen

Infektionen

Ein spezielles Futter kann deinem Australischen Schäferhund dabei helfen, dass seine Anfälle nur noch selten und nicht mehr regelmäßig auftreten. Um Leber und Niere zu entlasten, solltest du ihm entweder ein Nierenfutter oder eine Leberdiät füttern. Künstliche Zusätze wie Konservierungsstoffe oder Aromen solltest du von deinem Hund fernhalten.

Lahmt dein junger Australian Shepherd nach dem Aufstehen und läuft sich erst mit der Zeit ein? Zeigt er Schmerzen im Ellenbogengelenk, Kraftverluste auf der Vorderhand oder Probleme bei schnellen Wendungen oder Sprüngen? Dann besteht der Verdacht auf eine Ellenbogendysplasie:

Die Erkrankung kann in unterschiedlichen Formen beim Australian Shepherd in Erscheinung treten, zum Beispiel als Osteochondrosis dissecans (OCD), in Form eines gebrochenen Processus coronideus oder eines isolierten Processus anconeus.

Bei allen Ausprägungen ist problematisch, dass sich der Knorpel in der Wachstumsphase nicht richtig verknöchert, sich möglicherweise ablöst und als „Gelenkmaus“ im Gelenk verbleibt. Dies schmerzt deinen Aussie und ruft Entzündungen bei ihm hervor.

Arthrosen können als Spätfolge entstehen.

Katarakt

PRA (Progressive Retina Atrophie)

Zahnerkrankungen

Gebissfehler

MDR1-Defekt (überempfindlich gegenüber manchen Arzneistoffen)

Taubheit und Blindheit bei einer Kreuzung zweier Merle-Typen

Australian Shepherd kaufen

Australischer-Shepherd-im-Portrait

Willst du einen familientauglichen Begleithund oder doch eher einen Hütehund, der dich bei deiner Arbeit unterstützt? Der Australian Shepherd kann dir beides bieten:

Passt ein Australian Shepherd zu mir?

Berate dich mit deiner Familie vor dem Kauf eines Australian Shepherds über folgende Punkte:

Züchter

In Anbetracht der zahlreichen Farbvariationen des Fells eines Australian Shepherds kannst du schnell den Überblick verlieren. Deshalb ist es umso wichtiger, einen seriösen Züchter zu finden, damit du nicht zuletzt einen gesunden Welpen bei dir aufnimmst. Hunderassen, die die FCI anerkannt hat und über einen Verein des VDH gezüchtet werden, müssen zahlreiche Voraussetzungen für die Zucht mitbringen:

Tierheim

Manchmal ist dir das Glück bestellt, bereits ausgewachsene Hunde oder Junghunde deiner favorisierten Rasse in Zuchtvereinen oder Tierheimen anzutreffen. Sei dir aber bewusst, dass ein Australian Shepherd in Not große Herausforderungen und Probleme mit sich bringen kann. Wenn du dich dem gewachsen fühlst, kannst du dich bei deinen regionalen Tierheimen erkundigen.

Wie viel kostet ein Australian Shepherd?

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Der Preis für einen Australian Shepherd von einem seriösen Züchter mit Papieren beträgt ca. 1200 bis 2500 €.

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Quellen

Can Vet J. 1995 Aug; 36(8): 494–502. The pathogenesis and diagnosis of canine hip dysplasia: a review. Fries CL, Remedios AM.

J Small Anim Pract. 2011 Apr;52(4):182-9. doi: 10.1111/j.1748-5827.2011.01049.x. Treatment of hip dysplasia. Anderson A.

J Am Vet Med Assoc. 1994 May 1; 204(9): 1465–1471. Analysis of risk factors for gastric dilatation and dilatation-volvulus in dogs. Glickman LT, Glickman NW, Pérez CM, Schellenberg DB, Lantz GC.

Vet Rec. 2012 Mar; 170(13): 333–334. Investigating epilepsy in dogs. Stalin K.