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futalis Ernährungskonzept

Rhodesian Ridgeback Krankheiten

Der Rhodesian Ridgeback ist die einzige bekannte Hunderasse, die ursprünglich aus Afrika stammt. Dort wurde er vornehmlich von den Khoi-Khoi, einem afrikanischen Stamm gezüchtet. Sie bewachten die Siedlungen, warnten die Bewohner vor Gefahren und erleichterten ihnen die Jagd, weil sie Wild schon über weite Entfernungen aufspüren konnten. Später wurden Rhodesian Ridgebacks dann von den Kolonialherren übernommen und weiter gezüchtet, um die Farmen zu schützen und Jagd auf Löwen zu machen. Auch heute werden sie noch zur Fährten- und Schweißarbeit z. B. als Rettungshunde eingesetzt. Weiterhin sind sie als Familien- und Begleithunde beliebt und haben Freude an verschiedenen Hundesportarten wie Agility, Obedience und Lure-Coursing. Im Jahr 1992 wurde der Ridgeback durch die "Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit in Bayern" als gefährlich eingestuft. Da sich dieser Sachverhalt nach zahlreichen Untersuchungen als eindeutig falsch herausstellte, wurde er 2002 wieder gestrichen. Denn wie die meisten Ridgeback-Halter bestätigen können, ist er würdevoll, mutig, treu und alles andere als aggressiv.

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Prädispositionen für ernährungsrelevante Krankheiten

Symmetrische Lupoide Onychodystrophie (SLO)


Die genaue Ätiologie der SLO ist beim Rhodesian Ridgeback noch weitestgehend ungeklärt. Man geht jedoch von einem autoimmunen Prozess aus. Das heißt, dass die Immunabwehr gegen körpereigenes Gewebe vorgeht. Der Auslöser dafür konnte noch nicht ermittelt werden, es wird aber eine genetische Disposition diskutiert. Im Falle einer Erkrankung des Rhodesian Ridgebacks, tritt sie meist bei Hunden zwischen dem 2. und 8. Lebensjahr auf.

Diese Erkrankung äußert sich in Form von Schmerzen in den Zehen. Die Hunde beginnen daran zu lecken und zeigen einen etwas verhaltenen Gang. Im weiteren Verlauf kommt es zum Ablösen der Krallen. Ohne eine entsprechende Therapie des Ridgebacks wachsen die nachfolgenden Krallen brüchig, deformiert, meist gesplittert und fallen regelmäßig aus. Weitere Symptome treten nicht auf.

Eine bestimmte Maßnahme zur Vorbeugung gibt es nicht, allerdings kann der Rhodesian Ridgeback mit Omega-3 und -6-Fettsäuren im Futter unterstützt werden (Mueller et al. 2003). Auch Biotin und Zink wirken sich positiv auf die Krallengesundheit aus.


Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)


Der Rhodesian Ridgeback besitzt für diese Erkrankung eine gewisse Disposition, ist aber bei weitem nicht die einzige Rasse, die davon betroffen ist und längst nicht jeder Hund erkrankt. Es handelt sich hierbei um eine Unterfunktion der Schilddrüse, bei der eine mangelhafte Produktion von Schilddrüsenhormonen (Trijodthyronin T3 und Thyroxin T4) die Folge ist. Leider wird die Krankheit beim Rhodesian Ridgeback oft erst sehr spät erkannt, da sie sehr langsam fortschreitet und sich die Symptome erst nach Jahren manifestieren. Es kommt zu Trägheit, Haut- und Fellveränderungen (z. B. Überpigmentierungen der Haut und Haarverlust), Lethargie und einem vermehrten Schlafbedürfnis.

Weiterhin sind Herz-Kreislauf- und/oder Neurologische Probleme möglich. Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone, daher sollte auf eine bedarfsgenaue Zufuhr geachtet werden. So zeigen Studien, dass auch durch eine überhöhte Jod-Zufuhr in Standardfuttermitteln eine Hypothyreose ausgelöst werden kann (Castillo et al. 2001).


Wobbler-Syndrom


Dieses Syndrom ist vor allem vom Dobermann und der Deutschen Dogge bekannt, kann aber auch durchaus beim Rhodesian Ridgeback auftreten (da Costa 2010). Es bezeichnet einen Symptomkomplex, der durch Nervenschädigung im Rückenmark, insbesondere im Halsbereich, ausgelöst wird. Es kommt zu einer Kompression des Rückenmarks, beispielsweise durch angeborene Fehlbildungen, Neoplasien oder Osteochondrosen. Schnellwüchsigkeit und fehlerhafte Fütterung begünstigen diese zusätzlich (z. B. durch einen zu hohen Kalziumgehalt im Futter).

Vorbeugend sollte unbedingt die Futterzusammensetzung des wachsenden Rhodesian Ridgebacks, vor allem in Bezug auf den Kalziumgehalt (Hazewinkel 1996), optimiert werden. Der Nährstoffbedarf ändert sich während des Wachstums kontinuierlich, ein Standard-Welpenfutter kann somit nicht auf die individuellen Ansprüche der Hunde eingehen - so kommt es leicht zu Fehlversorgungen. Achten Sie daher auf eine kontinuierliche Anpassung des Futters Ihres Ridgebacks, sodass es erst gar nicht zu Mangelsituationen oder Überversorgungen kommen kann.


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Quellen:

J Am Anim Hosp Assoc. 2003 Mar-Apr;39(2):139-50.
A retrospective study regarding the treatment of lupoid onychodystrophy in 30 dogs and literature review.
Mueller RS, Rosychuk RA, Jonas LD.

Vet Q. 2001 Nov;23(4):218-23.
Commercial diet induced hypothyroidism due to high iodine. A histological and radiological analysis.
Castillo VA, Pisarev MA, Lalia JC, Rodriguez MS, Cabrini RL, Márquez G.

Vet Clin North Am Small Anim Pract. 2010 Sep;40(5):881-913.
Cervical spondylomyelopathy (wobbler syndrome) in dogs.
da Costa RC.

Tijdschr Diergeneeskd. 1996 Dec 1;111(23):1197-204.
Calcium metabolism in dogs.
Hazewinkel HA.