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futalis Ernährungskonzept

Dobermann - Krankheiten

Der Dobermann ist nach seinem ersten bekannten Züchter, Friedrich Louis Dobermann, benannt. Er setzte es sich im 19. Jahrhundert zum Ziel, aus bestehenden Rassen wie den sogenannten Fleischerhunden einen besonders scharfen Hund zu züchten, der als Gebrauchs-, Hof- und Wachhund eingesetzt werden konnte. Bereits früh wurden Dobermänner als Polizeihunde eingesetzt und werden auch heutzutage noch gerne als Diensthunde genutzt. Bis heute gilt der unerschrockene Dobermann in erster Linie als Wach- und Schutzhund, der sich zugleich durch sein anhängliches Wesen auszeichnet. Bei artgerechter Haltung und Erziehung ist der Dobermann ein furchtloser und aufgeschlossener Hund mit einem ausgeprägten Revierbewusstsein.

Dobermann Futter für rassespezifische Krankheiten

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Prädispositionen für ernährungsrelevante Krankheiten

Herz (DCM, Pulmonalstenose)


Einige Hunderassen, darunter auch der Dobermann, sind genetisch bedingt anfälliger für bestimmte Herzkrankheiten. Dazu zählt die Dilatative Kardiomyopathie (DCM), eine Erkrankung, die mit einer Kontraktionsschwäche des Herzmuskels und einer unnatürlichen Herzerweiterung (Dilatation) einhergeht (MÄURER 2010). Die Pumpleistung des Herzmuskels ist bei Vorliegen einer DCM unzureichend. Eine Erkrankung lässt sich ohne gezielte Untersuchung häufig erst in einem sehr späten Stadium feststellen. Erste Anzeichen einer Herzerkrankung sind Husten, Leistungsschwäche und eventuell blasse Schleimhäute. Durch den zu geringen Blutfluss besteht das Risiko, dass der Hund einen plötzlichen Herztod erleidet. Bei der DCM wird zwischen primärer und sekundärer Kardiomyopathie unterschieden, wobei die primäre Kardiomyopathie auf genetische Veranlagung zurückgeführt wird. Die Mehrzahl der DCM-Fälle gehört zu den primären Kardiomyopathien. Eine sekundäre Kardiomyopathie kann durch infektiöse Krankheiten, einen Nährstoffmangel oder auch als Nebenwirkung einer medikamentösen Behandlung auftreten. Teilweise spielt eine mangelhafte Taurin- und Carnitinversorgung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von DCM (WESS 2012). In diesen Fällen kann eine Umstellung auf eine taurin- und carnitinreiche Ernährung dazu beitragen, das Risiko einer Erkrankung zu senken.

Als Pulmonalstenose wird die Verengung der Lungenarterie bezeichnet. Der Defekt ist in der Regel angeboren und sorgt für einen verringerten Blutfluss, wodurch dem Herzen eine erhöhte Pumpleistung abverlangt wird. Dadurch vergrößert sich die rechte Herzkammer, was mit einem verminderten Blutausstoß einhergeht, in dessen Folge es zu Leistungsschwäche und Herzrhythmusstörungen kommen kann. Neben einem möglichen chirurgischen Eingriff ist es bei Pulmonalstenose wichtig, über eine gezielte Ernährung den Stoffwechsel zu entlasten und so die Herzfunktion zu stärken (BAUMGARTNER und GLAUS 2003).

Bei der Fütterung von Herzpatienten spielt der Natriumwert eine entscheidende Rolle. Ein hoher Natriumgehalt führt zu einem erhöhten Blutdruck, was wiederum das Herz langfristig schädigt (FREEMAN et al. 2003). Deshalb sollte der Natriumwert des Futters entsprechend niedrig eingestellt sein. Ein Mangel an Taurin kann zu einer Veränderung am Herz führen (FASCETTI et al 2003). Die angepasste Zugabe von Taurin geht jedoch mit einer deutlichen Verbesserung der Herztätigkeit einher.


Haut (Demodikose, Follikulitis, Alopezien, Zinkmangel)


Wie bei vielen anderen Rassen zählen Hauterkrankungen auch zu den häufigeren Erkrankungen des Dobermanns.
Hierunter fallen z. B.:

  • Die Demodikose, ein Milbenbefall, der vor allem Kopf, Leisten, Rumpf und Vorderbeine betrifft (MÜLLER 2011).

  • Eine Follikulitis ist eine Entzündung des Haarbalgs, die oftmals durch Allergien oder vorausgegangene Hauterkrankungen ausgelöst wird. Die Hautveränderungen finden sich vor allem im Bereich der Schnauze bzw. des Gesichtes des Hundes (EICHHORN 2004).

  • Als Alopezien werden unterschiedliche Formen von übermäßigem Haarausfall bezeichnet, eine Erscheinung, die auf unterschiedliche Umwelteinflüsse zurückzuführen sein kann.

  • Ein Zinkmangel äußert sich bei Hunden in besonderem Maße im Erscheinungsbild von Haut und Haaren, da Zink ein wesentlicher Bestandteil für die Gesundheit von Haut und Haarkleid ist. Ein Mangel kann unter anderem Pigmentstörungen oder Schuppenbildung zur Folge haben.

Gelenke - ED HD


Große Hunderassen sind besonders anfällig für Gelenkerkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogengelenksdysplasie und auch beim Dobermann treten diese Erkrankungen des Bewegungsapparates auf. Bei beiden Krankheiten handelt es sich um eine Deformierung des betroffenen Gelenks, die sich sowohl genetisch als auch ernährungsbedingt entwickeln kann. Ein Risikofaktor ist dabei eine Überversorgung mit Energie während der Wachstumsphase (ZENTEK 2002). Zum einen belastet das unnatürlich hohe Gewicht die Gelenke, zum anderen können Veränderungen des Stoffwechsels zu Gelenkschäden beitragen.

Mit einer bedarfsangepassten Nährstoffzusammensetzung kann einer solchen Fehlernährung gezielt vorgebeugt werden. Insbesondere während der Wachstumsphase ändert sich der Bedarf ständig und sollte deshalb am besten alle zwei Wochen unter Kontrolle des Gewichtes neu eingestellt werden. So kann sofort reagiert werden, wenn sich zeigt, dass der Welpe mehr oder weniger Energie für sein Wachstum benötigt. Ein moderates Wachstum ist die Grundlage für gesunde Gelenke. Liegen die Gelenkveränderungen bereits vor, ist es ebenfalls wichtig, das Gewicht des Hundes genau zu kontrollieren, denn Übergewicht belastet das Skelettsystem unnötig. Außerdem können dem Futter einige unterstützende Inhaltsstoffe zugegeben werden. Glykosaminoglykane und Grünlippmuschelextrakt unterstützen die Regeneration bzw. können das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verringern (MCCARTHY et al. 2007). Essentielle Fettsäuren wie sie in hohen Mengen in Leinöl enthalten sind, wirken entzündungshemmend (Fritsche 2015) und Vitamin E wirkt als Antioxidans gegen freie Radikale.


Weitere Themen über den Dobermann



Quellen:

Mäurer, Judith Anna Louise. Diagnostische Parameter für die dilatative Kardiomyopathie beim Dobermann. Diss. lmu, 2010.
Wess, G. "Update zur dilatativen Kardiomyopathie (DCM) beim Hund." Kleintierpraxis 23.2 (2012): 76-98.
Baumgartner, C., and T. M. Glaus. "Angeborene Herzerkrankungen beim Hund: Eine retrospektive Analyse." Schweizer Archiv für Tierheilkunde 145.11 (2003): 527-536.
Freemann, Lisa M., et al. Evaluation of dietary patterns in dogs with cardiac disease. Journal of the American Veterinary Medical Association, 2003, 223. Jg., Nr. 9, S. 1301-1305.
Fascetti, Andrea J., et al. "Taurine deficiency in dogs with dilated cardiomyopathy: 12 cases (1997-2001)." Journal of the American Veterinary Medical Association 223.8 (2003): 1137-1141.
Mueller, R. S., et al. Evidenzbasierte Therapie der Demodikose des Hundes. Tierärztliche Praxis Kleintiere, 2011, 39. Jg., Nr. 6, S. 419-424.
Eichhorn, G. Eosinophile Follikulitis und Furunkulose des Hundes: Ein Fallbericht. Prakt. Tierarzt, 2004, 7. Jg., Nr. 2, S. 94-100.
Marsh, Katrina A., et al. "Effects of zinc and linoleic acid supplementation on the skin and coat quality of dogs receiving a complete and balanced diet." Veterinary Dermatology 11.4 (2000): 277-284.
Zentek, J. Die Ernährung des heranwachsenden Hundes. Der PRAKTISCHE TIERARZT-HANNOVER, 2002, 83. Jg., Nr. 9, S. 780-783.
McCarthy et al. (2007): Randomised double-blind, positive-controlled trial to assess the efficacy of glucosamine/chondroitin sulfate for the treatment of dogs with osteoarthritis. Vet J. 174(1): 54-61.
Fritsche “The science of fatty acids and inflammation.” Adv Nutr. 6.3 (2015):293S-301S.